Die Foo Fighters spielen beim Musikvestival Lollapalooza auf der Rennbahn in Hoppegarten. (Quelle: imago/Ralf Müller)
Bild: imago/Ralf Müller

Trotz Lärmschutz-Urteil - Lollapalooza überzieht

Um 22 Uhr sollte in Hoppegarten eigentlich Ruhe herrschen. Doch um diese Uhrzeit war beim Lollapalooza-Festival noch richtig Stimmung. Immerhin schien die Abreise am Sonntagabend besser abzulaufen als in der Nacht zuvor, als sich 3.000 Menschen auf dem Bahnhof drängten.

Nach dem Abreisechaos am ersten Tag des Lollapalooza-Festivals hat sich die Lage in Hoppegarten (Märkisch-Oderland) am Sonntag nach Angaben der Bundespolizei erheblich verbessert. Wie Sprecher Thorsten Peters dem rbb erklärte, gab es am Abend nur leichte Behinderungen. 

Allerdings musste der S-Bahnhof Hoppegarten wegen des Andrangs mehrfach kurzzeitig geschlossen werden, so dass Festival-Besucher vor dem Bahnhof warten mussten, bis die anderen Fahrgäste in Richtung Berlin abgefahren waren. Die S-Bahnzüge fahren in einem zehn-Minuten-Takt.

Bei der Abreise vom Lollapalooza-Musikfestival war es am Samstagabend zu chaotischen Zuständen am S-Bahnhof Hoppegarten gekommen. Um 1 Uhr drängten sich nach Angaben der Bahn rund 3.000 Menschen auf den Bahnhof. Einige Personen seien im Gedränge kollabiert, berichteten Augenzeugen.

Kein Ende um 22 Uhr

Offen ist noch, ob der Streit um den Lärmschutz zwischen den Festival-Veranstaltern und der Gemeinde Hoppegarten weitergeht. Denn das Lollapalooza war am Sonntag nicht um 22 Uhr zu Ende, wie es - zumindest nach Meinung des Bürgermeisters Karsten Knobbe - das Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg am Freitag angeordnet hatte. Die Veranstalter hingegen hatten als Reaktion auf die Gerichtsentscheidung erklärt, sie wollten um 22 Uhr die Musik leiser drehen. Eine Änderung der Spielzeiten, die die Veranstalter auch erwogen hatten, gab es offenbar nicht. 

Bis kurz nach 22 Uhr heizten die Foo Fighters, einer der Höhepunkte des Lollapalooza, dem Publikum ein. Anschließend trat noch die Londoner Band The XX auf - die allerdings etwas ruhigere Töne anschlug als die US-amerikanischen Rockmusiker.

Mit Informationen von Henrike Möller

Kommentar

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20 Kommentare

  1. 20.

    Dit is wahr. Hinhaltetaktik ... "alles wird gut-Strategie", Verkauftaktik eben.
    Es ist ein knallhartes Geschäft.
    In Treptow standen zum Schluss
    die Warsteiner-Autos herum. Die Beauty-Firmen waren schon weg.

  2. 19.

    Hauptsache so sinnige "festivals" wie das Lolla pa irgendwas. Man oh Mann was ist nur aus Berlin geworden. Leute das war mal eine Stadt der Innovation und des Fortschritts.

  3. 18.

    Einmaliges Festival?

    Siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Lollapalooza oder auch www.lollapalooza.com

    Man sollte nicht alles glauben, was einem Veranstalter in ihrer Reklame erzählen wollen.

  4. 16.

    Herzlichen Dank für die drei Freikarten als Nachbar und Anwohner. War eine tolle Geste vom Veranstalter. Freu mich schon auf das nächste Jahr.

  5. 15.

    Foo Fighters Konzert kostenlos im Garten ...perfekt....bitte liebe Gemeinde Hoppegarten, lasst euch nicht von den ewig Nörgelnden von einer Wiederholung abhalten!!!!

  6. 13.

    DANKE lieber Nick
    Kleinkarierter und Egoisten scheinen doch nicht in Hoppegarten zu dominieren.
    Das Event war Richtig und Wichtig nicht nur für die Regien, Im Treptower Park war ich (68) voll dabei. TOPP. Was stört es eine Eiche wenn Querulanten sich am Fusse rubbeln. Wadenbeisser mit Egoproblemen wird es immer geben. Der Bürgermeister scheint auch solch egoistischer Kleingeist zu sein. Für grösser Aufgaben ungeeignet.
    Herzliche Grüsse
    Claus Bubolz
    Kulturverein Brücke 7 e.V.

  7. 12.

    Die Foo Fighters waren grandios! Klasse Musik, gute Show.

    Dank an ARTE und dem RBB für den Stream.

  8. 11.

    Da ist endlich mal wieder ein klasse Festival in Berlin und die Leute meckern. Einmal im Jahr ein wenig lauter, ist doch nicht so wild. Mich hat es nicht gestört, auch wenn ich heute um 5 Uhr aufgestanden bin.

  9. 10.

    Nein, 22 Uhr wurde am Sonntag Abend definitiv nicht eingehalten! Erst nach 23 Uhr war Schluss. Ich wohne bewusst in nem ruhigen Vorort und habe daher höhere Lebenshaltungskosten als viele in Berlin. Diese zahl ich aber gern. In Neuenhagen Nähe des Gymasiums gab es schon ab Freitag 16 Uhr Lärmbelästigung durch den Soundcheck. Und das mit den 70 Dezibel im Freien ab 21 Uhr konnte man vergessen, das war viel lauter. Ich hab teilweise echt gedacht, die Konzertbühne steht in meinem Garten, so nah war ich "mit dabei" und es liegen sicher an die 2 bis 3 km Luftlinie zwischen Rennbahn und meinem Grundstück. Trotz Ohrenstöpsel war noch alles gut hören. Ich werde Massenveranstaltungen dieser Art nie mögen und das Anfahrt- und Abreise-Chaos hat ja gezeigt, dass Hoppegarten für soviele Menschen garnicht ausgelegt ist. Wir können am Ende eigentlich nur froh sein, dass niemand ernsthaft zu Schaden gekommen ist. Die meisten Besucher hatten ihren Spaß auf dieser kommerziellen Massen-Abzocke.

  10. 9.

    Vielleicht sollten Sie mal mit Ihren unmittelbaren Nachbarn reden, dass er, wenn er wieder die DVD "Helene Fischer in Concert" sieht, in Zukunft leiser machen.

  11. 8.

    Immissionsgesetz?
    Liebe Anna, darauf solltest du pochen, wenn Schönefeld ans Netz geht und täglich Flugzeuge über "dein" Haus fliegen.
    Das ist dann Dauerbelastung und dann wirst du dich mit Freude an die NUR zwei Tage hier erinnern.

  12. 6.

    Die Anna droht. Abgefahren!
    Ich hoffe doch, dass sich unser Bürgermeister nicht von solchen anmaßend Drohungen beeindrucken läßt.
    Es wurde eine Unterschriftensammlung inszeniert, die das Festival auch 2018 hier haben wollen.

  13. 5.

    Auch in Hönow war die Musik unerträglich laut. Und wir wohnen einige Kilometer von der Rennbahn entfernt. Im Freien gegen 21.00 Uhr über 70 dB gemessen.
    An die Gemeinde die Bitte in Zukunft genau zu überlegen, welche Veranstaltungen genehmigt werden.

  14. 4.

    Nun, lieber M.,

    jetzt herrscht wieder Friedhofsstille im verschlafenen Rentener- und Zugereistenparadies.
    Wie kann man schon so lebendig tot sein?
    Ja, ich verstehe. Ich habe in meinem sozialen Unfeld auch solche "Bürger", die sich über meine zweimaligen Grillabende im Jahr beschweren.
    Ich kann Ihnen, als geplagten "Bürger" nur für das nächste Jahr raten: ziehen Sie für die zwei Tage irgendwo anders hin und überlassen so der vielen Menschen, die friedlich, wenn auch etwas länger, Musik hören wollen.
    Es ist auch für Sie, der scheinbar leicht hyperventeliert und zu Bluthochdruck neigt, viel, viel besser, als das ganze Wochenende über das Grundstück zu rennen und "Ruhe" zu suchen.
    Ich werde jedenfalls in der Bürgerschaft mit anderen Toleranten einen Antrag auf Weiterführung dieses einmaligen Festivals einreichen und sammeln jetzt schon Unterschriften.
    Nicht, dass Hoppegarten der flächenmäßig größte Friedhof Deutschlands wird.

    Martin S., Lindenstraße, Hoppegarten

  15. 3.

    Wozu gibt es ein Immissionsgesetz? Damit sich der Veranstalter darüber hinwegsetzen kann? Zudem gab es ein Lärmschutzurteil, das auch ignoriert wurde. Die Musik leiser ab 22.00 Uhr, ich kann nur lachen, es war nicht zum Aushalten. Der Bürgermeister sollte sich sehr gut überlegen, nochmals eine Genehmigung für solch ein überdimensionales Event zu erteilen.

  16. 2.

    Ein Wochenende sollte das Spektakel
    doch bis 24 Uhr zu ertragen sein.
    Geht ja in anderen Bezirken auch.

  17. 1.

    Ruhigere Töne...eigenartig....denn ab 22 Uhr war die Musik so laut, waren die Bässe so enorm, dass wir Nirgends in unserrm Haus Ruhe fanden....und das hier in Neuenhagen in der Nähe vom Schäferplatz...Der Lärm zog sich bis nach 23 Uhr...An Schlaf war da nicht zu denken...Danke...

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