Zehn Jahre Zentrum für Interdisziplinäre Polenstudien Frankfurt - "Jetzt können wir freier mit Zeitzeugen sprechen"

Hauptgebäude der Europa-Universität Viadrina, Große Scharrnstraße, Frankfurt an der Oder (Quelle: dpa/Schoening)
Bild: dpa/Schoening

Das Zentrum für Interdisziplinäre Polenstudien an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) feiert am Donnerstag sein zehnjähriges Bestehen. Dort wird Polenforschung aus geistes-, wirtschafts- und sozialwissenschaftlicher Perspektive betrieben.

Aktuell beschäftige sich die Forschung mit Transformationsprozessen in Deutschland und Polen, erklärt Dagmara Jajeśniak-Quast, Direktorin des Zentrums für Interdisziplinäre Polenstudien dem rbb. Es gehe um die Frage, warum die Transformation in Ostdeutschland und Polen jeweils so unterschiedlich verlaufen sei. "Ein Grund sind die zwei Systeme", sagt Jajeśniak-Quast. "Obwohl sie sich beide sozialistisch nannten, waren sie unterschiedlich." Auch wenn sie bereits seit mehr als 30 Jahren nicht mehr bestehen, sei jetzt ein guter Zeitpunkt, den Komplex zu erforschen. "Wir können jetzt freier mit den Zeitzeugen sprechen", so die Wirtschaftswissenschaftlerin.

Collegium Polonicum wird 30 Jahre alt

Im Zentrum für Interdisziplinäre Polenstudien arbeiten zehn Mitarbeitende. Der Geburtstag wird am Donnerstag mit der Übernahme einer Patenschaft für ein Kunstwerk vor den neuen Büros gefeiert. Hier will das Zentrum den Brunnen pflegen, sodass er wieder als Trinkbrunnen genutzt werden kann.

Ein weiteres Jubiläum feiert ebenfalls am Donnerstag das Collegium Polonicum in Slubice. Die gemeinsame Wissenschaftseinrichtung der Europa-Universität und der Adam-Mickiewicz-Universität Poznań wurde vor 30 Jahren gegründet.

Sendung: Antenne Brandenburg, 17.06.2021, 14:30 Uhr

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