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Wegen fehlender Rentabilität - Sparkasse Spree-Neiße kündigt Prämienspar-Verträge

Die Sparkasse Spree-Neiße hat nach eigenen Informationen über 5.000 sogenannte Prämienspar-Verträge gekündigt. Als Grund nennt die Sparkasse in Kündigungsschreiben die anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Mit dieser sei es nicht möglich sei, die Verträge rentabel weiterzuführen. Betroffen sind laut einer Mitteilung Verträge, die bereits länger als 15 Jahre laufen und damit die höchste Prämienstufe erreicht haben.

Verbraucherzentrale rät zum Widerspruch

Die Verbraucherzentrale rät betroffenen Kunden, der Kündigung zu widersprechen. Aus ihrer Sicht habe die Sparkasse ihren Kunden keinen rechtlich wasserdichten Kündigungsgrund mitgeteilt. "Sie wurden zwar informiert über die Niedrigzinsphase, aber das ist meines Erachtens nach nur ein Sachgrund, kein rechtlicher Kündigungsgrund", so Erik Schaarschmidt von der Verbraucherzentrale. Auf der Webseite der Verbraucherschützer gibt es ein Musterschreiben [externer Link], mit dem Kunden auf die Schreiben reagieren könnten.

Zuvor hatten bereits andere Sparkassen bundesweit das Prämiensparen beendet. In einem Urteil des Bundesgerichtshofes vom 14. Mai 2019 stellten Richter allerdings fest, dass die Kündigungen rechtens seien.

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1 Kommentar

  1. 1.

    Das System fährt an die Wand.

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