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Audio: Antenne Brandenburg | 28.06.19 | Andreas Friebel | Bild: imago stock&people

Institut für "Dekarbonisierte Industrieprozesse" - Neues DLR-Institut wird in Cottbus gegründet

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gründet ein neues Institut in der Lausitz. Das hat der Senat des DLR am Donnerstag in Köln beschlossen. Das Institut für "Dekarbonisierte Industrieprozesse" soll am 1. Juli an den Standorten Cottbus und Görlitz gegründet werden. In Cottbus wird das Institut im Umfeld der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) angesiedelt.

Das Institut ist Teil verschiedener Projekte zum Strukturwandel nach dem Ende der Braunkohleverstromung in der Lausitz. Das DLR verfolgt damit das Ziel Kohle- zu Wärmespeicherkraftwerken umzurüsten.

Positive Reaktionen aus der Politik

"Mit der Ansiedlung des Instituts für Dekarbonisierte Industrieprozesse wird die Lausitz zum Knotenpunkt für die Entwicklung CO2-armer Technologien", so Wissenschaftsministerin Martina Münch zur Gründung. "Mit dem innovativen Ansatz des Instituts können nicht nur Arbeitsplätze in den Kraftwerken erhalten werden, sondern neue hochqualifizierte Arbeitsplätze entstehen."

Auch Wirtschaftsminister Jörg Steinbach äußerte sich positiv zum Beschluss des DLR. "Mit dem DLR-Institut bekommt die LEAG einen idealen Partner, um die Umrüstung eines Kohlekraftwerkes in ein CO2-armes emmissionsarmes Speicherkraftwerk zu erproben", meint Steinbach. In Verbindung mit dem ebenfalls neu entstehenden Kompetenzzentrum, das sich mit dem Klimaschutz in energieintensiven Technologien befassen wird, könne die Industrie im Land wettbewerbsfähig bleiben.

Das Land Brandenburg fördert die Gründung des DLR-Instituts mit insgesamt 12,2 Millionen Euro. Weitere Mittel kommen vom Bund und vom Land Sachsen.

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