Werk in Lauchhammer schließt - Gewerkschaft meldet Verhandlungserfolg bei Sozialplan für Vestas-Arbeiter

Mi 22.12.21 | 16:55 Uhr
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Archivbild: Ein Mitarbeiter des Windkraftanlagenherstellers Vestas Deutschland GmbH kontrolliert in Lauchhammer (Südbrandenburg) die exakte Größe eines Rotorblattes. (Quelle: dpa/M. Hanschke)
Audio: Antenne Brandenburg | 21.12.2021 | Florian Ludwig | Archivbild | Bild: dpa/M. Hanschke

Bei den Verhandlungen über einen Sozialplan für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rotorblattherstellers Vestas in Lauchhammer (Oberspreewald-Lausitz) gibt es offenbar einen ersten Erfolg. Die Verhandlungsparteien haben sich am Mittwoch auf erste Eckpunkte verständigen können, teilte die Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) Cottbus dem rbb mit.

Man sei kurz vor dem Durchbruch, so Gewerkschaftssekretär Hannes Hauke Kühn. "Ich kann soviel sagen, dass ein sehr umfassender Betrag bereitgestellt wird, um die Nachteile der Vestas-Beschäftigten auszugleichen."

Kündigungen erst 2022

Man habe sich alle individuellen Situationen angeschaut - auch Möglichkeiten, die Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. "Und: Es wird erst im nächsten Jahr zu Kündigungen kommen", so Hannes Hauke Kühn. Der Sozialplan ist die Grundlage, um die Mitarbeiter kündigen zu können. So lange sind sie in einer bezahlten Freistellung auf Abruf, heißt es vom Betriebsrat. Die nächsten Verhandlungen sollen laut Gewerkschaft Anfang Januar stattfinden.

Vestas hat 19 Jahre lang am Standort Lauchhammer Rotorblätter produziert. Im September hatte das Unternehmen angekündigt, das Werk zum Jahresende schließen zu wollen. Davon betroffen sind rund 460 Beschäftigte.

Am 11. Dezember hat der letzte Windradflügel die Produktionshalle verlassen. Im neuen Jahr sollen einige Mitarbeiter wieder in die Werkhallen kommen, um aufzuräumen. Die Produktion bleibt stillgelegt.

Sendung: Antenne Brandenburg, 21.12.2021, 14:30 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    Vielleicht kann man ja Geld was in dieser Stadt für sinnvolle Zukunftsinvestitionen vorgesehen ist, auch diesen Mitarbeitern und deren Zukunft zu gute kommen lassen. Anstatt irgentwelche Parks oder nichtbenoetigte Museumserweiterungen zu finanzieren.

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