Symbolbild: Ein Mitarbeiter der Justiz geht in einen Gerichtssaal. (Quelle: dpa/Paul Zinken)
Audio: Antenne Brandenburg | 10.07.2019 | Dorett Kirmse | Bild: dpa-Symbolbild/Paul Zinken

Drei Frauen vor Gericht - Versuchter Mord nach Sex-Abenteuer

Am Frankfurter Landgericht wurde am heutigen Mittwoch der Prozess gegen drei Frauen wegen versuchten Mordes fortgesetzt. Die Angeklagten sollen im vergangenen November mehrfach versucht haben, einen Mann aus Oegeln im Landkreis Oder-Spree zu töten. Grund für die Tat sei Rache gewesen.

Das Programm des heutigen Verhandlungstages war maßgeblich durch eine Beschwerde der Verteidigung geprägt. Diese hatte bemängelt, dass die Hauptangeklagte bei der polizeilichen Vernehmung im vergangenen November über mehrere Stunden ohne Verpflegung gewesen sei.

Um dies zu überprüfen, lud das Gericht erneut alle daran beteiligten Polizisten als Zeugen und ging die dazugehörigen Protokolle durch.

Vergiften, Erschlagen und Erstechen

Die Angeklagten sollen insgesamt fünf Mal versucht haben, den Mann zu töten, unter anderem durch Vergiften, Erschlagen und Erstechen. Das Opfer überlebte schwer verletzt.

Grund für die Tat soll ein Sex-Abenteuer mit zwei der Frauen gewesen sein, für das der Mann nicht die geforderten 800 Euro zahlte. Daraufhin sollen die Frauen laut Staatsanwaltschaft den perfiden Plan geschmiedet haben.

Auf einer Party sollen sie ihm einen Giftcocktail ins Bier gemischt haben. Dieser machte ihn jedoch nur schläfrig.

Dann sollen sie ihn in ein Waldstück nach Polen verschleppt, dort unter anderem mit einem Wagenheber auf ihn eingeschlagen und mit einem Messer auf ihn eingestochen haben. Dann sollen die Frauen versucht haben, ihn mit dem Auto zu überfahren. All das überlebte der 36-Jährige und konnte fliehen.

Angeklagte können nur schwer vernommen werden

Wie vor Gericht bekannt wurde, leiden die Angeklagten und das Opfer teils an psychischen Krankheiten und nehmen entsprechende Medikamente. Deshalb können sie sich oftmals nur schwer konzentrieren und können nicht lange vernommen werden.

Außerdem wurde bekanntgegeben, dass zwei der Angeklagten bereits ausgesagt haben. Sie haben die Tat zugegeben und die Hauptangeklagte schwer belastet. Sie sei wohl federführend gewesen.

Das Opfer, also der 36-jährige Mann, konnte sich vor Gericht kaum noch an die Tat erinnern.  

Der Prozess wird am 1. August fortgesetzt.

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