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Audio: Antenne Brandenburg | 11.09.19 | Holger Kessler | Bild: imago/Westend61

400 Kilometer Glasfaserkabel verlegt - Schnelleres Internet für 12.000 Haushalte im Spreewald

12.000 Haushalte im Spreewald bekommen schnelleres Internet. In den Landkreisen Dahme-Spreewald, Oberspreewald-Lausitz und Spree-Neiße hat die Telekom rund 400 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. Am kommenden Montag wird das neue Netz in Betrieb genommen.

Nutzer können dann mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde Daten herunterladen, die Uploadgeschwindigkeit steigt auf bis zu 40 Megabit pro Sekunde. An dem Ausbau war auch das Brandenburger Wirtschaftsministerium mit über acht Millionen Euro finanziell beteiligt.

Mit der Inbetriebnahme ist gleichzeitig das Förderprogramm "Glasfaser 2020" abgeschlossen. Mit dem Landesprogrammm wurden in Brandenburg rund 7.000 Kilometer Glasfaser verlegt - das entspricht in etwa der Entfernung von Berlin bis Miami. Fast 1.900 neue Verteiler wurden aufgestellt. Von dieser Bandbreitenerhöhung profitieren insgesamt rund 227.000 Haushalte.

Hohe Kosten für Anschlüsse auf dem Land

Die aktuellen Datenraten seien nur der Anfang, sagte Vesta von Bossel, Vorstandsbeauftragte der Telekom für den Breitbandausbau, am Mittwoch. "In einer weiteren Evolution der Technik können diese Haushalte bis 250 Megabit bekommen und das in einer Region, wo vorher teilweise gar kein Internet war."

Der Ausbau des schnellen Internets vor allem in ländlichen Regionen sei eine Kostenfrage, sagte von Bossel. Verantwortlich dafür seien die längeren Entfernungen, über die die Leitungen verlegt werden müssten. Dort ist er deutlich teurer als in Städten. Ohne Fördermittel sei deshalb kaum etwas machbar, heißt es von der Telekom. In der Stadt koste ein Anschluss im Schnitt 300 Euro pro Haushalt. Etwas außerhalb lägen die Kosten bereits bei 1.000 bis 1.500 Euro, im ländlichen Raum koste ein Hausanschluss bereits 3.000 Euro, erklärt Vesta von Bossel.

Pannen aufgrund langsamen Internets

Thomas Eick, Chef des Waldhotels Eiche in Burg, äußerte sich gegenüber dem rbb erfreut darüber, seinen Gästen endlich W-Lan anbieten zu können. Auch Pannen aufgrund der geringen Datenrate sollten der Vergangenheit angehören, hofft er. Eick schildert beispielsweise den Fall, dass er im Onlineportal alle Zimmer als vergeben anzeigen lassen wollte - und sich während der Wartezeit ein weiterer Gast in das Haus einbuchte. "Ende gut, alles gut", sagt Eick. "Es gab ein Pärchen, das dann zusammenzog und so hatte ich Glück im Unglück."

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