Frankfurt (Oder) - Entspanntere Corona-Lage im Markendorfer Krankenhaus

Eine Arzthelferin zieht in einer Praxis einer Hausärztin eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff Janssen von Johnson & Johnson gegen das Corona-Virus auf. (Quelle: Wolfgang Kumm/dpa)
Bild: dpa

Die Corona-Lage scheint in Frankfurt (Oder) scheint unter Kontrolle. Während im Klinikum Markendorf derzeit aktuell so gut wie keine Corona-Patienten behandelt werden müssen, schließt jetzt auch das Frankfurter Impfzentrum.

Frankfurt hat in Brandenburg nach wie vor die wenigsten neu gemeldeten Corona-Fälle. Die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner lag am Freitag bei 5,3. "Bei uns ist die Lage aktuell im Krankenhaus nach wie vor sehr stabil. Wir hatten über einen längeren Zeitraum keine Corona-Patienen", sage Kliniksprecherin Kati Brand. Aktuell befinde sich nur ein Patient auf Intensivstation. Die Klinik sei sehr froh, dass sich im Haus keine weiteren Covid-Patienten befänden, so Brand weiter. Im Klinikum Markendorf sind übrigens 80 Prozent der Beschäftigten vollständig geimpft. Mit einem Impfbutton machen sie darauf aufmerksam.

Landesweit sind bisher 1,4 Millionen Menschen - das sind knapp 57 Prozent der Bevölkerung - vollständig geimpft. Zudem ist der neue Richtwert für Corona-Beschränkungen, die Zahl der Krankenhauspatienten mit einer Covid-19-Erkrankung, im ganzen Land leicht zurückgegangen. Das Gesundheitsministerium in Potsdam gab den Wert je 100 000 Einwohner in einer Woche am Freitag mit 0,63 an, am Donnerstag waren es 0,87. Derzeit sind landesweit 48 Patienten mit einer Covid-19-Erkrankung in Kliniken.

Frankfurter Impfzentrum schließt

Im Übrigen schließt am Samstag das Frankfurter Impfzentrum. Ab Montag sollen die Haus-, Betriebs- und Fachärzte die Impfungen übernehmen. "Mediziner und das Klinikum Markendorf sind bereits vorbereitet", erklärte Stadtsprecher Uwe Meier. Der Andrang könne mit den in den Praxen und in der Klinik vorgehaltenen Ressourcen bewältigt werden, betonte er. Nun müsse dazu gesagt werden, dass vonseiten der Landesregierung nicht nur gesagt wurde, dass Impfzentren geschlossen werden. Es wurde auch gesagt, dass bei einem Anwachsen des Bedürfnisses durch veränderte Situationen in einigen Wochen und Monaten die Option hat, es auch wieder hochzufahren, so Meier weiter.

Keine Vorkommnisse in MOL

Ruhig geht es auch bei Impfaktionen im Landkreis Märkisch-Oderland zu, - anders als in der Uckermark, wo ein Impfbus zuletzt Polizeischutz erhielt. Nach Angaben von Landrat Gernot Schmidt hat es bisher keine Vorfälle mit Impfgegnern gegeben. "Bei Impftagen hatten wir sowas noch nie", betonte er. Klar hätten auch ihn Mails erreicht, die alles andere als schön waren. In denen würden "krude Weltverschwörungstheorien nach dem Motto verbreitet: Die Erde ist eine Scheibe und ruht auf dem Rücken von drei Elefanten. Das ist eine Minderheit in der Bevölkerung und die sind auch nicht zu bekehren", so Schmidt.

In Märkisch-Oderland sind nach Angaben des Brandenburger Gesundheitsministeriums aktuell rund 50 Prozent der Menschen erstgeimpft.

Sendung: Antenne Brandenburg, 17.09.2021, 10:30 Uhr

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