Pandemie-Effekt - Sanierung des Frankfurter Rathauses wird teurer als geplant

Di 07.12.21 | 14:01 Uhr
Rathaus Frankfurt Oder
Bild: rbb

Seit Ende 2019 wird das Frankfurter Rathaus saniert. Anfang 2023 sollte es eigentlich fertig sein. Doch die Sanierung wird länger dauern und auch mehr kosten als die ursprünglich veranschlagten knapp 27 Millionen Euro. Schuld ist unter anderem die Corona-Pandemie, sagt ein Vertreter der Stadt gegenüber dem rbb.

Rund zwölf Prozent Kostensteigerung der Gewerke

Ein Stadtsprecher sagte gegenüber dem rbb, dass durch die Pandemie eine Kostensteigerung zwischen 30 und 140 Prozent in den einzelnen Gewerken stattfinde. Durch verschiedene Maßnahmen, habe die Stadt laut eigener Aussage, die Steigerung aber gering mit durchschnittlich zwölf Prozent halten können. "Aber es wird Mehrkosten geben, die Politik hat uns eine weitere Millionen bereitgestellt, damit wir das abfangen."

Wann die Arbeiten am Frankfurter Rathaus abgeschlossen ist, kann derzeit noch nicht gesagt werden.

Einsturzgefährdete Räume

Weil das Rathaus von Frankfurt (Oder) dringend saniert werden musste, zogen alle Mitarbeiter 2019 um. Die Büros von 72 Angestellten wurden teilweise in den Oderturm verlegt. Die Sanierung des denkmalgeschützten Rathauses sollte mindestens drei Jahre dauern.

Das Rathaus entstand kurz nach der Stadtgründung 1253 als damals zweigeschossiger Hallenbau mit Ratsstube und Gerichtslaube im Stil der norddeutschen Backsteingotik. Im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, wurde das Wahrzeichen der Stadt wieder aufgebaut. Seit 1978 wurde das Baudenkmal nicht mehr grundlegend saniert. Die oberen Etagen des Rathauses seien vor der Renovierung seit langem baurechtlich gesperrt gewesen, sagte ein Stadtsprecher. Bei den Etagen darunter sehe es ähnlich aus. Der Stadtverordneten-Ssitzungssaal sei bereits seit Jahren aufgrund akuter Einsturzgefahr gesperrt.

Sendung: Antenne Brandenburg, 07.12.2021, Regionalnachrichten, 15:30

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