Ein landwirt legt Mais bei Herzberg, dadurch steigt eine große Staubwolke über dme Feld auf (Foto: rbb/Wussmann)
Audio: Antenne Brandenburg | 21.04.2021 | Elke Bader | Bild: rbb/Wussmann

Märkisch-Oderland - Frühjahrsbestellung nicht beeinflusst von Schweinepest

Die Frühjahrsbestellung ist in vollem Gange. Es ist die erste, seitdem die Afrikanische Schweinepest in Brandenburg wütet. Für die Landwirte bedeutet das auch Unsicherheiten in Hinblick auf den anschließenden Verkauf.

 

Die Sonnenblumen sind in der Erde, als nächstes wird der Mais eingefügt. Die Landwirte sind Ende April mit der ersten Frühjahrsbestellung ihrer Felder beschäftigt. Mais und Sonnenblumen kommen in die Felder. Aktuell habe die Afrikanische Schweinepest keine Einschränkungen auf die Frühjahrsbestellung, sagt Henrik Wendorff vom Landesbauernverband, doch es sei nicht abzusehen, wie sich das Geschehen noch ändern könnte. "Derzeit können Landwirte alles normal anbauen, aber nach der Ernte müssen noch Bedingungen der Vermarktung geklärt werden", so Wendorff.

Fester Zaun gegen die Ausbreitung

In Märkisch-Oderland sollen jetzt feste Zäune gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest gebaut werden. Diese sollen die provisorisch errichteten Absperrungen ersetzen. Das sagte Reiner Schinkel, der zuständige Dezernent vom Märkisch-Oderland gegenüber dem rbb. Nach aktuellem Stand sind es 253 km fester Zaun, der im Landkreis zu errichten sei. Bis zum 20. Mai will der Kreis eine sogenannte weiße Zone errichten. In dem Schutzkorridor um die gefährdeten ASP-Gebiete sollen Wildschweine gejagt werden dürfen. 237 ASP-Fälle gibt es bisher in Märkisch-Oderland.

Erste Antragsteller haben Entschädigung erhalten

Erst vergangene Woche stellte das Brandenburger Landwirtschaftsministerium Richtlinien zur Unterstützung von landwirtschaftlichen Betrieben in ASP-Gebieten vor. Auch Landwirte, die statt Mais niedrig wachsende Kulturen angebaut hätten und so eine effektivere Wildschweinjagd ermöglichen, sollen mögliche höhere Vermarktungskosten erstattet bekommen.

In Märkisch-Oderland haben laut Schinkel 27 Antragsteller erste Entschädigungen von insgesamt rund 464.000 Euro erhalten. Insgesamt haben 57 Land- und Forstwirte einen Antrag auf Entschädigung gestellt. Insbesondere Landeigentümer haben Anspruch darauf und wir als Landkreis müssen die Entschädigung leisten

Jäger und Landwirte rechnen damit, dass sie noch rund zwei Jahre mit Einschränkungen durch die Schweinepest leben müssen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 21.04.2021, 14:10

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