Jörn Hübner (Quelle: rbb)
Video: Brandenburg aktuell | 22.11.19 | Tim Jäger | Bild: rbb

165 Stellen fallen weg - Spreeback GmbH stellt Betrieb ein

Die Spreeback GmbH in Krieschow (Landkreis Spree-Neiße) stellt zum März 2020 den Betrieb ein. Das geht aus einer Pressemitteilung der Intersnack Knabbergebäck GmbH, zu der Spreeback gehört, vom Donnerstag hervor. Bei einer Betriebsversammlung seien die Mitarbeiter des Werkes über die Entscheidung des Unternehmens informiert worden.

Es sei detailliert erklärt worden, warum ein wirtschaftlicher Betrieb des Werkes nicht mehr möglich sei, heiß es weiter. Die Produktion in Krieschow sei auf dem europäischen Markt nicht wettbewerbsfähig. Die Logistikkosten für das Werk seien außerdem überproportional hoch.

Alle Arbeitsplätze fallen weg

Die Produktion werde neu vergeben, das Werk im März 2020 geschlossen, so die Mitteilung. "Diese Planungsentscheidung gehört zu den schwersten Entscheidungen in der Geschichte von Intersnack. Unser Interesse war es immer, für die Spreeback GmbH eine dauerhafte wirtschaftliche Perspektive zu entwickeln. Doch die Entwicklung auf den internationalen Märkten lässt uns keine Wahl", so Geschäftsführer Jan van den Broek.

Alle 165 Arbeitsplätze im Werk würden verlorengehen. Gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern sollen nun sozialverträgliche Lösungen gefunden werden. So sollen freie Stellen an anderen Standorten des Unternehmens vorrangig den Krieschower Mitarbeitern angeboten werden. Bis März 2020 soll es keine betriebsbedingten Kündigungen geben.

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8 Kommentare

  1. 8.

    Ich bin sehr traurig über die Schließung des Betriebes. Als ehemalige Mitarbeiterin, bis 1990 war ich Produktionsleiterin,
    habe immer die Entwicklung verfolgt, mich gefreut, von meinen langjährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu lesen.
    Das ist tytisch westdeutsch, ist keine Wirtschaftlichkeit mehr gegeben, wird dicht gemacht, egal wieviele Menschen Ihren Arbeitsplatz verlieren. Es erschüttert mich unglaublich, hier hat man keine Ideen, wahrscheinlich alle Mittel abgeschöpft und ausgeschöpft und das Unternehmen unproffessionell geführt, wie traurig.

  2. 7.

    Komisch dass waren die gleichen worte die man im September 2018 im Werk Cloppenburg zu uns gesagt hat. Ich schätze mal das wiederholt sich in den nächsten 5 Jahren noch 4 mal so das intersnack nur noch 1 Werk in Deutschland hat und dieses ist von langer Hand auch so gewollt. Also nichts mit es tut uns leid aber wir müssen wettbewerbsfähig sein sondern eiskaltes Managment. Armes Deutschland

  3. 6.

    ...hier wäre es wohl eher Zeit, einmal Firmenstrukturen zu entflechten und die Biilanzen klar zu trennen. Jede Firma hat Anteile an der anderen Firma und gehört zu einem Mutterkonzern, deren Gesellschafter wieder Firmen sind... Das ist schon gruselig.

  4. 5.

    Im Geschägtsbericht für 2018 heißt es noch zur Lage des Unternehmens:

    Sowohl Beschäftigungslage als auch die wirtschaftliche Lage sind insgesamt als gut zu bezeichnen. Die Beschäftigungslage ist der Kapazitätssituation angepasst. Jahresüberschuss gering gesunken auf 640T€. Die Finanzlage ist als gesichert zu bezeichnen. Das Eigenkapital besteht zum Großteil aus Forderungen ggü. VERBUNDENEN Unternehmen.

    Hier sollte mal einer recherchieren, was diese Zahlen bedeuten und wo die Fordernungen zu finden sind. Hier ist der RBB gefragt als Presse nachzuhaken.

    Quelle: moneyhouse.de

    Schon komsich alles - bei den ostdeutschen Tariflöhnen...

  5. 4.

    willkommen beim jobcenter;)
    das einzig zuverlässige in brandenburg,dort wird ihnen geholfen;)

  6. 3.

    Eventuell wäre es Aufgabe der Geschäftsführung gewesen dafür zu sorgen ihre einzelnen Standorte wirtschaftlich zu entwickeln und in die Region zu investieren. Aber solange mit EU Förderung, also auch unseren Steuergeldern, die Arbeitsplatzverschiebung noch belohnt wird...
    Nun wundert sich wieder alles über die nächsten Wahlergebnisse... Bernd Höcke und Kollegen grinsen sich einen weg.
    Scheiß Neoliberalismus!

  7. 1.

    "auf dem europäischen Markt nicht wettbewerbsfähig"
    Es wäre mal an der Zeit, dass unsere Regierung inländische Unternehmen besser davor schützt, gegenüber internationalen Billig-Anbietern den Kürzeren zu ziehen. Anstatt Produktion zunehmend ins Ausland zu verlagern, weil es billiger ist, sollte dies mit hohen Zöllen belegt werden und dafür Unternehmen gefördert werden, die im Inland Arbeitsplätze schaffen.

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