Grenzübergreifendes Festival - Die Transvocale findet wieder in Frankfurt (Oder) und Słubice statt

Do 18.11.21 | 14:30 Uhr | Von Jonas Metzner
transVOCALE, Foto: T. Pilarski
Audio: Antenne Brandenburg | 18.11.2021 | OT Nora Weise | Bild: T. Pilarski / MUV FFO

Das dreitägige Festival Transvocale findet dieses Jahr wieder an der deutsch-polnischen Grenze statt. Die Veranstaltung möchte grenzüberschreitend sein über Länder, Generationen und Jahrhunderte hinweg. Von Jonas Metzner

Nach coronabedingter Pause im letzten Jahr bringt das grenzübergreifende Festival wieder gute Laune in den tristen November von Frankfurt (Oder) und der benachbarten polnischen Stadt Słubice. Am Donnerstag geht es los, bis Samstag präsentiert das Festival Acts aus der aktuellen Szene der Weltmusik, des Chansons, Pop und Rock. Jeden Abend sind kostenlose Aftershow-Konzerte geplant.

Es ist bereits die 17. Festivalauflage, 10 Jahre schon bringt die Transvocale eine musikalische Weltreise nach Ostbrandenburg. Über 200 Bands und Künstler aus mehr als dreißig Ländern und fünf Kontinenten kamen bis jetzt nach Frankfurt, pro Festival konnte man um die 4.000 Zuschauer begrüßen. Die diesjährigen Austragungsorte sind das Kleist Forum, die Konzerthalle Carl-Philipp-Emanuel-Bach, die Kulturmanufraktur Gerstenberg und das SMOK in Słubice.

Musik zwischen den Städten und Generationen

Nora Weise, die Pressesprecherin des Kleist Forums, kündigt an, dass es eine richtig bunte Mischung aus Musikstilen aus allen Zeiten und sogar Epochen geben werde. "Und natürlich wieder die Möglichkeit Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Welt hier hautnah zu erleben", so Weise. Für das Programm ist Daniel Zein aus Gera verantwortlich, er ist der Nachfolger von Bernhard Hanneken und kuratiert das Festival zum ersten Mal. Er sagt gegenüber dem rbb: "Grundlegendes Thema ist die Kraft der Musik im Sinne der Verständigung".

Die Transvocale, wie es der Name schon sagt, steht für Musik als übergreifendes Element zwischen den beiden Städten - Frankfurt Oder und Słubice." Ebenso sieht Zein darin auch die Musik als Verbindung zwischen Generationen und zwischen den Jahrhunderten. Ein Beispiel dafür sind die Festival Acts am Donnerstag mit Gisbert zu Knyphausen und Kai Schumacher, die im Kleist Forum Neuinterpretationen des Komponisten Franz Schubert spielen.

Weitere Acts sind beispielsweise der Berliner Poet und Geschichtenerzähler Max Prosa, der portugiesische Künstler Omiri, das polnisches elektronische Duo Linia Nocna und die sizilianische Sängerin Etta Scollo. Das Eröffnungskonzert am Donnerstag eines deutsch-polnischen Musikprojekts unter dem Motto "The Bridge is over" beschäftigt sich mit der Frage, ob die Grenzschließungen dem künstlerischen Austausch zwischen Deutschland und Polen geschadet haben.

Unterschiedliche Corona-Regeln in Deutschland und Polen

Die seit Montag geltenden 2G-Regeln in Brandenburg sind keine böse Überraschung für die Veranstalter, man hatte das Festival schon lange nach 2G geplant, um den Gästen das Tanzen zu ermöglichen.

Auf die Vielzahl der internationalen Künstler haben die gestiegenen Corona-Zahlen keinen Einfluss. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt: Auf Grund von unterschiedlicher Corona-Regelungen gibt es dieses Jahr kein länderübergreifendes Festivalticket. In Polen gilt keine 2G-Regelung, dafür Masken und Abstandsregeln.

Laut Veranstalter Daniel Zein sei das Hygiene-Konzept der Transvocale gut durchdacht und so ausgelegt, dass es den Besuchern auch ein sicheres Gefühl gebe. Tagestickets und Festivalpässe gibt es an der Kasse im Kleist Forum, in der Deutsch-Polnischen Tourist-Information oder sind online erwerbbar [transvocale.eu].

Sendung: Antenne Brandenburg, Antenne am Nachmittag, 18.11.2021, 14:10

Beitrag von Jonas Metzner

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