Frankfurt (Oder) - Oderhähne verkünden "Ladies Night"

Do 06.01.22 | 16:01 Uhr
Symbolbild: Die Oderhähne - in Frankfurt an der Oder. (Quelle: imago/Jürgen Hanel)
Audio: Antenne Brandenburg | 06.01.2022 | Julian von Bülow | Bild: imago/Jürgen Hanel

Donnerstagabend startet das Frankfurter Kabarett und Satiretheater "Die Oderhähne" mit einem neuen Stück ins neue Jahr. Trotz des Titels "Ladies Night" richtet es sich auch ausdrücklich an Männer.

Alltäglich ist es sicherlich nicht, was Regisseurin Dagmar Gelbke da auf die Bühne bringt, etwa "wenn im Arbeitsamt ein Antrag herausgegeben wird, wonach Angestellte eine Ausbildung als Stripteastänzer belegen können".

Was hat Striptease mit Fußball zu tun?

So beginnen also vier arbeitslose Männer auf Anraten des Jobcenters, zu strippen. Doch das will gelernt sein. Damit das mit der Choreografie wirklich klappt, müssen die Männer erst einmal verstehen, was sie eigentlich machen sollen: "Seit einer Woche proben wir an einer verfickten Stelle", sagt ein Charakter der Aufführung. "Ja, weil Du mich an der verfickten Stelle immer schubst", entgegnet sein Gegenüber. "Weil Du immer in die falsche Richtung läufst", sagt der erste Charakter. "Nee, weil ich nicht der Einzige bin, der Probleme mit der Herum-Hopserei habe", erwidert das Gegenüber. Da schaltet sich Mann Nummer drei in den Diskurs ein. "Jungs! Ich erklär es Euch: Es ist wie Bayern gegen Union. Ihr beiden seit die Innenverteidigung. Und Ihr seid da vorne. Ich bin der feindliche Stürmer, der jetzt angreift und ihr lasst mich jetzt ins Abseits laufen. Okay? Ich mache es euch einmal vor. Gucken: Eins, zwei, drei – Schiri – Abseits – Tor – Okay? Und jetzt alle zusammen!“

Große Intimität aufgrund der Bühne inklusive

Fußball-lastig wird das Stück auf Basis des gleichnamigen Theaterstücks von Stephen Sinclair und Anthony Mc Carten aber nicht. Das kennt man hierzulande eher wegen der Filmkomödie "Ganz oder gar nicht" von 1997. Denn Stimmung dürfte vor allem durch das Tanzen im Kellergewölbe des Rathauses aufkommen. Die kleine Bühne dort gleicht dabei eher einem Laufsteg mit der Atmosphäre eines Jazzclubs. "Diese Form der Bühne in dieser Intimität ist mir neu, aber sehr spannend, weil es durch diese Nähe ein anderes Flair hat. So ein Stück wie 'Ladys Night' auf diese Bühne zu bringen, ist äußerst spannend", sagt Schauspieler Matthias Manz.

Ob sämtliche Hüllen fallen, bleibt abzuwarten

Gerade in den ersten Reihen dürfte die Hitze zu spüren sein, die vier Männer ausstrahlen. Aber stehen die "vier kleinen Schwänzchen", wie sie sich nennen, am Ende wirklich nackt auf der Bühne? "Ich würde mal sagen, dass man sich überraschen lassen sollte. Geplant ist es. Ob nun die Technik so funktioniert, wie wir es uns wünschen, das werden wir sehen", sagt Regisseurin Dagmar Gelbke.

Wer auf den Geschmack gekommen ist: Donnerstagabend ist die Vorpremiere im Rathauskeller zu sehen. Am Freitag folgt dann die Premiere.

Sendung: Antenne Brandenburg, Antenne am Nachmittag, 06.01.2022, 15:10 Uhr

Mit Material von Julian von Bülow

 

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