Kulturjahr Brandenburg startet am 4.Juni - "Keine Zukunft ohne Herkunft!"

Reste der alten Borsighalle in Eberswalde. (Quelle: rbb)
Audio: Antenne Brandenburg | 11.05.2021 | Dilan Polat | Bild: rbb

Mit dem Blick in die eigene Industriegeschichte startet die Kampagne Kulturland Brandenburg. In Ausstellungen von der Prignitz bis in die Lausitz soll ergründet werden, wo der Wohlstand herkommt und wie es in Zukunft mit der Industrie weitergehen soll.

Industriekultur in Gegenwart und Vergangenheit steht im Mittelpunkt des Themenjahres von Kulturland Brandenburg. Es gehe bei der Kampagne in diesem Jahr nicht nur um einen Rückblick, sondern auch um eine industrielle Zukunftsperspektive, sagte Brigitte Faber-Schmidt, Geschäftsführerin der gemeinnützigen Brandenburgischen Gesellschaft für Kultur und Geschichte am Dienstag bei der Vorstellung des Programms. Über 40 Partnerprojekte seien beteiligt, die sich auf die Bedingungen der Corona-Pandemie eingestellt haben. Sie hoffe trotzdem auf viele Besucher, betonte sie.

"Industrie 4.0 in Brandenburg stinkt und dampft nicht"

Erörtert werde, wie sich alte Industriekultur-Standorte neu erfinden können und welche Impulse die Industriekultur für Kunst und Kultur geben könnten und umgekehrt, sagte Kulturministerin Manja Schüle (SPD). "Industrie 4.0 in Brandenburg stinkt und dampft nicht, sondern ist Innovationstreiber und High Tech-Arbeitgeber", sagte sie. Brandenburg verfüge über ein reiches industrielles Erbe, sagte Infrastrukturminister Guido Beermann (CDU). Davon zeuge der Finowkanal, die älteste noch funktionstüchtige künstliche Wasserstraße Deutschlands.

Die Eröffnung des Themenjahrs findet am 4. Juni in Eberswalde (Barnim) statt. Die Stadt gilt als Wiege der Industriekultur in Brandenburg. Von der Eisenspalterei über die Papier- bis hin zur Messingproduktion haben sich hier in der Vergangenheit viele Industriezweige angesiedelt.

Bürgermeister Friedhelm Boginski (FDP) freut sich, dass die Eröffnung an einem ganz besonderen Ort stattfindet - in der Borsighalle: "Es ist ein einzigartiger Bau, den Borsig in Berlin entwickelt hat und der dann defacto nach Eberswalde umgesetzt wurde." Diese Rundbogen-Konstruktion sei Vorbild für viele andere Bauten wie beispielsweise der Berliner Bahnhof Alexanderplatz gewesen. Boginski behauptet sogar, dass es "das Neuschwanstein" Brandenburgs sei.

Auch das Hier und Heute im Fokus

Aus der Retrospektive sollen sich Perspektiven entwickeln oder wie es Ministerin Schüle formuliert: "Keine Zukunft ohne Herkunft!" Das Themenjahr belege ja gerade die industrielle Herkunft und zeige, woher das Land seinen Wohlstand geschöpft habe, betonte sie. Gerade mit dieser Historie befassen sich mannigfaltige Ausstellungen von der Prignitz bis zur Lausitz.

Auch das Hier und Heute wird nicht ausgespart. So beschäftigt sich die Begleitbroschüre der Veranstaltungen mit der Industrie 4.0. In ihr werden die heutigen Pioniere vorgestellt, Akteure und Unternehmen, die den Strukturwandel mitgestalten, so Faber-Schmidt.

Sendung: Antenne Brandenburg, 11.05.2021, 16:10 Uhr

2 Kommentare

Wir schließen die Kommentarfunktion, wenn die Zahl der Kommentare so groß ist, dass sie nicht mehr zeitnah moderiert werden können. Weiter schließen wir die Kommentarfunktion, wenn die Kommentare sich nicht mehr auf das Thema beziehen oder eine Vielzahl der Kommentare die Regeln unserer Kommentarrichtlinien verletzt. Bei älteren Beiträgen wird die Kommentarfunktion automatisch geschlossen.

  1. 2.

    Vielen Dank für Ihre herzliche, zurückhaltende Art, uns auf einen Rechtschreibfehler hinzuweisen. Wir haben es geändert. Es grüßt eine gebürtige Dresdnerin.

  2. 1.

    "Kulturjahr Bandenburg startet am 4.Juni"

    Ihr beschissenen WESTDEUTSCHEN ARSCHLÖCHER IN DER REDAKTION seid sogar zu DUMM BRANDENBURG zu schreiben! MIT R IHR IDIOTEN! MIT R!

Nächster Artikel