Totes Wildschwein (Quelle: rbb/Amelie Ernst)
Audio: Antenne Brandenburg | 20.04.2021 | Sabine Tzitschke | Bild: rbb/Amelie Ernst

Insgesamt 22 bestätigte Fälle - Schweinepest breitet sich in Frankfurt (Oder) weiter aus

In den vergangenen Tagen sind 13 verendete Wildschweine im Stadtgebiet Frankfurt (Oder) entdeckt worden. Die Wildschweine sind an der Afrikanischen Schweinepest verendet, bestätigte eine doppelte Laborprüfung. Alle infizierten Schweine wurden im doppelt umzäunten Kerngebiet entdeckt, so teilte es die Amtstierärztin am Dienstag mit.

Damit liegt die Gesamtzahl der Funde in Frankfurt bei 22. Die Zäune sollen jetzt durch eine dauerhafte Verdrahtung inklusive Elektroschockschutz gesichert werden.

Fallen im Frankfurter Stadtgebiet

Im Frankfurter Kerngebiet bleibt die gezielte Jagd auf die Tiere verboten. Stattdessen werden Fallen aufgestellt, um die Tiere zu fangen und um anschließend auf kurzer Distanz zu erschießen. Außerhalb des Kerngebietes soll verstärkt nach Fallwild gesucht werden. Alle Wildschweine, die jetzt auf Straßen, Autobahnen und Bahnstrecken getötet werden, werden nun ebenfalls beprobt, um die Ausbreitung der Schweinepest kontrollieren zu können.

Nach Angaben des Verbraucherschutzministeriums hat es in Brandenburg bislang 908 Fälle der Schweinepest gegeben [https://msgiv.brandenburg.de]. Besonders betroffen seien die Landkreise Oder-Spree (528 Fälle) und Märkisch-Oderland (237 Fälle).

Sendung: Antenne Brandenburg, 20.04.2021, 11:30

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