Ausflugstipp - Herbstflair lockt Wanderer in die Märkische Schweiz

Wegeweiser für Wanderer in der Märkische Schweiz
Bild: rbb

In Brandenburg hält so langsam der Herbst Einzug. Da mit den kälteren Temperaturen auch die Bade-Saison ein Ende hat, werden Wanderungen immer attraktiver. Für einen Tagestrip in der Nähe lohnt sich die Märkische Schweiz. Von Michel Nowak

Bei Freunden des Wanderns gilt die Märkische Schweiz im Kreis Märkisch-Oderland als kleines Naturparadies. Der Park zeichnet sich vor allem durch seine Schluchten, plätschernden Bäche und dem malerischen Kurort Buckow mittendrin aus. Sie ist hervorragend zu Fuß zu erkunden. Vor allem der September ist der klassische Monat, um die Wanderstiefel zu schnüren. Und selbst im ansonsten recht flachen Brandenburg ist Wandern mit Gebirgsflair in und um Buckow durchaus möglich.

Von Buckow in die Wildnis

Das Wandern spielt im einzigen Kneipp-Kurort Brandenburgs eine wichtige Rolle. Das 1.500-Einwohner-Städtchen, auch "Perle der Märkischen Schweiz" genannt, ist bei Ausflüglern traditionell beliebt. Tipps und Routen bietet die dortige Touristeninformation. "Wir werden sehr viel von Gästen genutzt, die erstmal noch nicht so ganz wissen, wo es hingehen soll oder vielleicht nicht mehr die große Runde um Schermützelsee machen wollen", sagt Leiterin Annett Kiesner.

Als Startpunkt bietet sich am besten das Naturparkzentrum am Ortsrand an. Das auch als Schweizer-Haus bekannte Holzgebäude wurde gerade wiedereröffnet und bietet beispielsweise Einblicke in Brandenburgs kleinsten Naturpark - vom Relief-Modell bis zur Tierwelt.

Schlucht in den Wäldern der Märkische SchweizWald und Wasser bei Buckow

Aber natürlich gibt es dort auch Empfehlungen für Entdecker-Touren in die Mini-Alpen der Umgebung. Drei neue Routen führen jetzt zu Natur-Höhepunkten, zum Beispiel zu erstaunlichen Schluchten. Elena Wenz, Rangerin bei der Naturwacht, empfiehlt etwa einen Marsch in die sogenannte Silberkehle. Eine Expeditionsroute, die ihrem Namen alle Ehre macht. "Es ist ein Abenteuer hier durchzulaufen. Es ist steil, nacheiszeitlich durch Erosion entstanden und wird nicht bewirtschaftet. Das heißt, man hat hier ein Gefühl von Wildnis und Urwald."

Das Brecht-Weigel-Haus: Wunderschön gelegen am Ostufer des Schermützelsees. Hier ist ein Museum eingerichtet und es finden regelmäßig Lesungen und Veranstaltungen statt., Foto: K. Marx
Das Haus von Bertholt Brecht und Helene Weigel | Bild: Antenne Brandenburg/Katrin Marx

Der "Indian Summer" lockt

Der Naturpark Märkische Schweiz ist das älteste Großschutzgebiet Brandenburgs. Nahezu alle Landschaftsformen der Mark sind hier zu finden. Und Wanderer können tatsächlich ordentlich Höhenmeter machen. Neben der Natur gibt es auch noch eine sehenswerte Stadt dazu. So bietet Buckow das Brecht-Weigel-Haus, in dem das Künstler-Paar Helene Weigel und Bertholt Brecht früher lebte. Auf dem Schermützelsee liegen zudem Ausflugsschiffe, die Gäste übers Wasser ins Grün bringen. Besonders wenn sich im Herbst die Blätter bunt färben und von den Bäumen fallen, zieht die Märkische Schweiz die Besucher scharenweise an, sagt Tourismus-Leiterin Annett Kiesner.

Sendung: Brandenburg aktuell, 24.09.2021, 19:30 Uhr

1 Kommentar

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  1. 1.

    Indian Summer vielleicht?

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