ICE-Instandsetzung ab 2024 - Cottbuser Bahnwerk kommt früher als geplant

Symbolbild: Ein ICE steht am 10.06.2021 in einer großen Wartungshalle im ICE-Werk Krefeld. (Quelle: dpa/Marcel Kusch)
Video: Brandenburg aktuell | 27.07.2021 | Phillip Manske | Bild: dpa/Marcel Kusch

Schon im Jahr 2024 sollen im neuen Cottbuser Bahnwerk ICE-4-Züge gewartet werden. Dafür wird der Baustart vorgezogen, wie am Dienstag offiziell bestätigt wurde. Rund 1.200 Stellen sollen in den nächsten fünf Jahren geschaffen werden.

Das neue Bahnwerk in Cottbus kommt zwei Jahre eher als geplant. Baustart sei schon 2022, die Bahn-Instandhaltung werde schon 2024 beginnen. Darüber informierten Bahn-Chef Richard Lutz, Bundesfinanzminister Olaf Scholz und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke am Dienstag in Cottbus. Der rbb hatte bereits im Mai über die Pläne berichtet.

Zwei Hallen geplant

Bis 2024 stellt die Bahn mehr als 500 neue Mitarbeitende ein, bis 2026 kommen noch einmal 700 neue Stellen dazu. Im Bahnwerk sollen ICE-4-Züge gewartet werden. Bahnchef Lutz sagte: "Wir brauchen dieses Werk, damit noch mehr ICE-4-Züge fahren und noch mehr Menschen die Bahn als klimafreundlichstes Verkehrsmittel nutzen können."

Bahnvorstand Pofalla, Bahnchef Lutz, Ministerpräsident Woidke und Vizekanzler Scholz in Cottbus (Bild: rbb/Wussmann)Bahnvorstand Pofalla, Bahnchef Lutz, Ministerpräsident Woidke und Vizekanzler Scholz in Cottbus Bild: rbb

An Stelle einer großen Instandhaltungshalle mit sechs Gleisen sollen jetzt zwei Hallen entstehen. So ist es möglich, das Werk früher in Betrieb zu nehmen. Zunächst kommt eine zweigleisige Halle bis 2024. Bis 2026 folgt eine weitere Halle mit vier Gleisen. In beiden Hallen sollen ganze ICE-Züge von bis zu 400 Metern Länge gewartet werden können. Zudem sollen auch Dieselloks auf Hybridantrieb umgestellt werden.

Laut Bahn bekommt Cottbus das modernste und umweltfreundlichste Bahn-Instandhaltungswerk in Europa. Es sei das erste große Vorhaben, das auf Basis des Strukturstärkungsgesetzes des Bundes finanziert werde.

Sendung: Brandenburg aktuell, 27.07.2021, 19:30 Uhr

11 Kommentare

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  1. 11.

    Als man für den Pofalla einen neuen Superjob brauchte ( Der war ja mal Kanzleramtminister ) erfand man bei der Bahn den Posten: Kontakt-Verbindungsmann zu anderen europäischen Bahnunternehmen. Pofalla ist eben ein ausgemachter "Experte"-Hauptsache der Posten bringt viel Geld. Mit dem richtigen Parteibuch sieht die Welt viel freundlicher aus.

  2. 10.

    Das wäre wünschenswert. Bislang hat sich für mich nämlich nicht erschlossen warum das Werk ausgerechnet in Cottbus gebaut werden soll, wo einmal am Tag ein IC fährt, während alle anderen bisherigen ICE-Werke in Städten stehen, die über einen ICE-Anschluss verfügen bzw. sogar Knotenpunkte von mehreren Fernverkehrslinien sind.
    Soviel Bedeutung wird Cottbus wohl nicht erlangen, aber zumindest ein ICE-Halt in Brandenburg wäre mal wieder super.

  3. 9.

    > "Yeah, immerhin bekommt Cottbus dann wohl oder übel einen ICE-Anschluss."
    Jepp! Und mehr und schnellere Gleise nach Cottbus!
    Leerfahrten macht die Bahn nur ungerne wegen planmäßiger Instanthaltungen. Die Zuggarnituren zur Instanthaltung werden in einen Fahrplan mit eingetaktet. So kommen dann auch ICEs planmäßig nach Cottbus.

  4. 8.

    Ich stimme Ihnen zu. Einst hätte man gesagt: "Wenn der Kuchen spricht, hat der Krümel zu schweigen." So wurde wohl der OB oder eine Vertretung für zu unbedeutend für diese illustre Runde angesehen(?).

  5. 7.

    Schau an, großer BAHNHOF in Cottbus! Scholz, Pofalla, und sogar Woidke mal wieder in der südlichen Provinz.
    Für Cottbus sicherlich ein MEGA-Projekt. Nur, wo sind die Cottbuser..........Stadtvertreter?
    Gehört nicht ein OB auf dieses Foto?

  6. 6.

    Yeah, immerhin bekommt Cottbus dann wohl oder übel einen ICE-Anschluss.

  7. 5.

    Die chinesischen Bahnhersteller setzen sich ohnehin durch. Gegen ein Staatsmonopol in einem Markt mit 1.5 Milliarden Kunden kommt kein europäischer Betrieb an, egal wie fusioniert.

  8. 4.

    Das EU Kartellamt hat die Fusion von Bombardier und Alstom verboten, mit dem Fazit, dass die chinesischen Bahnhersteller sich durchsetzen werden. Darüber hinaus haben die Chinesen einen Hybrid aus Hyperloop und Transrapid gebaut. Fährt ab 600 km/h. Transrapid ist die deutsche Erfindung, die die deutsche Autoindustrie verboten hat!

  9. 3.

    Erst die schnelle Verständigung auf Cell Broadcasting für Katastrophenwarnungen, nun vorgezogene Infrastrukturprojekte... Was ist denn diese Woche in der Politik los? Da passiert ja gefühlt mehr als sonst in einem halben Jahr^^

  10. 2.

    Eine sehr gute Nachricht für die Region, zumal damit auch ein Schandfleck im Bereich der Külz-Straße verschwindet und diese Investition sogar dafür sorgen soll, dass der Neubau von TRAM-Linien nach Jahrzehnten des Stillstandes wieder auf der Agenda steht. (angeblich)
    Aber bitte DB-Netz informieren, damit das Gleis von Berlin nach Cottbus dann auch befahrbar ist, bei DB-Netz weiß man schließlich nie, ob wieder mal zwischendurch plötzlich das Gleisbett erneuert werden muss... ;-)

  11. 1.

    Prima!

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