Baerbock von den Grünen besichtigt Umspannwerk in Neuenhagen
Audio: Antenne Brandenburg | 06.08.2020 | Bild: rbb

Baerbock auf Sommertour in Ostbrandenburg - Grünen-Politikerin beim Netzbetreiber und im Waldbrandgebiet

Auf ihrer diesjährigen politischen Sommerreise hat die Bundesvorsitzende der Grünen, Annalena Baerbock, am Dienstagvormittag in Neuenhagen (Märkisch-Oderland) Station gemacht. Dort besuchte sie den Netzbetreiber 50 Hertz Transmission GmbH und besichtigte das Umspannwerk inklusive des neuen Transformators. Baerbock informierte sich bei der Geschäftsführung des Unternehmens über die IT-Sicherheit in Hinblick auf mögliche Hacker-Angriffe und die Sicherheit der Stromversorgung.

Dabei sollte es auch um eine mögliche politische Unterstützung für den Netzbetreiber gehen, der für die gesamte ostdeutsche Stromversorgung per Übertragungsnetz verantwortlich ist. In den Ausbau hatte 50Hertz im vergangenen Jahr fast 500 Millionen Euro investiert.

Ostdeutschland als Modell-Region

Am Rande der Besichtigung sprach Baerbock über die Versorgungs-Sicherheit am Standort, in Deutschland aber auch in ganz Europa. Dazu sagte sie dem rbb: "Wichtig ist, dass wir zu einer zu 100 Prozent erneuerbaren Versorgung kommen, was in der Region Ostdeutschland beispielhaft sichtbar ist. Der Ausbau ist nicht nur möglich und nötig, sondern auch amortiniert machbarer, als er jetzt von der Bundesregierung mit Hinblick auf den Kohleausstieg angegangen wird." Zum anderen werde in Neuenhagen sichtbar, wie wichtig die Sicherheit sei, da die Gefahren nicht mehr nur von militärischen Angriffen ausgingen.

Sicherheit für künftige Strukturen

Laut Stefan Kapferer, dem Vorsitzenden Geschäftsführer von 50 Hertz, muss die Sicherheit für das ostdeutsche Stromnetz erhöht werden. Grund dafür sei die veränderte Einspeise-Struktur. So soll in zwölf Jahren nur noch erneuerbare Energie fließen. "Das führt natürlich zu einer völlig anderen Ausgestaltung unserer Netze", so Kapferer. "Wir haben dann immer weniger konventionelle Kraftwerke und müssen zukünftig darauf achten, dass es niemandem gelingt, tausende von kleinen Erzeugungsanlagen gleichzeitig aus dem System zu nehmen." Das Netz werde in Zukunft immer stärker durch die digitale Zusammenarbeit von kleinen Produzenten und dem Netzbetreiber gesteuert, so der Geschäftsführer.

Waldbrandschutz in der Lieberoser Heide

Im Anschluss an ihren Besuch reiste Baerbock dann weiter in die Lieberoser Heide, um sich in dem immer wieder von Waldbränden betroffenen Gebiet des ehemaligen Truppenübungsplatzes informieren. Konkret sollte es um die Herausforderungen des Waldbrandschutzes angesichts der munitionsbelasteten Böden und des im Ernstfall stark brennenden Torfes der Moorgebiete gehen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 06.08.2020, 15:30 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Sehr gut, aber einen Nachhilfekurs in Physik kann so ein Besuch nicht ersetzen.

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