Rauchender Auspuff eines Diesel-Fahrzeugs in Berlin
Bild: imago/Andreas Gora

Landkreise greifen gegen Stinker durch - Diesel-Autos werden stillgelegt

Absolut kein Einzelfall . Immer öfter werden Autos zwangsstillgelegt! Nicht, weil keine Versicherung oder keine Steuer bezahlt wurde. Die  Fahrzeughalter sind Opfer des Dieselskandals und haben das Software-Update des Auto-Herstellers verweigert. Solche Fälle hat es in Brandenburg schon gegeben, zum Beispiel im Barnim. Im Landkreis Märkisch-Oderland  bekommen jetzt gerade Besitzer von Autos mit Schummel-Software Post von der Verkehrsbehörde: In letzter Konsequenz sollen sie ihre Kennzeichen zur Entstempelung vorlegen, also ihren Wagen stilllegen. Erstmal sind jetzt rund 60 Aufforderungen rausgegangen, innerhalb von vier Wochen das Software-Update noch machen zu lassen. Damit hat Behördenleiter Uwe Wähner im Landkreis Märkisch- Oderland noch abgewartet.  Die Adressen der Halter hat seine Kreisbehörde vom Kraftfahrtbundesamt, das wiederrum bekommt die Update-Bestätigungen von den Werkstätten. Begründet wird die Verpflichtung zum Werkstattbesuch mit der Sicherheit im Straßenverkehr.  Der Amtsleiter sagt, dass er zum Gespräch mit Haltern bereit ist. Wenn es um die Sorge vor Motorschäden geht, müsse er aber auf die Werkstätten verweisen. Martin Rotermund hat in Strausberg eine freie Werkstatt. Einen nachweislich durchs Update beschädigten Motor hat er noch nicht erlebt - wohl aber höheren Dieselverbrauch. Der Landkreis Oder-Spree hat nach Angaben eines Sprechers schon 78 Bescheide an Diesel- Auto Besitzer versandt.  Der amtlichen Aufforderung sollte man sich nicht widersetzen. Das bestätigen auch Anwälte und raten zum UpDate.

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