Ortskern von Letschin mit Schinkel-Turm
Bild: rbb/ Melanie Manthey

Kulturerbesiegel und Politik für Familien - Letschins Bürgermeister setzt Schwerpunkte für seine Amtszeit

Umziehen und eingewöhnen muss sich der neue und alte Bürgermeister von Letschin nicht. Stattdessen will Michael Böttcher seine Projekte nach der Wahl weiter voranbringen. Er setzt auch zukünftig auf Tourismus und die Familie.

Es ist eigentlich keine große Überraschung. Michael Böttcher ist erneut zum Bürgermeister der Gemeinde Letschin (Märkisch-Oderland) gewählt worden. Als einziger Kandidat gaben 946 der Letschiner Wahlberechtigte ihre Stimme für Böttcher ab. Insgesamt 1.042 Letschiner sind zur Wahl gegangen. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 30,6 Prozent.

Oderbruch rückt zusammen

Nach 16 Jahren im Amt stehen dem alten und neuen Bürgermeister nun weitere acht Jahre bevor. Vor allem die Entwicklung des Oderbruchs soll für Böttcher Ziel der kommenden Legislatur sein. Er sagte am Sonntag dem rbb gegenüber: "Die Orte des Oderbruchs haben sich für das Kulturerbesiegel vereint und geeint. Und jetzt in müssen wir in dieser Arbeit weiter voranschreiten, um das Oderbruch in ganz Europa bekanntzumachen. Wir sind auch ein touristischer Ort und es ist wichtig, diese Idee weiter auszubauen."

Gesamtpaket für Familien

Viel Natur und wenig Menschen machten den Reiz der Landschaft nahe Berlin aus. Inzwischen ziehen laut Bürgermeister immer mehr junge Leute und Familie ins Bruch. Letschin mit den zehn Ortsteilen, einer Schule und sogar einem Oderbruchstadion sei für junge Familien attraktiv. Michael Böttcher will mit seiner Politik vor allem der Jugend beste Bedingungen bieten. "Wir sind im klassischen Sinne kein Wirtschaftsstandort. Wir möchten ein Wohnort sein. Das Gesamtpaket soll es ausmachen, dass Familien bei uns ankommen und sich wohlfühlen."

Die nächste Wahl im Blick

Selbst wenn es um seine Nachfolge geht, setzt Bürgermeister Böttcher auf die Jugend. So sieht der fast 60- jährige seine Aufgabe darin, die künftigen Bürgermeister schon jetzt bei ihrer Entwicklung in der Kommunalpolitik zu begleiten. "Es geht darum, junge Menschen zu finden, die hier mit der Heimat verwurzelt und verbunden sind, um dann auch für unsere Bürger das Beste rauszuholen."endung: Antenne Brandenburg, 18.01.2021, 14:40 Uhr

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