BASF-Werk in Schwarzheide (Bild: BASF)
Audio: radioeins | 27.06.19 | Bild: BASF

Unklarheit über Schwarzheide - BASF will 6.000 Stellen weltweit abbauen

Der Chemiekonzern BASF will weltweit 6.000 Stellen abbauen. Das Unternehmen wolle die Verwaltung verschlanken, sowie Abläufe und Prozesse vereinfachen, hieß es am Donnerstag. Unklar ist, inwieweit der Standort Schwarzheide betroffen ist.

Der Chemiekonzern BASF will bis Ende 2021 weltweit 6.000 Stellen abbauen. Das teilte das Unternehmen am Donnerstag in Ludwigshafen mit. Die Stellen sollen vor allem in der Verwaltung abgebaut werden. Weiterhin gebe es aber Bedarf an zusätzlichen Mitarbeitern für Produktion und Digitalisierung, hieß es von der Konzernführung.

Grund für die Einsparungen sei ein Gewinneinbruch im vergangenen Jahr, der auch auf den Handelskonflikt zwischen China und den USA zurückzuführen sei.

Standort Schwarzheide möglicherweise betroffen

Ob von dem Stellenabbau möglicherweise auch der Standort Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz) betroffen ist, ist derzeit aber noch unklar. Eine eindeutige Antwort gab es am Donnerstag nicht. Wie ein Pressesprecher des Unternehmens mitteilte, soll von den 6.000 Stellen knapp die Hälfte in Deutschland gestrichen werden, die meisten davon in der Konzernzentrale in Ludwigshafen.

Derzeit sind am Standort Schwarzheide knapp 2.000 Mitarbeiter beschäftigt. Dort werden unter anderem technische Kunststoffe, Schaumstoffe und Pflanzenschutzmittel hergestellt. Weltweit hat BASF rund 122.000 Mitarbeiter.

Kommentar

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4 Kommentare

  1. 4.

    Eine ganz andere Größenordnung ist der Abbau bei der Deutschen Bank:

    https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-bank-arbeitsplaetze-abbau-streichung-1.4504209

  2. 3.

    Steht doch im Bericht. Weshalb schreiben Sie Sachen, die der rbb schon erwähnt hat. Ich bleibe dabei, es sind nicht mehr als Anpassungen an wirtschaftlichen Gegebenheiten. Wenn Leute eingestellt werden aufgrund einer guten Wirtschaftslage findet ja auch keine Meldung statt.

  3. 2.

    Sie betreiben Sie hier eine sehr fragwürdige Relativierung, Ja, 6000 von 122.000 scheinen auf den ersten Blick nicht viel. Leider ist der Artikel nicht sonderlich gut recherchiert und es fehlen Informationen.

    Denn mindestens 3000 der 6000 Stellen sollen nämlich ausschließlich Deutschland abgebaut werden. Und damit erledigt sich Ihre Relativierung.

  4. 1.

    6000 von 122000 ist nicht viel, normale Reaktion auf aktuelle Entwicklungen.

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