Barnim - Bernau scheitert mit Lärmschutz-Plänen an der Autobahn 11

Fr 15.10.21 | 13:44 Uhr
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Ein Lärmschutzwall an einer Autobahn (Quelle: dpa/Nicolas Armer)
Bild: dpa/Nicolas Armer

Die Stadt Bernau (Barnim) ist mit einem weiteren Antrag zum Schallschutz auf einem Teilstück der Autobahn 11 gescheitet. Das teilte die Stadtverwaltung am Donnerstag mit. Zum Schutz der Anwohner sollte dort die Geschwindigkeit reduziert werden. Die Autobahn GmbH des Bundes lehnte den Antrag jetzt ab.

Autobahn-Behörde bescheinigt ausreichenden Lärmschutz

Dabei ging es um den Bereich der A 11 zwischen Bernau Süd und dem Rastplatz Probstheide-West. Lärmmessungen hätten ergeben, dass lediglich an zwei Gebäuden im obersten Geschoss die zulässigen Lärmimmissionswerte in den Nachtstunden überschritten worden seien, hieß es zur Begründung der Behörde. Ein Tempolimit auf dem Abschnitt von 120, 100 oder gar 80 km/h für PKW sowie 80 oder 60 km/h für LKW würden insgesamt nicht zu einer wahrnehmbaren Reduzierung des Verkehrslärmes führen. Daher wiege die Freizügigkeit der täglich rund 37.000 Autofahrer schwerer als der Lärmschutz. Zudem gebe es für die angrenzende Siedlung bereits Lärmschutzwände.

Bürgermeister André Stahl (Linke) kritisierte die Entscheidung: "Für die Stadt ist die ablehnende Haltung der Autobahn Nordost nicht nachvollziehbar. Für die Menschen, die in Eichwerder, Friedenstal, Blumenhag und Waldfrieden leben, würde eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf der Autobahn in diesem Teilbereich oder entsprechend verbesserter Schallschutz eine Verbesserung der Lebensqualität bedeuten."

Die Stadtverwaltung wolle nun weitere Möglichkeiten prüfen, um die Lärmsituation für die Anwohnerinnen und Anwohner zu verbessern.

Sendung: Antenne Brandenburg, 15.10.2021

6 Kommentare

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  1. 6.

    Sie werden unterm Marktpreis enteignet, wenn Sie mal kurz „nur“ 120 fahren sollen? Ham Se’t nich ’ne Numma kleena?

  2. 5.

    Typisch: Eisenbahnstrecken werden eingemauert, dass man sich wie im Tunnel fühlt, aber den heiligen Autofahrern ist es nicht zuzumuten, dass sie mal kurz ein bisschen Gas wegnehmen.

  3. 4.

    Gut geschrieben. Es erstaunt auch nicht, dass diese komische Denke von den Linken unterstützt wird. Dieses "Rechtsverständnis" ist einfach unglaublich.

  4. 3.

    Was sollen denn die Anwohner des Stadtrings im Bereich Westend sagen, nicht zu fassen.

  5. 2.

    Klingt nach einer Enteignung zum NICHT Marktpreis. Zum Wohle der Allgemeinheit.
    Man erlebt das immer und überall.. die Leute ziehen an eine Hauptverkehrsstraße, an eine Autobahn oder Bahntrasse oder Flughafen und dann.... sind die anderen Schuld und sollen Abhilfe schaffen. Die Platz da, hier komme ICH Mentalität erleben wir in allen Lebensbereichen.

  6. 1.

    Damit man gut von und nach Berlin kommt sollte auf der Autobahn ein Tempolimit von mind. 150 kn/h gelten. Die Autobahn war schon immer dort, warum zieht man neben eine Autobahn, wenn man Ruhe will. Vielleicht sollten hier die betroffenen ins schöne Strausberg umziehen anstelle die Autofahrer hier mit unnötigen Tempolimits für ihr eigenes Unvermögen bestrafen zu wollen. Das ist wie damals in Belrin als alle in den Prenzlauer Berg zogen und dann die Clubs rausekelten.

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