Eberswalde sagt zwei Veranstaltungen ab - Weitere Weihnachtsmärkte in Ostbrandenburg abgesagt

Mo 22.11.21 | 12:27 Uhr
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Angermünder Gänsemarkt, Foto: R. Mundzeck
Audio: Antenne Brandenburg | 19.11.2021 | Martina Rolke | Archivbild: Tourismusverein Angermünde e.V. / R. Mundzeck | Bild: Tourismusverein Angermünde e.V. / R. Mundzeck

Weitere Weihnachtsmärkte und Adventsaktionen werden in Ostbrandenburg nicht stattfinden. Im Eberswalder Stadtzentrum sowie im Brandenburgischen Viertel werden die Weihnachtsmärkte wegen der Corona-Situation abgesagt, das teilte die Stadt Eberswalde am Montag mit. "Angesichts der dramatisch steigenden Zahlen an Corona-Infektionen ist es uns als Stadtverwaltung wichtig, die Gesundheit aller Menschen zu schützen", so die Erste Beigeordnete Anne Fellner.

Auch der Adventsmarkt in der Frankfurter Marienkirche wird 2021 nicht durchgeführt werden. Für den Weihnachtsmarkt auf dem Brunnenplatz in Frankfurt (Oder) hat die Stadt noch einmal die Corona-Maßnahmen verschärft. Dort gilt jetzt die 2G-Regelung. Zugang haben nur Geimpfte und Genesene.

Die Stadt Angermünde (Uckermark) und die Gemeinde Schorfheide (Barnim) haben ihre diesjährigen Weihnachtsmärkte abgesagt. Das haben die Verwaltungen am vergangenen Freitag mitgeteilt. Auch der Kinderweihnachtsmarkt der Städtischen Werke Angermünde wurde bereits vor einigen Tagen abgesagt. Grund dafür sei die aktuelle Corona-Situation mit steigenden Infektionszahlen.

Situation lasse keine andere Wahl

Wie bereits im vergangenen Jahr ließen die derzeitigen, weiter steigenden Corona- und Inzidenz-Zahlen eine Ausrichtung des Angermünder Gänseweihnachtsmarktes nicht zu, wie es von Seiten der Stadtverwaltung heißt. "Die momentane Entwicklung der Infektionen mit Covid-19 lässt uns keine andere Wahl", sagt Christian Radloff, stellvertretener Bürgermeister in Angermünde. Die Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen) lag am Sonntag in der Uckermark bei 612,3. Eigentlich sollte der Markt mit der 3G-Regelungen vom 2. bis zum 5. Dezember auf dem Angermünder Marktplatz stattfinden.

Ursprünglich hätte die Veranstaltung bereits im vergangenen Jahr ihren 20. Geburtstag feiern sollen. Die Enttäuschung sei daher bei den Organisatoren groß, wie die Geschäftsführerin des Tourismus-Vereins, Johanna Henschel, rbb sagt: "Wir haben bis zuletzt gehofft, dass wir in diesem Jahr den 20. Geburtstag von unserem kleinen, gemütlichen, genussvollen Gänseweihnachtsmarkt feiern können." Dennoch bleibe den Veranstaltern angesichts der momentanen Situation keine andere Wahl, als den Markt erneut und diesmal auf das kommende Jahr zu verschieben.

Unter 2G sei Gänsemarkt nicht möglich

Der Tourismus-Verein hätte unter den bisherigen 3G-Regelungen – mit einem eingeschränkten Zugang nur für Geimpfte, Genesene und Getestete – nach eigenen Angaben eine schöne stimmungsvolle Atmosphäre auf dem Marktplatz bieten können. 3G sei aber nicht mehr auf dem engen Marktplatz möglich. Und: "Wir denken einfach, dass das mit 2G (einem Zugang nur für Geimpfte und Genesene, Anm. d. Red.) nicht funktioniert hätte", sagt Henschel. Daher sei die Entscheidung, den Gänsemarkt auch in diesem Jahr ausfallen zu lassen, schweren Herzens gefallen.

Gesundheit aller schützen

Auch die Gemeinde Schorfheide sagte am Freitag sämtliche Weihnachtsmärkte in den Ortsteilen Lichterfelde, Groß Schönebeck, Finowfurt und Altenhof sowie das Neujahrsblasen am Askanierturm in Eichenhorst für dieses Jahr ab. Das habe der Corona-Verwaltungsstab in Abstimmung mit den jeweiligen Ortsvorstehern entschieden, wie es aus der Gemeindeverwaltung hieß.

"Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, aber die gegenwärtige Pandemie-Entwicklung lässt uns keine Wahl", sagt Schorfheides Bürgermeister Wilhelm Westerkamp (Bündnis Schorfheide). Angesichts der täglich steigenden Infektionszahlen wäre die Veranstaltung ein falsches Signal, wie es weiter heißt. Es gelte jetzt, die vierte Corona-Welle zu brechen und eine Überlastung des Gesundheitsweisen im Land zu verhindern. "Wir müssen die Gesundheit aller schützen", sagt Westerkamp

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Sonntag im Barnim laut Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 365,1.

Sendung: Antenne Brandenburg, 19.11.2021, 16:10 Uhr

Mit Material von Martina Rolke

1 Kommentar

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  1. 1.

    Das ist gut. Die Gesundheit schützen. Glühwein und fettige Bratwurst sind ungesund.

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