Archivbild: Roter Klatschmohn, blaue Kornblumen und weiße Blüten der Kamille leuchten am 30.05.2018 an den Feldrändern. (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Bild: dpa/Patrick Pleul

Reaktion auf Trockenheit - Agrarministerium gibt Brachflächen zur Futternutzung frei

Brandenburger Landwirte in besonders von der Trockenheit betroffenen Regionen können Pflanzen von brachliegenden Flächen auf Antrag hin als Tierfutter nutzen. Darüber informierte das Brandenburger Agrarministerium am Dienstag in einer Pressemitteilung.

Demnach sei die Lage in einzelnen Landkreisen kritisch. Dazu gehören Dahme-Spreewald, Havelland, Märkisch-Oderland, Oberspreewald-Lausitz und die Uckermark.

Formloser Antrag genügt

In den besonders von Trockenheit und daraus resultierender Futterknappheit betroffenen Gebieten kann ab 1. Juli auf auf sogenannten ökologischen Vorrangflächen sowie auf Puffer- und Feldrandstreifen zu Futterzwecken geerntet werden. Hierzu ist bei dem jeweiligen Amt für Landwirtschaft ein formloser Antrag zu stellen. Bei diesen Flächen handelt es sich um bewußt nicht mehr landwirtschaftlich genutzte Abschnitte, auf denen Wildwuchs im Interesse eines ökologischen Gleichgewichtes gedeiht.

Hintergrund dieser Ausnahmeregelung ist laut Agrarministerium die lang anhaltende Trockenheit in den Jahren 2018 und 2019. Die Böden sind ausgetrocknet und Pflanzen konnten sich nur unzureichend entwickeln. Dadurch gab es weniger Erträge auf Grünland und Ackerflächen. Die Folge: immer weniger Futter für die Viehbestände der Landwirte.

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7 Kommentare

  1. 6.

    In der Tat, es ist verrückt wie billig tierische Produkte sind. Gegrilltes Hähnchen, fertig zubereitet für ein paar Euro. Davon sollen dann Aufzucht, Transport, Schlachtung, Zubereitung und Verkauf mit noch Profit oben drauf bezahlt werden. Absolut verrückt.

  2. 5.

    Hier bei uns stehen die Kühe mit Kälbchen auf den Wiesen. Ein glückliches Leben für den Nachwuchs bis zur Schlachtung. Nach den beiden trockenen Sommern und auch jetzt mit zu wenig Regen, hat sich die Zeit, in der die Tiere die abgesteckte Weide abgrasen, deutlich verkürzt. Gleich nebenan liegt eine seit Jahren ungenutzte Brachflächen, Rückzugsort für viele Tiere, zB. Feldkirchen, die hier gebrütet haben. Wenn hier die Rinderherde grast, ist es für dieses Jahr mit der ökologischen Vielfalt vorbei. Nur ein umfassender Klimaschutz kann das Dilemma lösen, für das weder die Rinder noch die Lerchen etwas können!

  3. 4.

    Ich würde mir auch wünschen, dass es so funktionieren könnte, mir sind auch die Milchleistungen der Kühe unheimlich.
    Das idyllische Landleben kann es aber nur geben, wenn man vom Land leben könnte. Kühe auf der Weide brauchen auch tägliche Pflege und es gibt einfach zu wenige Menschen, die so einen Arbeitsrhythmus auf sich nehmen, schlecht bezahlt dazu. Mittlerweile möchte ja jeder nur noch 9 to 5 arbeiten, in den Urlaub fahren und sonst alles vom Leben haben.
    Mit Tieren geht das nicht, ich kenne das aus meiner Kindheit. Ärgerlich sind dann eben die Forderungen aus der großen Stadt, dass es doch Bio, Tierwohl und für die Einkommensschwachen bezahlbar sein soll. Das ist in meinen Augen eine Form der Ausbeutung der in der Landwirtschaft Tätigen

  4. 3.

    Ach Tatsache, Rinder auf der Weide hätte ja beudetet, dass die Tiere in ihrem Leben auch mal die Sonne sehen können. Das geht natürlich nicht. Da hatte ich wohl ein zu idyllisches Bild vom Landleben.

  5. 2.

    Die Landwirte treiben gewiss nicht das Vieh auf die Flächen, sondern werden es mit Traktoren bearbeiten. Hier wird gar nichts festgetrampelt oder festgefahren, das Wurzelwerk der Gräser verhindert das. Versuchen Sie doch mal, mit einem Spaten ein Stück Wiese abzustechen...
    Und noch ein Hinweis an den Stadtbewohner : das Gras oder Heu wird von RINDERN gefressen und nicht von Schweinen. Die Rinder sind vorrangig MILCH-Lieferanten. Milch grillt sich mal schlecht ;-)

  6. 1.

    Macht Sinn, jetzt die Brachflächen vom Vieh abgrasen und festtrampeln lassen, damit da dann nachhaltig nichts mehr wächst. Hauptsache die Grillsaison ist nicht gefährdet.

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