Wandern quer durch Ostbrandenburg
Audio: Antenne Brandenburg | 17.08.2018 | Monika Kophal | Bild: rbb/Monika Kophal

Serie | Wandern quer durch Ostbrandenburg - Teil 12: Von Zepernick nach Bernau

Sechs Wochen lang wandern Antenne-Reporter durchs Sendegebiet. Bei ihren Touren testen sie unter anderem die Landschaft, Wegbeschaffenheit und Sehenswürdigkeiten. Heute auf dem Pankeweg von Zepernick nach Bernau im Landkreis Barnim. Von Monika Kophal

Die rbb-Wanderserie führt die Reporter sechs Wochen lang quer durch Ostbrandenburg. Immer auf der Suche nach schönen Wanderrouten. Diesmal: sechs Kilometer auf dem Pankeweg von Zepenick nach Bernau.

Die Tour startet direkt am Bahnhof in Zepenick. Von hier aus führt der Weg zunächst durch eine Wohnsiedlung. Nach etwa zwei Kilometern tauchen weitläufige Wiesen, Sträucher, Büsche und Gräser auf, vereinzelnd spenden ein paar Laubbäume etwas Schatten.

Immer wieder kreuzt die Panke den Weg, die sich an mehreren Stellen hinter meterhohen Brennnesseln versteckt. An anderen Plätzen wiederum ist das Gras so niedrig und weich, dass eine Abkühlung ohne Probleme gelingt. 

Nach der Hälfte des Weges wird die Ruhe durch eine Autobahn gestört, die sich in der unmittelbaren Nähe befindet. Doch Weiterlaufen lohnt sich, denn schon kurze Zeit später befinden sich Besucher in einem kleinen Waldabschnitt mit einem Teich. Der kleine Sandstrand dort lädt zum Verweilen ein.

Wandern in Ostbrandenburg
Bild: rbb/Monika Kophal

Der Pankeweg

Der komplette Pankeweg führt von der S-Bahn-Station Pankow in Berlin bis hin zum Bahnhof in Bernau, wo die Panke ihren Ursprung hat. Der Weg ist insgesamt 23 Kilometer lang und führt entlang des Berlin-Usedom Radfernweges.

Da auf dem Pankeweg etliche S-Bahn-Haltestellen liegen, können Wanderer wählen, ob sie ihre Tour in Pankow, Blankenburg, Karow, Buch, Zepernick oder Bernau starten wollen.

Wegbeschaffenheit und Beschilderung

Der ganze Streckenabschnitt ist asphaltiert - und damit barrierefrei. Der Weg weist keine nennenswerten Steigungen auf.

Als Orientierung dient auf dieser Strecke ein roter Balken, der regelmäßig auf Schildern und Laternen auftaucht.

Besonderheiten und Abkühlung

Da auf dem Weg nur wenig Schatten zu finden ist, bietet die insgesamt 29 Kilometer lange Panke bei den heißen Temperaturen eine gute Erfrischung. 

Das kleine bis mittelgroße Fließgewässer ist auch das Highlight dieser Tour. Nach ihr ist die Gemeinde Panketal und in Berlin der Ortsteil Pankow benannt.

Ansonsten hat die Strecke zwischen Zepernick und Bernau wenig zu bieten. Da lohnt ein Abstecher in die Bernauer Altstadt, wo es die alte Stadtmauer zu bestaunen gilt.

Wandern quer durch Ostbrandenburg
Bild: rbb/Monika Kophal

Infrastruktur und Anreise

An- und Abreise sind wie bei allen bisherigen Touren leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln möglich. Sowohl Zepernick als auch Bernau sind von Frankfurt aus mit dem Regionalexpress Nummer eins und der S-Bahn Nummer zwei erreichbar.  

Zu den Sehenswürdigkeiten in Zepernick zählen die Sankt-Annen-Kirche im Ortskern Alt-Zepernick sowie das Mahnmal im Goethepark, das an die Opfer des Faschismus erinnert.

In Bernau können sich Besucher beispielsweise das Bauhausdenkmal Bundesschule Bernau oder das älteste Wohnhaus - das Kantorhaus, das 1582/83 erbaut wurde - anschauen.

Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten sind in der Region vorhanden.

Fazit

Was diese Strecke interessant macht, ist die Barrierefreiheit. Dieser Weg lässt sich mit dem Fahrrad, dem Kinderwagen und dem Rollstuhl meistern. Ein Pluspunkt ist auch, dass der Weg direkt an der Bahnhaltestelle beginnt.

Dafür fehlt auf dieser Strecke Natur. Hier und da gibt es zwar ein paar schöne Streckenabschnitte, auf denen Gräser und weite Wiesen ein Gefühl der Ruhe vermitteln. Doch leider stören laute Straßen und Bahnverkehr diese Stille immer wieder. Ein Minuspunkt ist auch der fehlende Schatten.

 

Beitrag von Monika Kophal

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