Das Baufeld für künftige Batteriematerialproduktion am Standort der BASF Schwarzheide GmbH (Quelle: DPA/Patrick Pleul)
Video: Brandenburg Aktuell | 13.11.2020 | Sebastian Schiller | Bild: DPA/Patrick Pleul

Millionen-Investition in der Lausitz - Spatenstich für BASF-Batteriefabrik in Schwarzheide

Am BASF-Standort Schwarzheide hat es am Freitag den ersten Spatenstich für eine Kathodenproduktion gegeben - wenn auch nur virtuell. Die neue Anlage soll dabei helfen, europäische Batterien weltweit wettbewerbsfähiger zu machen.

Für eine neue Anlage zur Fertigung von Batteriematerialien ist am Freitagmittag am BASF-Standort in Schwarzheide (Oberspreewald-Lausitz) symbolisch der erste Spatenstich gesetzt worden.

Bei einer Online-Podiumsdiskussion diskutierten Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) über das Thema Elektromobilität. Woidke befindet sich wegen einer Corona-Infektion weiterhin in Quarantäne.

Zufriedenheit bei Woidke und Altmeier

Die neue Anlage zeige, "dass klimaneutrale Produktion heute schon möglich ist, dass klimaneutrale Produktion Arbeitsplätze schafft", erklärte Woidke am Freitag. 150 neue Arbeitsplätze sollen in Schwarzheide mit dem Aufbau der Kathodenproduktion entstehen.

Bis zu 400.000 Elektroautos sollen zukünftig pro Jahr mit Material aus Schwarzheide ausgestattet werden, heißt es von BASF.

Der Chemiekonzern sei ein "traditioneller und wichtiger Player", so Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Freitag. Deshalb habe man für den Bau der Kathodenproduktion Fördermittel des Bundes zugesagt. Bund und Land stellten 165 Millionen Euro zur Verfügung, sagte Altmaier. Ziel sei, die besten und leistungsfähigsten Batterien in Deutschland und Europa zu produzieren.

In Europa würde man niemals die billigsten Batterien weltweit herstellen, aber man könne die besten, nachhaltigsten und umweltfreundlichsten herstellen, so Altmeier weiter.

EU erlaubt Milliardenzuschüsse für Batteriezellenfertigung

In Schwarzheide sollen Kathodenmaterialien hergestellt werden. Dafür erhält das Chemie-Unternehmen vom Bund Fördermittel. Der Standort ist Teil eines mehrstufigen Investitionsplans zum Aufbau der europäischen Wertschöpfungskette für Elektrofahrzeuge. Die Anlage soll nach früheren Angaben im Jahr 2022 in Betrieb gehen.

Hintergrund des Projekts ist eine Entscheidung der EU-Kommission. Demnach kann die Batteriezellenfertigung in der EU künftig mit bis zu 3,2 Milliarden Euro bezuschusst werden. Dabei geht es um die sogenannte Batterieallianz, an der sieben Staaten beteiligt sind.

Sendung: Radioeins, 13.11.2020, 6:30 Uhr

4 Kommentare

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  1. 4.

    165 Mio € : 150 Arbeitsplätze = ? Das sind aber wieder einmal links/grüne „Geschäfte“ in Brandenburg. Will man weiter der 30 jährigen Politik der „versengten“ Großprojekte folgen?

  2. 3.

    Endlich einmal gute Nachrichten aus der Lausitz. Jetzt schnellstens noch die minderwertige Braunkohle da liegen lassen wo sie ist und die tschechische LEAG auf eigene Kosten die Folgen von jahrelanger Umweltzerstörung beseitigen lassen und gut ist.

  3. 2.

    Lebt auf der Wiese nicht die gestreifte Hyänenkröte? Aber mal ganz schnell Bürgerinitiative gründen und sich an die Grashalme ketten. Einfach so Industrie schaffen geht ja gar nicht! -satire aus-

  4. 1.

    Oh mit Fördermitteln vom Bund . Und wenn die dann verbraucht sind, wird der Standort dann ganz flott wieder wegen Umstrukturierungsmaßnahmen geschlossen?

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