Anfllug auf Flugplatz Drewitz (Quelle: Flugplatz Drewitz)
Audio: Antenne Brandenburg | 15.05.2020 | Thomas Krüger | Bild: Flugplatz Drewitz

Neuer Investor in Drewitz - Elektromobilitäts-Pläne für alten Flugplatz werden konkreter

Spätestens bis zum Herbst will der neue Eigentümer des Flugplatzes Drewitz (Spree-Neiße) seine Pläne für die Ansiedlung eines Gewerbegebietes vorstellen. Das sagte Tassilo Soltkahn von der Euromovement GmbH auf rbb-Nachfrage.

Der Plan ist, auf dem einstigen Flugplatz normale Busse auf Elektromobilität umzurüsten. Etwa 2.000 Arbeitsplätze sollen hier im Laufe der nächsten Jahre entstehen.

Neues Leben für alte Bahntrasse

Bei der Frage, welche Berufe künftig gebraucht werden würden, erklärte Soltkahn, dass es vor allem traditionelle Berufe sein. Dazu gehörten zum Bespiel Karrosseriebauer, Mechatroniker und Lackierer, so Soltkhan.

Geplant ist, das Areal an das Bahnnetz anzuschließen. Dafür soll eine alte Trasse wiederbelebt werden. Zum Team der Entwickler für das Areal sollen auch Verkehrsplaner der BTU Cottbus-Senftenberg gehören. Mit dem Bau der ersten Montagehallen rechnet Soltkahn frühestens im Herbst 2021.

Der neue Eigentümer hatte bereits angekündigt, auf dem Gelände Busse auf Elektroantrieb umrüsten zu wollen. Es gebe zahlreiche Busse, die von öffentlichen Verkehrsbetrieben genutzt würden und die mit einer Umrüstung weitere zehn oder 20 Jahre nutzbar sein könnten, sagte Soltkahn im vergangenen Dezember dem rbb. "Ein neuer Bus kostet wesentlich mehr als ein umgebauter Bus", erklärte er. Vorhandene Busse klimaneutral zu betreiben sei zudem nachhaltiger als ein Neukauf.

Verkauf des Flugplatzes mehrmals gescheitert

Seit den 90er Jahren waren mehrere Versuche einer Privatisierung des einstigen Militärflugplatzes gescheitert. Für die kommunalen Gesellschafter - den Landkreis, die Stadt Guben, das Amt Peitz, sowie die Gemeinden Jänschwalde und Schenkendöbern - war der Flugplatz nach der Wende ein Zuschussgeschäft, deshalb wurde immer wieder nach Käufern gesucht.

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4 Kommentare

  1. 4.

    Ich kann Ihnen nicht ganz folgen, was den Vergleich mit Tesla in Grünheide anbetrifft:
    Tesla HAT in Grünheide einen schon bestehenden Bahnanschluss! Dort muss also nicht einmal ein alter reaktiviert werden.

  2. 3.

    Her Hanisch schlecht informiert. Bei Tesla muss kein Bahnanschluss geplant werden, denn dieser Anschluss existiert bereits und wird für den Transport von Baumaterial jetzt auch schon genutzt.

  3. 2.

    Darf man fragen, wo die alte Bahntrasse verlief?

  4. 1.

    Schön, dass im Gegensatz zu Tesla, ein Bahnanschluss von vornherein mitgedacht wird! Bitte aber auch hier darauf achten, Flächenfraß zu vermeiden (z. B. Solarpanals auf Gebäude, statt auf den Erdboden).

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