Waldwespe schaut in Kamera (Quelle: imago/blickwinkel)
Audio: Antenne Brandenburg Nachrichten | Bild: imago/blickwinkel

Experten warnen vor frühem Start der Wespen-Saison - Extremer Wespen-Sommer in Sicht

Experten sagen einen Wespen-Sommer voraus. Normalerweise geht es erst im August und September so richtig los. Aber durch die Saharahitze müssen wir mit einem früheren Saisonbeginn rechnen, sagt der Wespen und Hornissen-Experte Holger Ackermann aus Groß Schauen.

Der milde Winter und das schon zeitig warme Frühjahr haben den Wespen gefallen. Es konnten viele Insekten den Winter überleben und dann ideale Temperaturen zur Vermehrung vorfinden, sagt Holger Ackermann - Insektenexpterte und Imker aus Groß Schauen im Landkreis Oder-Spree. So werden wir schon mindestens im Juli - einen Monat früher als üblich - mit einer Wespenplage rechnen müssen.

Wie vertreibe ich die Wespen?

Deshalb sollten wird uns rechtzeitig auf die ungebetenen Gäste am Tisch einstellen. Bei Grillfesten und Kaffeetafeln im Freien können wir eine Schale mit etwas Marmelade und Wurst in ausreichender Entfernung platzieren. Das hält Wespen meist davon ab, die Tischgäste zu besuchen. Wespen am besten mit Wassernebel aus einer Sprühflasche ansprühen. Die Aktion soll Regen vortäuschen und die Wespen zurück in ihr Nest treiben. Auch Parfüm, Duftstoffe sowie bunte oder geblümte Kleidung sollte vermieden werden, denn dies zieht Wespen an.  

Wir streiten um die Nahrung

"Wir müssen uns deutlich machen, dass wir Nahrungskonkurrenten sind", sagt Experte Holger Ackermann. Der leckere Kirschkuchen oder die Würstchen schmecken auch den Wespen. Aber da hilft kein Schlagen oder Pusten. Die Wespen gehen im schlimmsten Fall gleich in den Angriff über. Wenn jemand besondere Angst hat und schwitzt, dann zieht das auch die Insekten an.

Allergien nehmen auch bei Hornissen zu

Deutlich zugenommen haben laut der Kaufmännische Krankenkasse die körperlichen Beschwerden nach einem Angriff von Hornissen. Knapp 30 Prozent der Betroffenen hatten in den vergangenen zwei Jahren nach Wespenstichen häufiger stärkere Entzündungen oder anderen Reaktionen. Im schlimmsten Fall kommt es zu Herzrasen, Schweißausbrüchen oder einem Bewusstseinsverlust.

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Mit Nutzung der Kommentarfunktion stimmen Sie unserer Netiquette sowie unserer Datenschutzerklärung (Link am Ende der Seite) zu. Die Redaktion behält sich vor, einzelne Kommentare nicht zu veröffentlichen.

Das könnte Sie auch interessieren

Aus Frankfurt(Oder) für Ostbrandenburg - 18. September 2019

+++vor der Bürgermeister-Stichwahl in Schönefeld+++Sanddorn-die bedrohte Frucht?+++polnische Arbeitnehmer in Berlin und Brandenburg+++Cannabisbesitz-ein Fall für's Bundesverfassungsgericht?-ein Richter in Bernau setzt sich für Legalisierung ein+++