Archivbild: Netzhopper-Fanclub. (Quelle: imago images/G. Rebsch)
Audio: Antenne Brandenburg | 26.02.2021 | Robert Schwaß | Bild: imago images/G. Rebsch

Vor dem Pokal-Endspiel - Netzhoppers-Fans fiebern Volleyball-Finale entgegen

Volleyball-Fans aus Brandenburg zählen bereits die Stunden bis zum Pokal-Finale in Mannheim. Besondere Vorfreude vor dem wichtigsten Spiel der Vereinsgeschichte herrscht bei den Anhängern der Netzhoppers KW-Bestensee.

Sport-Enthusiasten auf Brandenburg schauen gespannt auf das kommende Wochenende. Denn am Sonntag steht in Mannheim das große Finale im Volleyball-Pokal an, und die Mark ist dort mit gleich zwei Teams vertreten.

Zuerst spielen ab 14 Uhr die Frauen des SC Potsdam gegen den SSC Palmberg-Schwerin aus Mecklenburg-Vorpommern. Gleich im Anschluss müssen dann die Netzhoppers Königs Wusterhausen-Bestensee gegen die United Volleys Frankfurt (am Main) ran.

Mitfiebern aus der Ferne

Für die Netzhoppers ist das Volleyball-Pokalfinale bereits jetzt das größte Spiel in der Vereinsgeschichte. Zwar ist Volleyball unter Sportfans nicht ganz so populär wie Fußball oder Basketball, doch auch hier gibt es sie: die hartgesottenen Anhänger, die hinter ihrer Mannschaft stehen. Und so richten sich im Kreis Dahme-Spree die Blicke voller Vorfreude nach Baden-Württemberg.

Wolfgang aus Bestensee sagt: "Es ist ja etwas Besonderes, auch mit unseren Frauen aus Potsdam. Zwei Brandenburger Mannschaften haben wir noch nie gehabt." Auch Anke aus Prieros kann den Sonntag kaum noch erwarten: "Wir sind schon ganz aufgeregt. Das Halbfinale haben wir schon im Internet geguckt und waren Happy. Da sind wir in der Stube an die Decke gesprungen."

Trotz Lockdown bei der Mannschaft

Normalerweise besuche sie regelmäßig die Heimspiele der Netzhoppers, sagt Anke. Doch wegen der Corona-Einschränkungen ist das derzeit ausgeschlossen. Im Schnitt kommen etwa 550 Zuschauer in die Landkost-Arena nach Bestensee. Dort sorgt der Fanclub "Netzinos" nicht nur für Stimmung, sondern hilft ehrenamtlich. Inzwischen zählt der Club 70 Mitglieder zwischen Ost- und Bodensee. Und ein paar Anhänger halten sogar während der Pandemie an ihrem Engagement fast, erzählt Netzhoppers-Fan Hans Hempel. "Es muss ja einer die Anzeigetafel bedienen. Außerdem müssen die Bänke und Bälle während des Spiels desinfiziert werden. Und das machen alles Leute von unserem Fanclub."

Einige Anhänger können so zwar den Kontakt zu ihrem Team halten, doch die Atmosphäre in der Halle fehlt, so Hempel. Zum Pokalfinale am Sonntag gegen Frankfurt hätte der 69-jährige die Volleyballer mit seinen Netzinos gerne auch in Mannheim unterstützt. "Wir können vor dem Fernseher sitzen, die Daumen zerquetschen und jeden erfolgreichen Spielzug mit einem inneren Applaus bewerten. Du kannst deine Emotionen aber nicht in die SAP-Arena übertragen."

Sieg fest eingeplant

Auch wenn keine Fans in die Arena können, freut sich Netzhoppers Außenangreifer Jan Jalowietzki nach eigenen Angaben über so viel Zuspruch vor dem Spiel. Er sagt: "Wir kriegen sehr viel Support über Social Media. Die Leute kommentieren unter unseren Beiträgen und das fühlt sich gut an."

Jalowietzki selbst sagt, er erwarte eine hochklassige Begegnung der beiden Finalisten. "Frankfurt hat Friedrichshafen geschlagen. Wir haben Berlin geschlagen. Die Fans könne sich auf ein sehr spannendes Spiel einstellen. Ich würde auf die Partie nicht wetten wollen, hoffe aber natürlich, dass es zu unseren Gunsten ausgeht."

Ginge es nach den Fans aus der Ferne, ist der Brandenburger Sieg schon sicher. „Wir werden den Pott holen“, sagt Hans Hempel. „Da lass ich gar keine Zweifel dran aufkommen.“ Doch egal, wie es ausgeht. Pokalhelden sind die Spieler aus Dahme-Spree für ihn schon jetzt.

Sendung: Antenne Brandenburg, 26.02.2021, 14:40 Uhr

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