Spargelsaison in Beelitz eröffnet - Energiekosten und Arbeitskräfte-Mangel treiben Spargelpreise in die Höhe

Do 07.04.22 | 10:54 Uhr
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Spargelernte auf einem Brandenburger Feld (Bild: rbb/Wussmann)
Video: rbb24 Brandenburg Aktuell | 07.04.2022 | Friedrich Herkt | Bild: rbb/Wussmann)

Die Saison für das wohl beliebteste Saisongemüse der Deutschen hat offiziell begonnen. Überall in Brandenburg nun wieder Spargel gestochen. Doch die Bauern kämpfen mit Arbeitskräftemangel und Energiepreisen - der Spargel wird teurer.

Mit einem offiziellen Festakt in Beelitz (Potsdam-Mittelmark) hat in Brandenburg die Spargelsaison begonnen. In dem größten Brandenburger Anbaugebiet ist die diesjährige Ernte damit offiziell eröffnet. Bis zum 24. Juni, dem Johannistag, wird das Edelgemüse auf tausenden Hektar angebaut und geerntet.

Spargel ist laut Gartenbauverband Berlin-Brandenburg das bedeutendste Gemüse in Brandenburg - bezogen auf die Anbaufläche. Im letzten Jahr wurde auf fast 4.000 Hektar Spargel gestochen, mit guten Erträgen.

Frisch geernteter Spargel (Bild: rbb/Wussmann)
Frisch geernteter Spargel | Bild: rbb/Wussmann

Fehlende Arbeitskräfte - vor allem im Verkauf

Im Vergleich zu anderen Jahren wächst derzeit aber noch wenig unter den Folien - es war zuletzt noch zu kalt, sagt Spargelbauer Gerald Kaltschmidt aus Preschen (Spree-Neiße). Er baut auf 15 Hektar Spargel an und auch seine "Spinne", die Erntemaschine, die die Folie hochhebt, ist bereits unterwegs.

Doch die Spargelbauern haben auch in diesem Jahr Probleme, an Erntehelfer zu kommen. In Preschen arbeiten überwiegend Polen auf den Feldern, die Mannschaft ist aber noch nicht komplett, so Gerald Kaltschmidt. Große Probleme habe er aber vor allem im Verkauf. "Das Arbeitsamt hat die Hände hochgerissen und gesagt, wir haben keine Leute mehr, die bereit sind, maximal zwölf Wochen Spargel zu verkaufen."

Spargel braucht jetzt Wärme

Die fehlenden Arbeitskräfte, auch im Verkauf, sind ein großes Problem für den Spargelanbau, so Kaltschmidt. "Wir haben unwahrscheinlichen Zeitdruck, den Spargel an den Mann zu bringen. Spargel ist kein Lagergemüse", erklärt er.

Dabei ist das Vertriebsnetz des Preschener Spargels groß: bis nach Zittau und Dresden wird das Gemüse aus dem Spree-Neiße-Kreis verkauft.

Die Kunden müssen sich allerdings erneut auf steigende Preise einstellen. Der Spargel aus Preschen wird beispielsweise zehn bis 15 Euro pro Kilo kosten. Für Kaltschmidt ist das noch ein fairer Preis, vor dem Hintergrund gestiegener Lohn- und Treibstoffkosten.

Nun hofft er lediglich auf besseres Wetter. "Für den Spargel ist im Moment nur Wärme notwendig. Der Regen ist für die Natur natürlich sehr wichtig, aber wir, als Spargelbauern, brauchen jetzt Wärme und Sonne."

Sendung: Antenne Brandenburg, 07.04.2022, 14:10 Uhr

49 Kommentare

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  1. 49.

    Ich meine, nach der Spargelernte gar KEINEN Spargel mehr anbauen!

  2. 48.

    Wissen Sie; das Leben sollte auch angenehme Seiten haben. Nicht nur arbeiten oder gar schwer schindern. Noch gehören wir zum Teil der Welt, dem es ungleich besser geht als anderen. Ein schönes Spargelessen gehört dazu. Ich bedanke mich hier ehrlich bei den fleißigen Helfern. Ich selbst hatte auch mal 2 Reihen Spargel angebaut und das war schon eine Schinderei. Eine Ladung Mist zu ergattern war auch nicht leicht. Meine Ernte war nicht so wie die aus Beelitz. Dünnere Stangen und weniger. Aber es war eigener aber auch schwer verdient.

  3. 47.

    Ich meine, nach der Spargelernte gar KEINEN Spargel mehr anbauen!

  4. 46.

    "Ich habe auch nicht gemeint, zwischen 2 Ernten, sondern "nach" der Spargelernte komplett umstellen."
    Wenn man etwas schreibt oder sagt, sollte es überflüssig sein danach zu erläutern, was man gemeint hat.

    "Heist Fruchtfolge. Spargelfelder sind ja kein Wald der erst gerodet werden muss."
    Es gibt keine "Fruchtfolge". In der Tat müssen sie ihn roden, wenn sie das wollen.
    "Sie können "nach der Ernte eines Spargelfeldes" keinen Weizen anbauen, da der Spargel ein mehrjähriges Gemüse ist, dass sich den Boden mehrjährig "reserviert" hat."

    "Und mit etwas Allgemeinbildung weiss man...." Den Eindruck erwecken sie aber nicht. Sie scheinen eher nicht zu wissen wo der Spargel herkommt, den sie im Supermarkt oder am Straßenrand kaufen. Egal, Strom kommt ja auch aus der Steckdose und Wasser aus dem Wasserhahn, gell?

    "...wer die Maschinen nicht hat.." Es gibt KEINE Maschinen, die Spargel schonend und verlustfrei stechen. Es ist Handarbeit. Aber sie können gerne helfen kommen.

  5. 45.

    Nach der Ernte muss der Spargel sich erst mal regenerieren; austreiben und die Kraft der Sonne zur eigentlichen Pflanze bringen. Deshalb wird nur bis zum Johannistag Spargel geerntet.

  6. 44.

    Ich habe auch nicht gemeint, zwischen 2 Ernten, sondern "nach" der Spargelernte komplett umstellen. Heist Fruchtfolge. Spargelfelder sind ja kein Wald der erst gerodet werden muss. Wo der Spargel herkommt, kann man man auf den Verkaufsschildern lesen, oder beim Verkäufer erfragen. Und mit etwas Allgemeinbildung weiss man, Das er vom Feld kommt und von Arbeitern gestochen wird. Und wer die Maschinen nicht haben oder anschaffen können sollte, kann Lohnunternehmer beauftragen. Diese übernehmen die Arbeit mit ihren Maschinen.

  7. 43.

    Na dann klären sie die ahnungslose Community doch mal auf. Was können sie denn an Wissen beisteuern?

    Ich denke mal da wird nicht viel kommen außer ihrem sinnlosen Rumgeheule wegen der wärmedämmenden Folien, die eine Leistungs- und Erragssteigerung darstellen.
    Wie bereits ihren Mitstreitern erklärt: Sie müssen nicht wissen wo der Spargel herkommt, den sie im Supermarkt oder am Straßenrand kaufen. Strom kommt ja auch aus der Steckdose und Wasser aus dem Wasserhahn, gell?

  8. 42.

    Hier gibts mittlerweile problemlos Spargel aus Polen, beste Qualität und preislich unschlagbar.

  9. 41.

    Ach Du Schreck - Gemüseanbau ohne Plastik - das geht nun wirklich nicht… Ich frage mich ernsthaft, ob die selbsternannten Argrarwissenschaftler hier ne Idee haben, wie der Spargel gaaaanz früher so komplett ohne Menschliche Hilfe und den Plastikfolien gewachsen ist…
    Vielleicht sollte der Plastikwahn hier mal bitte nicht als unabdingbar hingenommen werden - es geht auch ohne! Das ständige Mimimi der konventionellen Landwirtschaft ist echt zum ko**en !

  10. 40.

    Der nächste (Haupt-) Städter, der keine Ahnung von der Landwirtschaft hat. Na toll. Auch sie solllten sich mit ihrer Sachkenntnis um einen Posten im Deutschen Bundestag bewerben. Das wäre genau ihr Niveau.
    Sie können "nach der Ernte eines Spargelfeldes" keinen Weizen anbauen, da der Spargel ein mehrjähriges Gemüse ist, dass sich den Boden mehrjährig "reserviert" hat.
    Aber was erkläre ich ihnen das. Sie müssen nicht wissen wo der Spargel herkommt, den sie im Supermarkt oder am Straßenrand kaufen. Strom kommt ja auch aus der Steckdose und Wasser aus dem Wasserhahn, gell?

  11. 39.

    Der nächste (Haupt-) Städter, der keine Ahnung von der Landwirtschaft hat. Na toll. Auch sie solllten sich mit ihrer Sachkenntnis um einen Posten im Deutschen Bundestag bewerben. Das wäre genau ihr Niveau.
    Sie können "nach der Ernte eines Spargelfeldes" keinen Weizen anbauen, da der Spargel ein mehrjähriges Gemüse ist, dass sich den Boden mehrjährig "reserviert" hat.
    Aber was erkläre ich ihnen das. Sie müssen nicht wissen wo der Spargel herkommt, den sie im Supermarkt oder am Straßenrand kaufen. Strom kommt ja auch aus der Steckdose und Wasser aus dem Wasserhahn, gell?

  12. 38.

    Ach Motte, selbst die Briefe von Engels haben Sie nicht verstanden und das Kapital zur Verschönerung ihres Regals reingebastelt.

  13. 37.

    Offensichtlich ist das so. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass man zu wenig unternimmt, um Langzeitarbeitslose an den Arbeitsmarkt heranzuführen.
    Ich kann ihnen nur sagen wie es praktisch aussieht. Für die Ursachen sind andere verantwortlich.

  14. 36.

    Wieso Weizen? Der hohe Preis ist rein spekulativ. Eine interessante Grafik dazu:
    https://vdg-ev.de/wp-content/uploads/2022/01/2022-01-17_D_Export-Import_20-22.jpg

  15. 35.

    Statt große Töne zu spucken "......oder machen WILL ? Spargel essen schon, Spargel stechen nein...." können sie sich doch gerne auf einem Spargelhof melden und uns im Juli von Ihren Erlebnissen beim Spargelstechen berichten.
    Immer vor an die Front, statt nur zu palavern. Man sollte sich nur zu Dingen äußern, die man kennt.

  16. 34.

    stimmt , wenn nicht die Ackerflächen mit Photovoltaikanlagen abgedeckt sind

  17. 33.

    " Es ist ein Knochenjob, den KEIN DEUTSCHER machen kann ..." oder machen WILL ?

    Spargel essen schon, Spargel stechen nein

  18. 32.

    "... Es ist ein Knochenjob, den kein Deutscher leisten kann. ..."
    Wohlstandsgeschädigt?
    Hier kann keiner mehr körperlich arbeiten?
    Da "dürfen" dann die Osteuropäer ran, weil diese es noch können oder müssen.
    Traurig.

  19. 31.

    Nach der Ernte, aus Spargelfeldern Sonnenblumen- Raps- oder Weizenfelder machen. Das wird mehr gebraucht, als Spargel! Und es kann mit Maschinen geerntet werden!

  20. 30.

    Wissen Sie, mit diesem Argument des HUNGERNS liegen Sie ja gar nicht so falsch, aber bevor Sie deswegen ein gutes Mittag als MORALISCH VERWERFLICH diskreditieren, könnten Sie zunächst mal FILMFESTSPIELE, FUßBALLWELTMEISTERSCHAFTEN oder sonstige JETSET-TREFFEN absagen.

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