Zukunft der Raffinierie in Schwedt - Ministerpräsident Woidke bekräftigt Unterstützung für PCK

Di 05.07.22 | 13:01 Uhr
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Germany, Schwedt, Brandenburg, Raffinerie PCK in Schwedt, die 6 groesste Raffinerie Deutschlands (Quelle: IMAGO / Frank Ossenbrink)
Audio: Antenne Brandenburg | 05.07.2022 | Michel Nowak | Bild: IMAGO / Frank Ossenbrink

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sieht langfristig gute Chancen für die PCK-Raffinerie in Schwedt im Bereich alternativer Kraftstoffe. Bei einem Bürgertalk am Montagabend bekräftigte er seine Unterstützung für die PCK und Schwedt.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) sieht langfristig gute Chancen für die PCK-Raffinerie in Schwedt (Uckermark) im Bereich alternativer Kraftstoffe. Am Dienstag sagte er radioeins vom rbb, dass schon seit drei Jahren am Standort an synthetischem Kerosin auf Basis erneuerbarer Energien gearbeitet werde. Das müsse jetzt von der Probephase in die industrielle Phase überführt werden. Außerdem gebe es Unternehmen wie die Verbio GmbH, die schon lange auf dem Gelände der PCK-Raffinerie Bio-Ethanol produzieren.

Insgesamt gebe es eine gute Basis für die mittel- und langfristige Entwicklung des Standorts. Kurzfristig müsse aber darum gekämpft werden, dass die Fachkräfte ihre Arbeit behalten, so der Ministerpräsident. Außerdem bekräftigte er seine Forderung nach Unterstüzung vom Bund, falls wegen des geplanten Öl-Embargos gegen Russland die Raffinerie nicht mehr vollständig versorgt werden kann.

Bürgerdialog in Schwedt informiert über Zukunft der PCK

Woidke hatte sich am Montagabend den Fragen von rund 200 Schwedterinnen und Schwedtern im Rahmen des Bürgertalks "Zukunft Jetzt" an den Uckermärkischen Bühnen gestellt. Er bekräftigte noch einmal sein Bekenntnis zum Standort: "Wir stehen bereit Schwedt und das PCK zu unterstützen." Das gemeinsame Ziel müsse es sein, die Wirtschaftskraft und damit die Zahl der Arbeitsplätze im Industriebereich zu erhalten.

Verbio-Chef Claus Sauter erläutere am Montagabend sein Interesse an der PCK. Ein Grund dafür seien auch die vielen landwirtschaftlichen Flächen in der Umgebung: "In Deutschland gibt es mit Sicherheit keine Raffinerie und in Europa fällt mir auch keine ein, die ähnlich gute Voraussetzungen hat, wenn es darum geht, irgendwann erneuerbare Moleküle zu produzieren."

Neben dem Leipziger Biokraftstoffhersteller Verbio zeigten bereits das uckermärkische Windenergieunternehmen Enertrag und die österreichische Alcmene-Gruppe Interesse an der PCK.

 

Sendung: Antenne Brandenburg, 05.07.2022, 07:30 Uhr

Mit Material von Michel Nowak

3 Kommentare

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  1. 3.

    "Bis vor Kurzem nah Woidke die Zukunft für die PCK noch in Russland."
    Woher kommt ihre Annahme?
    Ich wüsste gern die Fundstelle. Und bitte nicht die hier (#9): https://www.rbb24.de/studiofrankfurt/wirtschaft/2022/07/brandenburg-schwedt-raffinerie-oelembargo-taskforce-tagung.html

  2. 2.

    Mal schauen, was von der "Unterstützung" noch übrig bleiben wird, wenn wir von sozialen Verwerfungen überrollt werden.
    Ich glaube, dann hat man gar keine Zeit mehr, sich speziell um Ostdeutschland zu kümmern.

  3. 1.

    Bis vor Kurzem nah Woidke die Zukunft für die PCK noch in Russland. Der Wind hat sich gedreht und er muss sich mit vor Pulverdampf tränenden Augen in die andere Richtung drehen.

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