Blick in den Braunkohletagebau Jänschwalde der Leag (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Audio: Antenne Brandenburg | 13.08.2019 | Blumenthal/Rausch | Bild: dpa

Tagebau - Leag bereitet sich auf möglichen Stopp von Jänschwalde vor

Der Bergbaubetreiber Leag bereitet sich auf einen möglichen Stopp des Tagebaus Jänschwalde vor. Am Dienstag hat das Landesbergamt nach rbb-Informationen angeordnet, vorsorglich einen sogenannten Sicherheitsbetrieb vorzubereiten.

Hintergrund ist eine Entscheidung des Cottbuser Verwaltungsgerichts. Im Juni hatten die Richter der Klage der Deutschen Umwelthilfe gegen die aktuelle Genehmigung des Tagebaus stattgegeben. Die Umweltschützer beriefen sich auf fehlende Untersuchungen in Bezug auf die weitläufigen Grundwasserabsenkungen im Tagebauumfeld.

Betroffen seien mehrere Moore und Feuchtgebiete, die dadurch in ihrer Existenz bedroht würden.

Die Richter gaben eine Frist bis zum 1.9.2019 die fehlenden Prüfungen zur sogenannten FFH-Verträglichkeit nachzuholen. Sollte das nicht gelingen, steht der Tagebaubetrieb komplett auf der Kippe.

Die Mitarbeiter sollten am Dienstag auf einer Belegschaftsversammlung informiert werden. Im Tagebau Jänschwalde arbeiten etwa 500 Bergleute. Die Kohlegrube beliefert das naheglegene Kraftwerk Jänschwalde.

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Antwort auf [Preuße] vom 14.08.2019 um 22:28
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28 Kommentare

  1. 28.

    Lieber RBB könnt ihr nicht einmal was bringen, damit auch wenigsten einige verstehen, dass es nicht so einfach ist mit der Energiewende. Plakate mahlen und Schule schwänzen löst nicht unsere Probleme.

  2. 26.

    Der Ausbau der Erneuerbaren Energie lohnt sich ohne einen Wirtschaftlichen Speicher überhaupt nicht. Wir brauchen eine Energiegewinnung die Grundlastfähig ist.

  3. 25.

    Schon im Juli hat Deutschland wieder mehr exportiert als importiert. So ein einzelner ungewöhnlicher Monatswert hat aber wenig Aussagekraft. Wenn allerdings weiterhin in Deutschland so wenig Erneuerbare Energien zugebaut werden wie in den letzten Jahren, dann wird die Zeit kommen, wo immer öfter Erneuerbare Energien in Nachbarländern billiger sind als deutscher Kohlestrom - und dann wird Deutschland tatsächlich importieren. Deswegen lohnt sich volkswirtschaftlich der Ausbau der Erneuerbaren Energien.

  4. 23.

    Gute Unterstützung der AfD.

  5. 21.

    Und dann kaufen wir Strom aus dem Ausland, wie im Juni als D zum ersten Mal seit Jahren mehr importiert als exportiert hat.
    Und nun raten Sie mal woher der Strom kam und welche Farbe er hatte!

  6. 20.

    Man, was ist den hier los? Leute bleibt locker, jedes Jahr müssen sich Millionen Menschen einen neuen Job suchen.
    Richtig hart wird es die Autoindustrie treffen, dort hat man auch die Zeichen der Zeit nicht erkannt.
    Der Kohleausstieg ist überfällig ,den halten auch die alternativlosen für Deutschland nicht auf.

  7. 19.

    Jammern gehört zum Geschäft.... und sicher, die AfD wird auch Arbeitsplätze am Webstuhl und die Droschkenkutscher zurück bringen.
    600 Mio. Verlust im ersten Halbjahr für alle Kohlekraftwerke, steigende Preise für CO2 Zertifikate, eine Kommune nach der anderen steigt aus der Kohle aus. Sieht eher nach Game over aus.
    Aber eines bleibt uns sicher noch für Generationen erhalten, Berbaufolgeschäden in Milliardenhöhe.

  8. 18.

    Ihr solltet euch alle schämen. . . Wieder tausende Arbeitsplätze in der Region sind betroffen, Leute die 40 - 45 Jahre dort arbeiten, kurz vor der Rente stehen . . . Ein Ende war doch so wie so geplant! Aber habt schon recht, schützt unsere Natur, weil es die "anderen Länder ja auch machen". . . (Lach) ! ! Auf die Einöde Brandenburg! ! Für alle Arbeiter, die Ihre Arbeit niederlegen und mit viel weniger Geld leben müssen, hoffe ich auf ein schnelles Ergebnis und gutes Ende

  9. 17.

    Das ist ja das Problem,dass man solche Maßnahmen VOR wichtigen Wählen in den Raum stellt...
    Da kommen dann die Alternativen „Heilsbringer „ um die Ecke und haben ihr gefundenes Fressen...
    Ich war im Juni in Jänschwalde und Umgebung.Fragt doch mal die Einheimischen,wie sie so drüber denken!!!

  10. 16.

    Dem stimme ich zu.
    Hier ist die Rede von 500 Arbeitsplätzen.Gehts noch?Die Arbeitsplätze ,die von Jänschwalde leben gehen in die Tausende:Revisoren,Schlosser etc.
    Da rede ich nicht mal von den vielen kleinen Pensionen,die diese Leute zeitweise und regelmäßig beherbergen,damit sie ihre Arbeiten im Kraftwerk Jänschwalde machen können.
    Aber mit unseren tollen Windrädern kriegen wir ja alles gelöst...?
    Und jetzt zur deutschen Doppelmoral:die größten Versicherungen (Münchner Rück und Allianz)haben in polnische Tagebaue und Kraftwerke investiert in Millionenhöhe.
    Bestimmt aus christlicher Nächstenliebe...
    Und:Polen ist ja soooo weit weg....

  11. 15.

    Kommen Sie nicht mit physikalischen Fakten, die sind hier wirklich fehl am Platz ;-)
    z.B. das die Windmühlen 2018 witterungsbedingt weniger als 20% ihrer angegebenen Arbeit (Leistung x Zeitraum) oder auch Volllaststunden erreichen.
    Also 5 mal soviel Spargel und das reicht dann immer noch nicht

  12. 14.

    Ihr solltet euch alle schämen. . . Wieder tausende Arbeitsplätze in der Region sind betroffen, Leute die 40 - 45 Jahre dort arbeiten, kurz vor der Rente stehen . . . Ein Ende war doch so wie so geplant! Aber habt schon recht, schützt unsere Natur, weil es die "anderen Länder ja auch machen". . . (Lach) ! ! Auf die Einöde Brandenburg! ! Für alle Arbeiter, die Ihre Arbeit niederlegen und mit viel weniger Geld leben müssen, hoffe ich auf ein schnelles Ergebnis und gutes Ende

  13. 13.

    Auch wenn den hier bekannten Grün-Propagandisten die Anordnung zu Kopf steigt, es sind lediglich Pläne anzufertigen...
    Eine Entscheidung steht noch aus und darf dann ggflls von BEIDEN Seiten höherinstandlich angefochten werden.

  14. 12.

    Natürlich ist es hier wieder sehr leicht für nichtbetroffende Kommentatoren, fleißige deutsche Arbeiter*innen die nun um ihre Arbeit gebracht werden zu opfern und einen Schwedischen Investor herbei sehnen welcher vor kurzer Zeit noch fast als ,,Heuschrecke" bezeichnet wurde. Natürlich ist ein Moor oder Tümpel wichtiger als ein Mensch welcher um seine Existenz gebracht wird. Ich kann mir jetzt sehr gut vorstellen wo die betroffenen Menschen demnächst ihr Kreuzchen machen werden.

  15. 11.

    Wasser- und Umweltschützer: Was tut ihr jetzt so rum. . . Ein Ende war doch so wie so geplant.

    An alle 500 betroffenen Arbeiter, wir hoffen auf ein schnelles Ergebnis und das ihr bald wieder Eure Arbeit zum vollem Lohn für die letzten Jahren aufnehmen könnt.

  16. 10.

    Wenn die ökologische Energieerzeugung ausreichend (!) liefert, bin ich sicherlich auch für den Ausstieg. Wenn aber erst die Kohle- und Atomkraftwerke stillgelegt und abgebaut sind, kann Russland seine Gaslieferung steuern wie es will. Deutschland macht dich abhängig und damit angreifbar.
    Wo sind die seriösen Berechnungen, was an Kapazitäten auf dem Spiel steht und was an Energie, auch mit E- Mobilität, benötigt wird?

  17. 9.

    Aber jahrzehntelang von der Braunkohle Strom für Ihren Alltag bezogen...uund nun von heute auf morgen von Sonne und Wind leben?? Ohne Netzausbau und Speichermöglichkeit?? Bei solcher Arroganz und Unwissenheit kann man nur den Kopf schütteln.

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