Dunkle Wolken türmen sich hinter einer Werbefahne des Fleischherstellers Wilke Wurstwaren. (Quelle: dpa/Uwe Zucchi)
Bild: dpa/Uwe Zucchi

Wilke-Produkte in Supermärkten - Ministerium vermutet keimbelastete Wurst in Brandenburg

Produkte des nordhessischen Wurstherstellers Wilke sind nach Einschätzung des Verbraucherschutzministeriums auch nach Brandenburg gelangt. Entsprechend den rechtlichen Vorschriften würden die Produkte aus dem Verkehr gezogen, sagte Ministeriumssprecher Uwe Krink am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. "Wir gehen davon aus, dass die Rückrufaktionen laufen."

Das Land habe die Veterinär- und Lebensmittelämter der Kreise informiert, die nun zuständig seien. Das Ministerium schätzt, dass Produkte an mehrere Handelsketten gingen. Die Produkte tragen unterschiedliche Namen. Genaue Zahlen über die Produkte der Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH hatte das Ressort zunächst nicht.

Zwei Todesfälle in Südhessen

Mehrfach waren Listerien in Wilke-Produkten entdeckt worden. Die Keime können für Menschen mit geschwächtem Immunsystem lebensgefährlich sein. Sie sind nach Behördenangaben für zwei Todesfälle in Südhessen verantwortlich, 37 weitere Krankheitsfälle hängen möglicherweise mit Wilke-Fleisch zusammen.

Behörden in Niedersachsen fanden bei drei Erkrankten einen Keimtyp, der genetisch eng mit den Listerien verwandt ist, die in den Waren von Wilke nachgewiesen wurden. Zwei von ihnen sind gestorben - einer an einer anderen Erkrankung, bei der zweiten Person habe nicht ermittelt werden können, ob die Listeriose-Erkrankung die Todesursache war. Ob die drei Menschen Wurst der Firma Wilke gegessen haben, wusste das Amt nach eigenen Angaben nicht.

Sendung: Brandenburg aktuell, 08.10.2019, 19:30 Uhr

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9 Kommentare

  1. 8.

    Martine. Ich habe mehrer Orte eingetragen. Tragen Sie Hamburg mit zu den "Meine Orte" ein. Dann kommt die Meldung über Nina.

  2. 7.

    Das Ministerium schätzt ein, geht davon aus und ansonsten weiß es nichts. Der Verbraucher soll doch gefälligst selbst aufpassen und schließlich warum ernährt sich der Bürger nicht vegan.

  3. 5.

    Ich hoffe nur, dass diese Fabrik nie wieder in Produktion geht.
    Vorallem das die Betreiber eine Strafe bekommen.

  4. 4.

    Bisher gar keine. Der Geschäftsführer befindet sich weiterhin auf freien Fuß. Es wird zwar gegen Fahrlässige Tötung ermittelt, doch wie ich vermute wird kein Schuldiger ausfindig gemacht werden. Was glauben Sie wohl, weshalb die eine GMBH u.KO KG gegründet hatten. Eine bodenlose Sauerei ist das und gehört hart bestraft.

  5. 3.

    Nur mal so als Hinweis: Nina und Katwarn funktionieren auch bei solchen Fällen gut.

  6. 2.

    Wann gibt es in diesem Fall endlich Festnahmen? Es sind Menschen getötet worden!

  7. 1.

    Widerwärtig und einfach nur ekelhaft. Aber niemand dort wird vermutlich zur Rechenschaft gezogen werden. Schnell Insolvenz anmelden. Ist ja nur eine Firma mit der Endung hinten dran: GMBH u.Ko KG. DAS IST DEUTSCHLAND. Interessiert doch kein Schwein.

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