Tropical Islands Brandenburg 2020 (Bild: rbb/ Franziska Hoppen)
Bild: rbb/ Franziska Hoppen

Bereits 1.000 Buchungen - Tropical Islands bereitet Wiederöffnung vor

Der Freizeitpark Tropical Islands in Krausnick (Dahme-Spreewald) bereitet nach der corona-bedingten Schließung die Wiederöffnung vor. Die ersten Buchungen gebe es bereits, sagte Geschäftsführer Wouter Dekkers am Donnerstag. Für den ersten Tag würden bereits 1.000 Besucher erwartet. Auch Jahreskarten würden bereits gut verkauft, erklärt Dekkers.

Der Betrieb laufe weitgehend normal. "Da sind ein paar Einschränkungen bei unseren Wasserrutschentürmen, weil da die Abstände nicht einzuhalten waren", sagte Dekkers. "Aber das hält sich noch in Grenzen."

Die Zwangspause sei schwierig für das Unternehmen gewesen, erklärt er. Der Mutterkonzern "Parques Reunidos" habe das Tropical Islands aber gut unterstützt. So hätte man alle Verpflichtungen leisten und alle Gehälter weiter zahlen können.

"Gesunder Menschenverstand" statt Zwang

Dennoch sollten sich die Gäste an einige Verhaltensregeln halten, sagte Sicherheitsmanagerin Christin Riedel. So sollten Gäste, die ein eigenes Zimmer gebucht haben, nach Möglichkeit Toiletten und Duschen in den Zimmern nutzen, auch zum Selbstschutz vor dem Coronavirus. Gruppen oder Menschenansammlungen sollten vermieden werden. Im Wasser bräuchten sich Gäste keine Sorgen machen, das verwendete Chlorwasser würde Viren und Bakterien abtöten.

Man setze auf den gesunden Menschenverstand, so Riedel weiter. Regelmäßige Handdesinfektion sei zum Beispiel empfohlen. Ein Mundschutz ist hingegen nicht nötig. Die Größe der Halle sorge dafür, dass die Bedingungen fast wie unter freiem Himmel seien. Das hatte auch der Chef-Virologe der Charité, Christian Drosten vor wenigen Monaten bestätigt. "Wir haben eine Umwälzungsanlage, das heißt es kommt mehrmals pro Stunde frische Luft hinein, sodass ein Luftaustausch stattfindet", erklärt Riedel. In Absprache mit den Behörden könne daher von einem Mund- und Nasenschutz für die Gäste abgesehen werden.

Alle Mitarbeiter negativ getestet

Bereits zu Beginn der Corona-Pandemie Anfang März wurden alle 104 Mitarbeiter des Freizeitparks auf das Coronavirus getestet. Der Grund war der Aufenthalt eines infizierten Gastes. Nach Angaben des Brandenburger Gesundheitsministeriums war der Infizierte in einer insgesamt fünfköpfigen Gruppe zwischen dem 20. und 23. Februar Badegast in dem Freizeitbad. Die Gruppe suchte nach eigenen Angaben nur die große Badehalle auf, im Sauna- und Wellnessbereich habe man dagegen keine Zeit verbracht, hieß es. Der Infizierte habe nach eigenen Angaben nur zu Mitarbeitern engeren Kontakt gehabt, hieß es in der vergangenen Woche.  Im Ergebnis war keiner der Mitarbeiter infiziert.

Laut Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher hatten sich die Behörden unmittelbar nach Bekanntwerden der Ereignisse mit dem Virologen der Berliner Charité, Christian Drosten, in Verbindung gesetzt. Er habe erklärt, dass die Badehalle vom Luftvolumen, von der Luftzirkulation und der Außentemperatur her vergleichbar mit einem Freibad im Sommer sei.

Nächster Artikel

Das könnte Sie auch interessieren