Einreisekontrollen in Mecklenburg-Vorpommern - Ohne triftigen Grund keine Weiterfahrt

Archivbild: An einer Zufahrtsstraße zur Ostseehalbinsel Fischland-Darß-Zingst in Mecklenburg Vorpommern kontrolliert die Polizei am 18.03.2020, ob die Fahrzeuge die Berechtigung zum Befahren des Gebiets haben. (Quelle: dpa/Bernd Wüstneck)
Bild: dpa/Bernd Wüstneck

Mecklenburg-Vorpommern hat aufgrund der Corona-Lage ein Einreiseverbot erlassen. Alle, die nicht Einheimisch sind, müssen einen triftigen Grund nachweisen, um einreisen zu können. Die Mecklenburger Polizei achtet mit Argus-Augen darauf. Von Georg-Stefan Russew

Mal eben wie gewohnt aus der Uckermark zum Einkaufen von Tantow, Mescherin oder Casekow rüber nach Mecklenburg-Vorpommern - ohne triftigen Grund, ist das nicht erlaubt. Der Landkreis Vorpommern-Greifswald hat wie die übrigen Mecklenburger Kommunen ein Einreiseverbot erlassen. Triftiger Grund ist beispielsweise, wenn "Sie zur Arbeit, einem Facharzt müssen, den es in Ihrer Umgebung nicht gibt. Oder Sie besuchen Verwandte, die zur Kernfamilie gehören. Das geht alles", erklärt Kreissprecher Achim Froitzheim. Nur sei man gut beraten, wenn man auf Vertreter der Polizei treffe, dass man entsprechende Nachweise bei sich führt.

Schriftliche Belege und Nachweise zwingend notwendig

Zusätzlich gilt für den Kreis Vorpommern-Greifswald, aber auch für die Mecklenburger-Seenplatte eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr. Um Corona-Kontrollen der Polizei abzukürzen, müssen entsprechende Papiere vorgelegt werden, sagt Nicole Buchfink vom Polizeipräsidium Neubrandenburg. Viele führten schon Nachweise von ihren Arbeitgebern mit sich, auch wenn sie nach 21 Uhr angetroffen werden. "Bei den Familien gestaltet sich das natürlich ein wenig schwieriger. Gut ist, wenn man weiß, wann die Oma Geburtstag hat und wo sie genau wohnt", sagt Buchfink. "Dann können wir das nachkontrollieren und dann ist die Sache auch ganz schnell erledigt."

Einreisekontrollen kein Selbstzweck

Anderenfalls müssten die Autofahrer umdrehen. Es drohten zunächst nur mündliche Belehrungen, sagt die Polizeibeamtin. "In heftigsten Fällen schreiben wir auch eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige und schicken diese dann an die Landkreise", so Buchfinck. Die entschieden dann über die Höhe des Bußgeldes.

Die Einreisekontrollen seien auch keine Schikane der Polizei, unterstreicht sie. Daher gebe es auch keine Extra-Kontrollstellen. Die Mecklenburger Polizei nutze den normalen Streifendienst, um zu kontrollieren, ob das Einreiseverbot eingehalten werde, sagte Buchfink. Die Kontrollen seien kein Selbstzweck. "Wir wollen die Pandemie besiegen! Das betrifft die Bewohner Mecklenburg-Vorpommerns genauso. Wir haben diesen 15-Kilometer-Radius. Jeder sollte das Möglichste tun, um gegen die Pandemie anzukämpfen."

Sendung: Antenne Brandenburg, 01.02.2021, 16:10 Uhr

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Beitrag von Georg-Stefan Russew

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