Oder-Spree - Über Surfpark in Fürstenwalde wird abgestimmt

Fürstenwalder Sport- und Spaßbad "Schwapp" (Quelle: dpa)
Audio: Antenne Brandenburg | 28.01.2020 | Autor: John-Alexander Döring | Bild: dpa

Zwei Berliner Jungunternehmer planen in Ostbrandenburg einen überdachten Surfpark für Wellenreiter zu errichten. Mögliche Standorte haben sie in den Landkreisen Oder-Spree und Märkisch-Oderland gefunden.

Fürstenwaldes Stadtverordnete müssen auf ihrer Sitzung am Donnerstag darüber entscheiden, ob das bisherige Freizeitbad Schwapp zu einem überdachten Surf-Park umgestaltet werden soll. Zwei Berliner haben mit ihrerm Unternehmen Surf Era entsprechende Pläne für das Wellenreiten mitten im Landkreis Oder-Spree entwickelt.

Die Kosten sollen bei 100-120 Millionen Euro liegen. Großinvestoren aus dem Bereich Immobilienentwicklung sollen das Projekt unter anderem finanzieren, so Eirik Randow, einer der beiden Unternehmer.

Künstliche Wellen für einen Olympiastützpunkt

Der Bürgermeister Matthias Rudolph (Bündnis Fürstenwalder Zukunft) verkündete das Projekt schon im Dezember auf einer Stadtverordnetenversammlung. Er hofft, dass sie das "weltweit einzigartige Projekt nach Fürstenwalde holen können". Es handelt sich um eine Freizeitanlage, auf der auf 16.000 Quadratmeter eine Wasserfläche entsteht und Wellen technisch erzeugt werden. Darauf können Wellenreiter dann trainieren. Da das Wellensurfen im kommenden Jahr in Tokio als olympische Disziplin bei den Spielen an den Start geht, träumt Rudolph sogar von einem Olympiastützpunkt für die deutsche Surfer-Elite in seiner Stadt.

Schwimmbad "Schwapp" müsste weichen

Die Pläne sind in Fürstenwalde umstritten, denn für die Pläne müsste das Schwimmbad "Schwapp" weichen. Für Bürgermeister Matthias Rudolph würde das Sinn machen: Denn das sei sanierungsbedürftig. Die Sanierungskosten sollen bei 20 bis 30 Millionen Euro liegen.

Doch das "Schwapp" ist nicht nur Freizeitbad, sondern wird auch für den Schwimmunterricht sowie als Trainingsort für Vereine genutzt. Das neue Projekt soll auch weiterhin eine Schwimmhalle enthalten, um eine Mehrheit unter den Stadtverordneten zu finden. Jörg Fiedler vom Kreissportbund bereitet allerdings eine mögliche lange Bauphase Sorgen. Denn während der Bauphase würde keine Schwimmhalle zur Verfügung stehen.

Auch Wellenreiten in Altlandsberg möglich

Die beiden Unternehmer haben insgesamt 100 mögliche Standorte für den geplanten Surfpark begutachtet und sich schließlich auf Brandenburg konzentriert. Neben Fürstenwalde wäre auch Altlandsberg in Märkisch-Oderland eine geeignete Alternative. Wer den Zuschlag bekommen will, sollte sich möglichst zeitnah politisch einig sein, so Eirik Randow.

 

Antenne Brandenburg: Sendung 28.01.2021, 14:10

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