Der Tagebau Cottbus Nord (Quelle: rbb/Jörn Johow")
Audio: Antenne Brandenburg | 26.06.19 | Anke Blumenthal | Bild: rbb/Jörn Johow

Koordinierung des Strukturwandels - Neue Entwicklungsgesellschaft für die Lausitz geplant

Nach Sachsen will nun auch das Land Brandenburg eine eigene Entwicklungsgesellschaft zur Steuerung des Strukturwandels nach dem Ende der Braunkohleverstromung gründen. Das sagte der Chef der Staatskanzlei, Martin Gorholt, am Mittwoch in Potsdam.

Die Gesellschaft solle Konzepte und konkrete Projekte für neue Ansiedlungen von Unternehmen oder auch wissenschaftlichen Einrichtungen entwickeln. Dazu gehöre auch die Planung spezieller Gewerbeparks, sowie die Abwicklung und das Controlling der finanziellen Förderung, sagte Gorholt.

Zusammenarbeit von Brandenburg und Sachsen

Die neue Entwicklungsgesellschaft soll als Tochterunternehmen der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) gegründet werden und noch vor der Landtagswahl entstehen, die am 1. September stattfindet.

"Es geht um jährlich 500 Millionen Euro Fördergelder des Bundes für den Strukturwandel, die effektiv und mit guter Kontrolle einegsetzt werden müssen", so Gorholt. Politisch solle der Strukturwandel derweil von einem gemeinsamen Gremium mit Sachsen gesteuert werden. Dazu sollen die Chefs der Staatskanzleien sowie die MInister für Wirtschaft, Wissenschaft, Infrastruktur und Arbeit gehören.

Erst am Montag hatte der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Cottbus, Marcus Tolle, eine professionelle Management-Struktur gefordert, die den Strukturwandel vorantreiben müsse.

Sendung: Antenne Brandenburg, 26.06.19, 16:30 Uhr

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2 Kommentare

  1. 2.

    So wie es sich bisher andeutet, hat das Hauen und Stechen um die Fördermillionen schon begonnen. Bisher ist das unmittelbar betroffene Weißwasser dabei leer ausgegangen, während weiter weg von der Braunkohle gelegene Städte wie Bautzen und Görlitz Dinge gefördert bekommen, die nur entfernt mit dem angestrebten Strukturwandel zu tun haben.

  2. 1.

    Es ist ja nicht so als gäbe es schon viel zu viele Akteure, die sich vor allem mit sich selbst beschäftigen: Lausitzrunde, Wirtschaftsinitiative Lausitz, Zukunftswerkstatt, Wirtschaftsregion Lausitz, Innovationsregion Lausitz, EGC und andere kommunale Wirtschaftsförderer, IHKs und Handwerkskammern, diverse Tourismusverbände, Lausitzbeauftrage der Landesregierungen,...

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