Archiv: BASF Schwarzheide (Bild: dpa/ Jochen Zick)
Audio: Antenne Brandenburg | 22.06.2020 | Sebastian Schiller | Bild: dpa/ Jochen Zick

Bis zu 200 neue Arbeitsplätze - Bau der Kathodenfabrik in Schwarzheide wird vorbereitet

Auf dem Gelände des Chemiekonzerns BASF in Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz) haben die Bauvorbereitungen einer Fabrik begonnen, in der künftig Batteriematerialien hergestellt werden sollen. Das hat rbb|24 am Montag von Unternehmenssprecher Arne Petersen erfahren. Die Fläche werde beräumt und die künftige Infrastruktur, wie zum Beispiel das Legen von Rohren, vorbereitet.

In der neuen Anlage will BASF sogenannte Kathoden produzieren. Diese werden für Batteriezellen benötigt, die in Elektroautos eingebaut werden.

200 neue Arbeitsplätze könnten entstehen

"Wir wollen in den nächsten zwei Jahren die Anlage fertigstellen, die es schafft, Teil einer europäischen Wertschöpfungskette für Elektrofahrzeuge zu sein", sagt Petersen. In dem Werk sollen jährlich Batteriebestandteile für 400.000 Elektrofahrzeuge hergestellt werden. Laut dem Unternehmenssprecher könnte der Baubeginn, nach aktuellem Stand, im Spätsommer oder Frühherbst stattfinden. Man liege gut im Plan.

Die BASF-Produktionsstätte in Schwarzheide ist einer der größten Standorte des Konzerns in Europa. Im Moment arbeiten in dem größten Chemiewerk Brandenburgs rund 3.000 Menschen. Laut Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus könnten mit der Kathodenfabrik bis zu 200 weitere Arbeitsplätze entstehen.

Umweltamt gibt notwendige Genehmigung

Inzwischen hat auch das Landesumweltamt Brandenburg die notwendige Genehmigung der Anlage nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) erteilt, sagt BASF-Sprecher Arne Petersen am Montag.

Die Pläne für die Fabrik waren Ende vergangenen Jahres bekannt geworden. Hintergrund für die Millionen-Investition ist eine Entscheidung der EU-Kommission, wonach die Batteriezellenfertigung in Europa mit bis zu 3,2 Milliarden Euro bezuschusst werden soll.

5 Kommentare

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  1. 5.

    Wenn bei ihnen alles so schön bunt ist, warum benötigt die Lausitz seit Jahrzehnten, das Steuergeld des gesamten Landes Brandenburg und der halben Bundesrepublik ??? Wir anderen Brandenburger Regionen, hätten auch gerne mal Fördergelder für unsere Landkreise. Wir können uns keine verspielten Badeseen, keine Thermal-und Spassbäder, keine Formel eins Rennstrecken und hoch subventionierte Industrie-Städte leisten. Wenn bei Ihnen Alles so toll ist, dann bezahlen Sie doch ihren Lausitz-Spass selber und verbrauchen nicht das Geld und das Wasser unseres Bundeslandes. Fluten Sie ruhig die gesamte Lausitz, aber lassen Sie die Steuermilliarden von Brandenburg und von Berlin in Ruhe. Jeder Schei.... in der Lausitz, muss von Brandenburg, gegenfinanziert werden und das Geld fehlt woanders, Viele Grüße, aus Brandenburg in die Lausitz.

  2. 4.

    Hat die öffentliche Anhörung stattgefunden oder wurde hier die Genehmigung zum vorzeitigem Beginn wie auch von der BASF beantragt entsprochen?

  3. 3.

    Falls Sie noch nie in der Lausitz waren: Also der Boden hier ist ziemlich schwarz (alter Kohledreck), meine Hortensien im Garten lila und blau, die Johannis-,Erd- und Himbeerenbeeren rot. Am Tag ist der Himmel blau, die Felder grün und die Sonne scheint gelb. Der Holunder und der Jasmin blühen gerade weiß, die Mohnblumen rot. Unsere Hühner sind grau und schwarz. Ach ja, tatsächlich ist unser Hund braun.
    Einfach mal die Haupstadtsonnenbrille absetzen und genauer hinschauen, bitte.
    Ich wohne etwa 8 km Luftlinie entfernt und in den umliegenden Gemeindevertretersitzungen sitzen mehrheitlich Menschen von Parteien deren Farben schwarz, rot, dunkleres rot, grün usw. sind. Die mit den blauen Wahlplakaten, die sie vielleicht mit braun meinten, sind insgesamt in der Minderheit. Aber Sie haben Recht, die sind leider da. so wie in Berlin auch.

  4. 2.

    Und trotzdem ist die Errichtung der Kathodenfabrikationsanlage ausgesprochen vernünftig. Das ist wichtig, damit die Elektroautos eine bezahlbare Perspektive bekommen, damit die Energiewende vorangeht, damit wir einen Beitrag zur Verringerung der Umweltbelastung in Folge unserer Mobilität leisten können. Und die Förderung seitens der EU und der Bundesrepublik ist kein Almosen, sondern die notwendige Anschubfinanzierung dieser Art der Produktion. Manches geht eben nicht von alleine, und dann ist dem auch mit Appellen nicht beizukommen.

  5. 1.

    Ja, die Großunternehmen sind schlau. Immer wenn es irgendwo Geld gibt sind sie da. Auf Zuschuss des Steuerzahlers Batterieelemente herstellen und dann gleich bei Tesla verkaufen. Das bei der Herstellung giftige Substanzen anfallen stört bestimmt niemanden, denn es ist dort sowieso alles braun.

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