Güterverkehrszentrum (GVZ) Freienbrink in der Gemeinde Grünheide © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Antenne Brandenburg | 20.01.2020 16:40 Uhr | Klaus Lampe | Bild: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Probleme in Grünheide - Wasser für Tesla

Der Bau der geplanten Tesla-Autofabrik hat eine weitere wichtige Hürde genommen. Der Vorstand des US-amerikanischen Automobilkonzerns hat dem Kaufvertrag zugestimmt. Umso schneller müssen offene Fragen geklärt werden. Viel Zündstoff liegt im Thema Wasserver- bzw. entsorgung von Tesla.

Der Bau der geplanten Tesla-Autofabrik hat eine weitere wichtige Hürde genommen. Der Vorstand des US-amerikanischen Automobilkonzerns hat dem Kaufvertrag zugestimmt. Umso schneller müssen offene Fragen geklärt werden. Viel Zündstoff liegt im Thema Wasser-Ver-, bzw. Entsorgung von Tesla. Eine Presseinfo des Wasserverbandes Strausberg-Erkner hatte die Diskussionen kräftig angeschoben.

Wasserverband bleibt bei seiner Kritik

Der Wasserverband Strausberg-Erkner WSE hat am Montag erneut gegenüber dem rbb bestätigt: Weder die Wasserversorgung, noch die Schmutzwasserentsorgung könnten aktuell gewährleistet werden. Einwände würden von den zuständigen Behörden nicht ernst genommen. Weiter öffentlich äußern will sich der Verband derzeit nicht. Es werde auf eine Antwort seitens der Landesregierung gewartet.

Regierungssprecher Florian Engels zeigte sich optimistisch, dass alle vom WSE angesprochenen Probleme gelöst werden können. Das zuständige Landes-Umweltamt sei laufend mit allen am Genehmigungsverfahren Beteiligten im Gespräch. 

Kritik am Wasserverband

Als Bürgermeister von Grünheide sitzt Arne Christiani in der Versammlung des Wasserverbandes Strausberg-Erkner. Der Parteilose Bürgermeister kritisiert den eigenmächtigen Schritt der Geschäftsführung an die Öffentlichkeit zu gehen. Chistiani vermutet eine Retour-Kutsche des WSE an das Landes-Umweltamt. Das hatte dem Verband ein Bußgeld erteilt, weil er 2017 und 2018 mehr Trinkwasser gefördert hatte als genehmigt.

Kritik am Verhalten des Wasserverbandes Strausberg-Erkner kommt auch von Gernot Schmidt. Der Landrat von Märkisch-Oderland findet, der Schwarze Peter dürfe nicht dem Land zugeschoben werden. Es sei die ureigene Aufgabe des WSE die Probleme zu lösen und die Ver- und Entsorgung jedes Anschlusses sicher zu stellen.

Arbeitstreffen unklar

Ob es am Dienstag ein klärendes Arbeitstreffen im Brandenburger Umweltministerium gibt wollte dessen Sprecherin Frauke Zelt weder bestätigen noch dementieren. Klar ist, es laufen ständig Gespräche: Übrigens auch mit den Berliner Wasserbetrieben und zwar über die Entsorgung von Schmutzwasser in Münchehofe. Eine Lösung sei auch mit Neubau oder Erweiterung möglich. Neben Grünheides Bürgermeister Christiani ist auch Regierungssprecher Engels optimistisch das die Ansiedlung von Tesla in Grünheude nicht an der Wasser- und Abwasserfrage scheitern wird.

Die Unterlagen zur geplanten Industrieansiedlung liegen noch bis zum 5. Februar aus. Einwendungen sind danach noch bis Anfang März möglich. Am 18. März gibt es eine Eröterungskonferenz. Bis dahin sind noch viele offene Fragen zu klären.

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