Nach Fall der Priorisierung - Betriebsärzte impfen die Stahlarbeiter bei Arcelor Mittal

Der zweite Hochofen des Stahlherstellers ArcelorMittal in Eisenhüttenstadt ist wieder in Betrieb. (Quelle: rbb/Anne Schmidt)
Bild: rbb/Anne Schmidt

Beim Stahlunternehmen Arcelor Mittal in Eisenhüttenstadt im Landkreis Oder-Spree starten am Dienstag die Corona-Impfungen für Mitarbeiter durch die Betriebsärztin. Das ist möglich, weil in Brandenburg seit dieser Woche die Impf-Priorisierung nach Altersgruppen und anderen Kriterien komplett aufgehoben wurde. Laut der Arcelor-Betriebsärztin Birgit Stephan erhält das Unternehmen in Eisenhüttenstadt in der ersten Woche 252 Impfdosen des Herstellers Biontech/Pfizer. Das sagte sie am Montag auf Nachfrage des rbb. Für die Impfungen wurde ein Terminbuchssystem im Internet eingerichtet.

"Für diese und nächste Woche sind alle schon alle Impf-Termine gebucht worden", so Stephan. "Aber der dritten Woche ist es eher noch zögerlich." Da die Mehrheit der Mitarbeiter im Schichtsystem arbeitet, hätten einige Stahlarbeiter noch nicht buchen können. "Die arbeiten hier versetzt, und deshalb bin ich optimistisch, dass wir unsere geplanten Impf-Termine auch realisieren können."

Freie Termine in Impfzentren

Auch in Arztpraxen und Impfzentren kann sich nun jeder der will um einen Impftermin bemühen. In Brandenburger Impfzentren gibt es trotz Aufhebung der Priorisierung noch Kapazitäten.

Nach rbb-Recherchen gab es am Dienstag in noch mehr als der Hälfte der 14 Impfzentren offene Termine. Wer nicht an einen bestimmten Ort gebunden ist, hat derzeit gute Chancen - vor allem in Rathenow (Havelland), Prenzlau (Uckermark) und Perleberg (Prignitz), Kyritz (Ostprignitz-Ruppin), Elsterwerda (elbe-Elster) und Eberswalde (Barnim).

Die Kassenärztliche Vereinigung teilte dem rbb mit, bei den Hausärzten sei die Nachfrage dagegen nach wie vor hoch.

Sendung: Antenne Brandenburg, 08.06.2021, 06:30 Uhr

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