ARD-Themenwoche "Zukunft der Arbeit", Die Roboter übernehmen, Foto: HR/WDR
ARD-Themenwoche "Zukunft der Arbeit", Die Roboter übernehmen, Foto: HR/WDR | Bild: HR/Pressestelle

Pepper sorgt für Unterhaltung - Roboter in der Pflege

Werden uns im Senioren und Pflegeheim der Zukunft Roboter betreuen? Wer denkt, dass das tatsächlich noch Zukunftsmusik ist, der könnte jetzt überascht sein. Denn in Erkner haben wir einen solchen Roboter getroffen. Auf dem Pflegefachtag tauschten sich am Mittwoch  Arbeitnehmer und Experten über die Zukunft der Branche aus.

Pepper klingt niedlich. Überhaupt nicht blechern. Doch der hüfthohe, weiße Roboter kann mehr als nur lustig plaudern. Er  wird künftig in der Pflege eingesetzt. Mit seinen großen  Kulleraugen, mit Stupsnase, freundlichem Mund. Und dass man dem Roboter  so ein typisches Kindchen- Schema verpasst hat, war Absicht erklärt Marketingleiter  Marc Specht. “Pepper ist ein geschütztes Design. Und es ist ganz klar mit dem Hintergrund entwickelt worden, um Berührungsängste so gering wie möglich zu halten.“ Dass viele Menschen dennoch Vorbehalte haben gegenüber Robotern, kann Marc Specht verstehen, aber er bekräftigt: „Pepper ist kein Ersatz, weder in der Pflege noch in der Versorgung, egal von welchen Menschen, aber er ist eine Unterstützung.“

Pepper will nur helfen

Denn Pflege bedeutet ja auch Nähe. Wollen wir künftig von einer kalten Roboterhand umsorgt werden? Dieter Wollenberg von der Qualitätsgemeinschaft Pflege, erzählt, dass es Menschen gibt, die sich vor allem im Intimbereich eher von einem Roboter als von einem menschlichen Pfleger waschen lassen würden. „Der Roboter ist einfach Neutraler.“Wenn also Menschen lieber Roboter mögen als Menschen, besteht dann aber nicht doch die Gefahr, dass in Zukunft Arbeitsplätze vernichtet werden? Fragt man Pepper direkt, dann hat die kleine Maschine eine direkt dafür  programmierte Antwort. „Nein, da brauchst du keine Sorgen haben. Ich will dir nur helfen, will dich nur unterstützen.“

Das könnte sogar stimmen, aus dem einfachen Grund, weil die Technik noch gar nicht so weit ist. Pepper ist vor allem zur Unterhaltung da. Aber auch das ist eine wichtige Aufgabe in der Pflege.

Beitrag von Marlene Brey

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