Ladengeschäfte in Brandenburg - Der gelbe Impfpass reicht nicht

Do 02.12.21 | 18:40 Uhr
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Symbolbild: Eine ältere Dame, über 80 Jahre alt, einer Risikogruppe, zeigt Ihren Impfpass mit den beiden Impfaufklebern von Biontech. (Quelle: dpa/Fleig)
Bild: Antenne Brandenburg | 02.12.2021 | Audio: Bärbel Lampe

In Brandenburg dürfen Kunden Ladengeschäfte (außer Lebensmittelgeschäfte) nur mit einem Impf- oder Genesenennachweis (2G-Regel) betreten. Doch der gelbe Impfausweis in Papierform wird dafür nicht akzeptiert. Vorzeigen sollen die Kunden stattdessen einen digitalen Impfausweis auf dem Smartphone oder einen Zettel mit QR-Code. Gerade für ältere Menschen ist das oft problematisch.

Ältere Menschen hadern mit neuen Impfnachweisen

Im Gespräch mit dem rbb erzählt eine Frankfurterin in einem Einkaufszentrum, dass sie sich mit ihrer 86-jährigen Mutter im Rollstuhl nicht mehr in die Läden traut. Tatsächlich steht hier an fast jeder Ladentür ein Schild mit der Aufschrift "2G". Eine Verkäuferin erzählt, dass vor allem ältere Kunde damit hadern würden: "Sie wissen es nicht und sind erstmal ein bisschen erschrocken. Viele sind über 80."

Doch jede Apotheke in Brandenburg druckt den digitalen Impfnachweis auf einem Zettel aus ­– damit steht den Weihnachtseinkäufen nichts mehr im Wege. Interessierte müssen mit ihrem Personalausweis und dem gelben Impfausweis in die nächste Apotheke, um den Zettel mit dem QR-Code zu erhalten.

Impfwillige können sich unter anderem in den wiedereröffneten Impfzentren ­– zum Beispiel ab kommenden Freitag in Frankfurt (Oder) – gegen das Coronavirus impfen lassen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 02.12.2021

6 Kommentare

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  1. 6.

    Was soll dieser Digitale Impfnachweis bringen? Wenn einer mit einem gut gefälschten Ausweis zur Apotheke geht bekommt er den Digitalen. Wo gehen die Daten hin?

  2. 5.

    Die Aussage stimmt so nicht. Auch der „Zettel“ mit dem QR-Code ist ein digitaler Impfnachweis. Ohne QR-Code kommt man in Berlin bei 2G nirgends mehr rein. Und… auch diejenigen, die nicht in Deutschland geimpft wurden, bekommen ein Impfzertifikat ausgestellt, wenn der Impfstoff in der EU zugelassen ist…also Moderna, Astra Zeneca u Biontech.

  3. 4.

    Ich sehe nicht ein, daß Imfausweise nicht anerkannt werden. Das sind offizielle Dokumente.Man muß den Leuten nicht das Leben schwer machen, indem man diesen zusätzliche Wege aufbrummt. @2: Vielemenschen sind aus beruflichen Gründen oder wegen einer Ausbildung in D. Warum wollen Sie diese rausschmeißen?

  4. 3.

    Es gibt Menschen, die haben Familie in anderen Ländern, die nach 2 Jahren ihre Familie mal wieder sehen wollen. Nichtsdestotrotz, Berlin hat es mittlerweile eingesehen und dort genügt der Zettel statt digitales Impfzertifikat.

  5. 2.

    Sehe ich nicht so, was soll denn ein nicht EU Bürger momentan hier? Aktuell sollte man mit seinem A. in seinem Land bleiben. Ich glaube die Zahl ist so gering, die das betrifft... dann müssen die eben online shoppen... Im Moment haben wir andere Probleme finde ich.

  6. 1.

    Das ist in dem Sinne interessant, das Nicht EU-Bürger in Deutschland gar kein Zertifikat ausgestellt bekommen, nicht mal wenn sie in ihrem Heimatland mit einem hier zugelassenen Impfstoff geimpft wurden. Mein Cousin war Gottseidank vorher in Paris, dort konnte man sich gegen eine Gebühr, problemlos das EU Zertifikat in der Apotheke ausstellen lassen. Hier muss Deutschland definitiv nachbessern, wenn sie schon 2G einführen.

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