Bundeswehreinsatz in Mali - Storkower Soldaten in Auslandseinsatz verabschiedet

Symbolbild: Verabschiedungsappell der Bundeswehr (Quelle: dpa/Martin Schutt)
Audio: Antenne Brandenburg |08.09.2020 | Autor: Michael Lietz | Bild: dpa/Martin Schutt

Das Informationstechnikbataillon in Storkow (Oder-Spree) schickt nach zwei Jahren Pause wieder Soldaten ins Ausland. So werden nach einer zweiwöchigen Quarantäne 100 Mann nach Mali in Westafrika verlegt. Die Soldatinnen und Soldaten wurden am Dienstagnachmittag auf dem Storkower Marktplatz verabschiedet.

Kommunikation im In- und Ausland

Die Einsatzkräfte werden sich im Ausbildungs-Camp der Bundeswehr in Gao - einer Stadt im Süden Malis - um Computer und Kommunikationstechnik sowohl innerhalb des Camps, bis hin zu den Verbindungen nach Deutschland kümmern. Der erste Trupp bleibt über Weihnachten und Neujahr und wird dann abgelöst. Der Einsatz für das Informationstechnikbataillon Storkow dauert dann insgesamt ein Jahr.

Wehrbeauftragte verabschiedet Soldaten

Bei der Verabschiedung vor Ort war auch die Wehrbeauftragte des Bundestages Eva Högl (SPD). Nach einem Militärputsch im August und dem Sturz der Regierung, zählt sie Mali zu den gefährlichsten Einsatzgebieten für deutsche Soldaten im Ausland. Auch wenn es Zusagen von Seiten der malinesischen Putschisten gegeben habe, eine Zivilregierung einsetzen zu wollen, fällt Högl die Verabschiedung junger Menschen in Krisengebiete schwer.

Sie sagt: "Das habe ich schon als Abgeordnete so empfunden, dass das die schwerste Entscheidung ist, die man zu treffen hat, junge Menschen in einen gefährlichen Auslandseinsatz zu schicken. Deswegen ist es mir als Wehrbeauftragte auch sehr wichtig, hier auch persönlich vor Ort zu sein und vor allem auch zu danken, dass sie in diesen Einsatz gehen."

Kommandeurin Biefang verlässt Storkow

Die Kommandeurin, Oberstleutnant Anastasia Biefang, sieht ihre Truppe gut auf den Einsatz vorbereitet: "Das ist unser Beruf. Das ist unsere Profession. Dafür sind wir ausgebildet und das können wir auch sehr gut. Aber ja: sie gehen zu lassen ist immer schon ein sehr bewegender Moment."

Die Soldaten nach dem Einsatz wieder willkommen heißen kann Biefang allerdings nicht mehr. Sie wird im Oktober als Referatsleiterin im Kommando Cyber- und Informationsraum nach Bonn berufen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 08.09.2020, 16:40 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    Anl. des Todes des Soldaten vom 1er régiment de hussards parachutistes vor 14 Tagen. Kommt gesund und in einem Stück zurück.

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