Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest - Frankfurt (Oder) lockert Betretungsverbote in ASP-Gebieten

Wildschweine an der Oder
Bild: rbb

Frankfurt (Oder) verzeichnet bei der Afrikanischen Schweinepest einen Rückgang der Infektionszahlen. Außerdem ist der feste Zaun an der Bundesstraße 112 fertiggestellt. Grund genug für die Stadtverwaltung, um die Betretungsverbote zu lockern.

In Frankfurt (Oder) greift seit Freitag eine neue Tierseuchen-Allgemeinverfügung. Diese soll bezüglich der Eindämmungsmaßnahmen gegen die Afrikanischen Schweinepest (ASP) Lockerungen ermöglichen.

Zutritt nur auf den Wegen

Wie die Stadtverwaltung jetzt mitteilte, ist mit der neuen Verfügung in den Bereichen östlich der Bundesstraße B112 bis zur Oder im nördlichen und südlichen Stadtgebiet das Betreten ausschließlich auf den dortigen Wald- und Feldwegen wieder gestattet. Da die Schutzzäune entlang der Bundesstraße inzwischen vollständig geschlossen sind, könne sich das Schwarzwild schlechter in Richtung Westen ausbreiten. Drüber hinaus seien in den betroffenen Gebieten weniger Infektionen festgestellt worden.

Offenen Wald-, Feld- und Wiesenflächen, etwa zum Pilze sammeln oder Drachensteigen, dürften allerdings auch weiterhin nicht betreten werden. Grund dafür ist, dass beispielsweise durch das Schuhwerk konterminiertes Material nach außen getragen werden könnte und deshalb eine Gefahr weiterer Ausbreitungen besteht, so die Stadt.

Auch im weiteren Stadtgebiet westlich der B112 in Richtung Markendorf und Helenesee gilt weiterhin ein vollständiges Betretungsverbot von Wäldern und Feldern. Das schließt auch die Wald- und Feldwege mit ein.

Weitere Regeln für Spaziergänger, Angler und Jäger

Außerdem müssen Hunde im gesamten Stadtgebiet angeleint werden. Angeln ist entlang der Oder gestattet, sofern die Angelplätze über Wege erreicht werden können. Sollten Spaziergänger auf tote Wildschweine stoßen, müssten entweder das zuständige Veterinäramt oder die Feuerwehr informiert werden.

Mit der Allgemeinverfügung wird auch die Jagd im Stadtgebiet wieder angeordnet. Jäger müssen die erlegten Tiere beproben und dürfen das Fleisch für den Eigengebrauch verwenden. Die Vermarktung und der Verkauf bleiben jedoch verboten. Karten, die Verfügung und weitere Informationen finden sich auf der Internetseite der Stadt [www.frankfurt-oder.de].

Insgesamt wurden bisher in Frankfurt (Oder) 244 ASP-Fälle durch das vom Friedrich-Loeffler-Institut nachgewiesen. Im gesamten Land Brandenburg sind es aktuell [Stand 24. Sep.] 1.725 Infektionen - die meisten mit 836 davon im Kreis Oder-Spree.

Sendung: Antenne Brandenburg, 24.09.2021

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