Symbolbild - Ein leeres Klassenzimmer (Bild: dpa/Weber)
Audio: Antenne Brandenburg | 02.11.2020 16:10 Uhr | Bild: dpa/Weber

Corona am Konrad-Wachsmann-OSZ - Frankfurter Schüler müssen in Quarantäne

Erneut müssen Schüler einer Frankfurter Schule in den Heimunterricht. Ein Schüler am Konrad-Wachsmann-Oberstufenzentrum hat sich mit Corona infiziert. Die Behörden haben die Klasse in Quarantäne geschickt. Für alle anderen Schüler geht der Präsenz-Unterricht unter erschwerten Bedingungen weiter.

Am Konrad Wachsmann Oberstufenzentrum in Frankfurt (Oder) gibt es einen aktuellen Corona-Fall unter den Schülern. Das hat am Montag Schulleiter Andreas Wendt dem rbb-Studio Frankfurt (Oder) bestätigt.

Wie die Gesundheitsämter der Stadt und der umliegenden Landkreise Oder-Spree und Märkisch-Oderland am Wochenende festlegten, müssen sowohl die gesamte Klasse des Schülers und drei Lehrer nun für 14 Tage in Quarantäne.

Unterricht ab jetzt mit Mund-Nase-Schutz

Für alle anderen Schüler am Konrad Wachsmann-Oberstufenzentrum läuft der Präsenz-Unterricht normal weiter. Doch auch für sie und alle weiterführenden Schulen in Brandenburg gelten seit Montag aufgrund des bundesweiten Teil-Lockdowns erschwerte Bedingungen.

Schüler der gymnasialen Oberstufe und der Oberstufenzentren müssen nun nicht nur außerhalb des Klassenraumes eine Mund-Nasen-Abdeckung tragen, sondern auch während des Unterrichts. Der Sportunterricht ist davon ausgenommen.

Die meisten Schüler halten sich an die Regeln

Auch am Frankfurter OSZ gilt dies nun. Schulleiter Andreas Wendt kann aber ein positives Fazit für den ersten Tag mit der neu eingeführte Masken-Pflicht im Unterricht ziehen. Ab und zu müssten zwar einzelne Schüler ermahnt werden, im Allgemeinen hielten sich aber alle an die neue Anordnung, so der Schuleiter.

Im Allgemeinen haben auch die Schüler des Leistungskurses Wirtschaft Verständnis für die neue Regel, vor allem nach Bekanntwerden des Corona-Falles in einer Nachbarklasse. Allerdings müssen sich viele Schüler noch an die Maske im Unterricht gewöhnen. Einer Umfrage unter den Schülern nach fühlen sich einige von ihnen eingeengt, andere klagen als Brillenträger über eingeschränkte Sicht. Auch seien die gedämpften Stimmen der Lehrer besonders in den hinteren Teilen der Klassenräume schwerer zu verstehen, so die Schüler.

Lehrer sind von der Masken-Pflicht im Unterricht befreit

Auch Lehrerin Nadine Heinrich trägt aus Solidarität zu ihren Schülern ebenfalls eine Maske im Unterricht. Sie kommt gut damit klar, sagt sie. Nur über ihre Schüler macht sie sich Sorgen. Wenn beispielsweise eine Klausur geschrieben werden muss und höchste Konzentration erforderlich sei, dann könne sie sich vorstellen, dass einige Schüler mit der Maske Probleme bekommen könnten.

Bildungsministerin hofft auf gute Wirkung der Masken-Pflicht

In Potsdam hofft Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) auf die Wirkung der neuen Corona-Regel an den Schulen und schließt eine weitere Verschärfung nicht aus. Darüber müsse dann in zwei bis vier Wochen neu entschieden werden.

Die Bildungsministerin hofft aber auch, dass es nicht die Grundschulen trifft. Dann müssten auch kleinere Kinder, die die gerade lesen und schreiben lernen, eine Maske im Unterricht tragen.

Erneuter Fall von Corona an Frankfurter Schule

Erst im vergangenen August musste das Frankfurter Liebknecht-Gymnasium mit seinen 860 Schülern und 64 Lehrkräften wegen einiger Corona-Infektionen vorübergehend geschlossen werden. In der Folge wurde kam es zu Massentests und Unterricht im Home-Office. Auch die jetzt betroffenen Schüler des Wachsmann-OSZ, die sich in Quarantäne befinden, werden digital unterrichtet.

Sendung: Antenne Brandenburg, 02.11.2020 14:30 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    Wir haben die Info, daß die Familien der in Quarantäne gesteckten Kinder weiter zur Arbeit, Schule etc. können/müssen. Ist das nicht bissl sinnfrei, wenn die Kinder tatsächlich infiziert sind?

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