Fünf Arbeitsgruppen - "Wirtschaftsregion Lausitz" sammelt Ideen für den Strukturwandel

Menschen am Tisch mit Laptops (Quelle: rbb/J.Jahn)
Audio: Antenne Brandenburg | 18.02.2021 | Sebastian Oswald | Bild: rbb/J.Jahn

Ideen für den Strukurwandel in der Lausitz sind gefragt: Gesteuert werden soll dieser von der Wirtschaftsregion Lausitz (WRL), einem Zusammenschluss der Südbrandenburger Landkreise und der kreisfreien Stadt Cottbus. Noch in diesem Jahr will das Land als Mehrheitsgesellschafter einsteigen. Die WRL verwaltet das Geld, das vom Bund für den Strukturwandel fließen soll.

Schon jetzt steuert sie die Arbeit von fünf Arbeitsgruppen, die sie als Werkstätten bezeichnet. Hier wird eingesammelt, was es an Impulsen für eine Lausitz ohne Braunkohleförderung gibt. Konkret geht es in diesen Gruppen zum Beispiel um den Tourismus oder die Infrastruktur. Mit der Daseinsvorsorge und der ländlichen Entwicklung beschäftigte sich eine Werkstatt, die am Donnerstag zusammengekommen ist.

Sprecher ist Sven Guntermann von der Lokalen Aktionsgruppe Elbe-Elster. Bei ihm kommen die Ideen der Kommunen an. Viele würden derzeit ihre Industriegebieten erweitern wollen, Investoren anzulocken, berichtet er.

Stärkung des Olympiastützpunktes in Cottbus

In Cottbus würden bereits Projekte angeschoben, so der Werkstattsprecher. Um die BTU Cottbus-Senfenberg herum würden Flächen ausgewiesen, auf denen sich Forschungseinrichtungen und Industrie ansiedeln können. Es gehe aber auch um Wohnraum.

Neben den großen Schlagworten Wirtschaft, Forschung und erneuerbare Energien sei es auch wichtig, den Olympiastützpunkt in Cottbus zu stärken und den ländlichen Raum zu entwickeln, so Guntermann.

Für den Kohleausstieg und den damit verbundenen Strukturwandel stehen 40 Millarden Euro vom Bund bis 2038 bereit, nach Brandenburg sollen 10,3 Milliarden Euro fließen. Der Werkstattsprecher rechnet damit, dass das erste Geld noch in diesem Jahr für die Projekte zur Verfügung steht. Jährlich sollen es 200 Millionen Euro sein.

Extra-Mittel für Werkstätten

Für die fünf Werkstätten selbst gibt es extra Geld: Die Wirtschaftsregion Lausitz hatte zur personellen Untersetzung Fördermittel beim Bund beantragt. Laut Brandenburger Staatskanzlei ist die Arbeit der Werkstätten für zunächst vier Jahre gesichert.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) stellt für die Jahre 2021 bis 2024 insgesamt mehr als 5,3 Millionen Euro für die Arbeit der Wirtschaftsregion Lausitz bereit.

Sendung: Antenne Brandenburg, 18.02.2021, 14.40 Uhr

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