Archivbild von 2014: Das Rotorblatt-Werk von Vestas im brandenburgischen Lauchhammer (Quelle: imago/Jürgen Heinrich)
Bild: imago/Jürgen Heinrich

Nach Streichung von 500 Stellen - Vestas Standort Lauchhammer vorerst gesichert

Geradezu erdrutschartig war in den vergangenen Monaten der Absatz von Windkraftanlagen eingebrochen. Der Anlagenproduzent Vestas in Lauchhammer reagierte mit Entlassungen und Kündigungen. Nun geht es um die Zukunft des Standortes.

Der Windkraftanlagenproduzent Vestas reagiert mit einem Sparprogramm für den Standort Lauchhammer auf die anhaltend sinkenden Auftragszahlen.  

Über Details hat die Unternehmensleitung die Mitarbeiter am Dienstag informiert. Ende September hatte Vestas angekündigt, 500 befristete und Leiharbeiter aus Spargründen zu entlassen.  

Damit fällt etwa jeder zweite Arbeitsplatz bei Vestas in Lauchhammer weg. Die befristeten Arbeitsverträge laufen bis zum Frühjahr 2020. Mitarbeiter in der Probezeit müssen das Unternehmen in 14 Tagen verlassen. 

Standort nicht gefährdet

Der Standort in Lauchhammer sei trotz des Sparprogramms aber nicht gefährdet. Wie die Unternehmensleitung am Dienstag bekanntgab, soll die Produktion in Lauchhammer auf kleinere Rotorblätter konzentriert werden.  

Vestas seit über 35 Jahren am Markt

Vestas beschäftigt an seinen Standorten in Deutschland nach Unternehmensangaben rund 2.400 Mitarbeiter.

In Lauchhammer werden bisher Rotorblätter in drei verschiedenen Größen für Windkraftanlagen hergestellt. Die Rotorblätter werden von Lauchhammer aus auf dem Straßenweg zu den Kunden transportiert. Eine Verschiffung über den Hafen Mühlberg hatte sich als zu kostspielig herausgestellt. Außerdem waren die Kapazitäten des Mühlberger Hafen trotz Ausbau für den Windkraftanlagenproduzenten nicht ausreichend.

Sendung: Antenne Brandenburg, 09.10.2019, 5:30 Uhr

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