Barnim | Uckermark - Brandenburg will bei der Wasserstoff-Erzeugung "Tempo machen"

Mi 06.04.22 | 15:51 Uhr
Archiv: Ein Wasserstoff-Tank steht im Enertrag-Hybridkraftwerk in Brandenburg. Im Enertrag-Hybridkraftwerk wird grüner Wasserstoff aus Windstrom hergestellt und in das Gasnetz eingespeist. (Quelle: Fabian Sommer/dpa)
Audio: Antenne Brandenburg | 06.04.2022 | Jörg Steinbach | Bild: Fabian Sommer/dpa

Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) hat am Mittwochvormittag in Prenzlau (Uckermark) den Startschuss für das Projekt "Wasserstoffregion Uckermark-Barnim" gegeben. Die beiden Landkreise sollen eine Vorreiterrolle bei der Erzeugung von umweltfreundlichem Wasserstoff als Energieträger spielen, derzeit laufen dort schon mehrere Projekte.

Dem rbb sagte Steinbach am Mittwoch, man müsse bei dieser Technologie "Tempo machen". Wasserstoff werde gerade in der derzeitigen Situation als Energiespeicher gebraucht. Er hoffe, dass durch entsprechende nationale und EU-Förderprogramme bald mehr Anreizsysteme für die Wasserstoff-Erzeugung geschaffen werden. Für Brandenburg insgesamt erwarte er, dass in fünf Jahren bereits Wasserstoff in einer Größenordnung von zwei bis drei Terrawatt-Stunden produziert wird.

Steinbach sprach sich zudem erneut für mehr staatliche Kontrolle der PCK-Raffinerie in Schwedt aus, die in der Hand des russischen Konzerns Rosneft liegt. Derzeit gebe es dazu im Bundeswirtschaftsministerium eine Arbeitsgruppe, an der auch sein Haus beteiligt sei. Man versuche, verschiedene Szenarien durchzuspielen. Den PCK-Beschäftigten wolle er aber das Gefühl geben, "dass wir sie auf dem Radar haben und dass wir uns um sie kümmern", so Steinbach.

Sendung: Antenne Brandenburg, 06.04.2022, 13:30 Uhr

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