Cottbus und Spree-Neiße mögliche Standorte - Wirtschaftsregion Lausitz prüft Bau von Klärschlamm-Recyclinganlage

Symbolfoto. Draufsicht auf eine Kläranlage (Symbolfoto: dpa/Herraez Calzada)
Audio: Antenne Brandenburg | 23.07.2021 | Holger Keßler | Symbolfoto | Bild: Zoonar.com/DAVID HERRAEZ CALZADA

Im Rahmen des Strukturwandels könnte in der Lausitz eine Recyclinganlage für Klärschlamm entstehen. Die Lausitzer Wassergesellschaft LWG will dazu einen Förderantrag einreichen, hat der rbb am Freitag vom Technischen Geschäftsführer der LWG, Marten Eger, erfahren.

Zuvor werde das Projekt jedoch der Wirtschaftsregion Lausitz WRL zur Bewertung vorgelegt, so Eger weiter. Sie verwaltet die Strukturmilliarden für Brandenburg.

Als mögliche Standorte für die Anlage seien die Stadt Cottbus und der Spree-Neiße Kreis im Gespräch, sagte Eger. Bei ersten Gesprächen mit dem Land Brandenburg habe es aus Potsdam positive Signale für das Projekt egeben.

Kosten: rund 40 Millionen Euro

Hintergrund für den Bau einer solchen Anlage ist ein Gesetz, wonach Klärschlamm ab dem Jahr 2029 nur noch verbrannt und nicht mehr auf Felder oder andere Freiflächen gekippt werden darf [bmu.de]. Mit im Boot sind auch die Städte Frankfurt/Oder und Eisenhüttenstadt (Oder-Spree), die ihre Klärschlämme ebenfalls in der neuen Anlage verbrennen lassen wollen.

Im Zuge der Verbrennung wird unter anderem Phosphor aus dem Klärschlamm herausgefiltert. Dieser wird in Form von Säure zum Beispiel für die Herstellung von Autolacken genutzt.

Die Lausitzer Wassergesellschaft geht davon aus, dass es noch dieses Jahr grünes Licht für eine Finanzierung des Projekts aus den Strukturfördertöpfen geben könnte. Die Recyclinganlage soll rund 40 Millionen Euro kosten.

Sendung: Antenne Brandenburg, 23.07.2021, 8:30 Uhr

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