Ein umgekippter Feuerwehrwagen liegt am 05.09.2017 auf der Autobahn 2 kurz hinter der Ausfahrt Netzen (Brandenburg) (Quelle:dpa/Paul Zinken)
Video: Brandenburg Aktuell | 05.09.2017 | Juliane Kerber | Bild: dpa

Lkw rast in Unfallstelle - Zwei Feuerwehrmänner sterben bei Einsatz auf der A2

Bei einem Einsatz auf der Autobahn A2 sind am Dienstagmorgen zwei Feuerwehrleute getötet worden. Nach einem Verkehrsunfall waren die beiden Männer damit beschäftigt, Hilfe zu leisten, als ein Lkw-Fahrer in die Unfallstelle fuhr. Die Fahnen in Brandenburg wurden auf halbmast gesetzt.

Nach dem tragischen Unfalltod von zwei Feuerwehrleuten bei einem Hilfseinsatz auf der A2 trauert das gesamte Bundesland. An den öffentlichen Gebäuden in Brandenburg wurden die Fahnen am Dienstagvormittag auf halbmast gesetzt. Der Unfall hatte sich gegen halb vier am frühen Morgen ereignet.

"Es ist eine Tragödie, die für mich kaum zu fassen ist", betonte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). "Sie wollten Leben retten, kamen dabei selbst zu Tode." Das mache ihn unendlich traurig. An der Landeswehrfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt (Oder-Spree) wurde mit einer Schweigeminute der toten Kameraden gedacht, die ehrenamtlich im Einsatz waren.

Beide Feuerwehrmänner hinterlassen Frau und Kinder

Die beiden Feuerwehrleute von der Freiwilligen Feuerwehr aus Kloster Lehnin, 23 und 38 Jahre alt, waren bei einem Einsatz auf der Autobahn, weil gegen 2.20 Uhr ein Kleinlaster auf einen Sattelschlepper aufgefahren war. Der Fahrer des Transporters wurde eingeklemmt und schwer verletzt und musste befreit werden. Dafür sperrten Polizei und Feuerwehr die rechte und die mittlere Spur.

Doch gegen 3.30 Uhr raste ein Lkw in die abgesperrte und beleuchtete Unfallstelle, streifte ein Polizeiauto und prallte dann gegen ein Feuerwehrfahrzeug. Der Feuerwehrwagen kippte um und begrub zwei Feuerwehrleute unter sich. Die Männer konnten nur noch tot geborgen werden. Sie hinterlassen Ehefrauen und Kinder; eine der Witwen sei im vierten Monat schwanger, hieß es.

Gutachter hat die Unfallstelle untersucht

Zwei weitere Feuerwehrleute wurden verletzt. Einer von ihnen konnte ambulant behandelt werden. Ein weiterer, 22-jähriger Feuerwehrmann, wurde aufgrund seiner Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Der Fahrer des Lkw wurde schwer verletzt und musste ebenfalls ins Krankenhaus eingeliefert werden. Warum der 55-jährige Angestellte einer Berliner Spedition, der auf der linken Spur an der Unfallstelle vorbeifahren wollte, das Polizeiauto und das Feuerwehrauto erfasste, ist noch unklar.

Insgesamt waren über 20 Einsatzfahrzeuge der Polizeidirektion West im Einsatz, darüber hinaus ein Polizeihubschrauber und Kriminaltechnik. Um die genaue Unfallursache zu ermitteln, hat die Staatsanwaltschaft Potsdam am Morgen einen Experten der DEKRA beauftragt. Dieser hat die Unfallstelle untersucht und wird ein entsprechendes Gutachten erstellen.

Feuerwehr-Kameraden erschüttert

Auch bei den über 100 Feuerwehrleuten, die derzeit an der Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt, Lehrgänge absolvieren, herrschten am Dienstagmorgen Trauer und  Entsetzen. Dort ist der Einsatz auf Autobahnen ein besonderer Schwerpunkt: "Der Autobahneinsatz birgt eine ganze Reihe besonderer Risiken, auch im Vergleich zum Einsatz auf Landes- oder Bundesstraßen", sagte der Leiter der Schule, Heinz Rudolph, am Dienstag dem rbb. "Deswegen haben wir an der Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt als zentraler Ausbildungstätte auch extra eine Übungsfläche geschaffen: Eine 40 Meter lange 'Übungsanlage Autobahn' - mit Leitplanken, mit Straßenbelägen verschiedenster Art, mit Straßensituationen, die die realitätsnahe Unfalldarstellung ermöglichen", sagte Rudolph dem rbb-Studio Frankfurt.

In Gedanken bei Angehörigen und Kameraden

Vor allem für die Feuerwehrleute, die an dem Einsatz beteiligt waren, werde es jetzt sehr schwer, wieder zum Tagesgeschäft überzugehen. Rudolph ist aber sicher, dass die Betroffenen die Situation in Griff bekommen. Die Kräfte, die auf der A2 im Einsatz waren, wurden abgelöst und von Seelsorgern betreut. "Ich kann mich gar nicht in die Lage der Kameraden hineinversetzen, die sehen mussten, was mit ihren Kameraden passiert ist", sagte der Schichtführer der Brandenburger Berufsfeuerwehr. "Unsere Gedanken und unsere Anteilnahme sind bei den Angehörigen und den Kameraden", sagte Heiko Schmidt von der Brandenburger Polizeidirektion-West dem rbb.  

Die Autobahn war seit dem zweiten Unfall zwischen den Anschlussstellen Brandenburg und Netzen in Richtung Berlin bis in die Mittagstunden für rund neun Stunden gesperrt. Es kam es zu kilometerlangen Staus. Mittlerweile rollt der Verkehr wieder.

Mit Informationen von Lisa Steger

Kommentar

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23 Kommentare

  1. 23.

    Ich weiß ja, was Sie meinen.

    Trotzdem glaube ich, dass viel zu viel gegen etwas angearbeitet wird und viel zu wenig für etwas anderes:
    Einige Zeitgenossen mögen die Aussage Alfred Grossers, dass das Geschäftsgebaren eines Josef Ackermann und Ethik und Moral sich gegenseitig ausschlössen, als moralisierend empfunden haben. Dennoch hat sie Wirkung gehabt und an solchen Äußerungen besteht ein großer Mangel.

    Festgefügte Denkschemata und ein Hineingefügtsein in Verhältnisse lassen sich aufweichen, um die etwas martialische Vokabel vom Aufbrechen zu vermeiden. Richard von Weizsäcker hat mit seiner Rede 1985 die Unklarheit aufgeweicht, als es um die Begriffe Kapitulation, Niederlage und Befreiung ging. Das Verfassungsgericht sprach in einem Urteil davon, dass Recht IN der Öffentlichkeit, nicht aber FÜR die Öffentlichkeit gesprochen werde. Das geschah angesichts des Versuchs von N 24, faktisch rund um die Uhr aus allen Gerichtssälen senden zu wollen.

  2. 22.

    Das ist unfassbar traurig. Mein Beilied an alle Angehörigen.
    In diesem Jahr wurden schon so viele Menschen durch Verkehrsunfälle getötet.
    Ich frage mich, was die eigentlich den ganzen Tag machen? Wie kann man z.B. auch in anderen solcher Fälle ungebremst in ein Stauende fahren? Da muss man doch so extrem abgelenkt sein, dass man mit allen möglichen Dingen beschäftig ist, aber nicht mit Fahren! Ich verstehe das nicht. Das ist so verantwortungslos.
    Aber das ist nicht nur bei Lkw´s so. Wenn man sich anguckt wie rücksichtslos viele auf deutschen Straßen unterwegs sind.
    Bei Tempo 80 wird durchschnittlich 110 gefahren, es wir nur noch gedrängelt und Abstand gibt es garnicht mehr (was ich übrigens am gefährlichsten von allem finde).Hier ist es völlig egal ob Lkw, Pkw, Motorrad oder andere Verkehrsteilnehmer. Alle sollten mal wieder lernen gelassener und konzetrierter zu fahren, damit sowas in Zukunft nicht mehr passiert!


  3. 21.

    Das ist einfach so. Im freien Markt zählt eben nur das Geld. Ich find das auch nicht gut,aber gegen diese Regel kommt man nicht an und der Großteil der Gesellschaft nimmt die Nachteile für die Vorteile gerne in Kauf. Der Staat hat aber die wunderbare Möglichkeit dem Markt einen Rahmen zu geben,um die Nachteile zu minimieren. Das wird aber oft genug nicht ausgereizt,da die Firmen sich mittlerweile prima in die Politik einmischen können.

    Ein LKW-Fahrer hat während seiner Arbeitszeit diesen Unfall verursacht. Das ist also etwas anderes,als wenn ein Fahrer privat unterwegs gewesen wär. Somit sollte man die Ursache genau festellen,um dann gegebenenfalls Konsequenzen daraus zu ziehen.

  4. 20.

    Sowas hört man immer wieder. Es gibt so viele Möglichkeiten das zu verhindern. Passiert etwas? Nein. Zu teuer. Da wird Lieber in Kauf genommen dass das Leben vieler Menschen zerstört wird. Selbstverständlich muss hier auch der Staat in die Verantwortung genommen werden. Hier strengste Regeln und kontrollen durchzuführen ist verdammt nochmal seine Aufgabe! Aber das Geld, das man bräuchte, wird lieber den Raffgierigen oberen reichen weiter fleißig in den rachen geworfen. Ber lässt grüßen. Es gibt unzählige solche Beispiele. Man muss weiter mit solchen opfern leben müssen. Der Gott des Geldes. Rip

  5. 19.

    "Es kommt manchmal einem Tanz nahe, wenn beispielsweise das Reißverschlussprinzip funktioniert und ein Auto von rechts, eins von links sich nacheinander einordnet."

    Genau so.
    Ich selber habe das mal als Fahrender eines Transporters in der Berlin-Zehlendorfer Andreezeile erlebt, eine Straße, die eine zweispurige Fahrbahn aufweist, die an einer Stelle aufgrund einer Gehweg-Vorstreckung dort einspurig ist. Die Situation ist gut einsehbar und die Naturelle fallen da auseinander:

    Die einen, die nicht auf den eigenen Vorteil bedacht sind, stecken zurück, wenn ein anderer näher an der Gehwegvorstreckung dran ist, lassen den anderen durch und gehen dann in die leichte Beschleunigung. Die anderen, die versuchen, durch Durchtreten bis zum Bodenblech doch noch vor dem anderen da zu sein.

    Tanz oder Kampf, das ist die Frage und jeder hat es in der Hand.
    Auch der LKW-Fahrer.

  6. 18.

    Als Feuerwehrmann a.D. möchte meine Mitgefühl mit den Lehniner Kameraden bekunden.
    Der tägliche Wahnsinn auf unseren Straßen und Autobahnen hat zwei Kameraden aus ihrem noch so jungen Leben gerissen während sie anderes Leben retten wollten .
    Mein Beileid .

  7. 17.

    " ...Mitverantwortung."

    Mitverantwortung ist allerdings etwas anderés als die behauptete Schuld, die "dem Staat" in die Schuhe geschoben werden soll. Es war der früheren Bauernpräsident Constantin von Heeremann der seinerzeit die Ursache des Glykol-Skandals in den unzureichenden Kontrollen sah. Vielleicht gibt es ja irgendeinen Bankräuber, der medial kundtat, angesichts der geringen Polizeidichte vor Banken und Sparkassen sei ihm gar nichts anderes übrig geblieben, als eine Bank zu überfallen.

    Selbstverständlich steht der Staat in der Mitverantwortung, wenn er um bestimmte Dinge weiß. Die Ursache dafür ist jedoch nicht er, sondern der Einzelne, der so handelt bzw. Gruppen, die gemeinschaftlich so handeln.

  8. 16.

    "Natürlich versagt der Staat, wenn er butterweiche Regeln schafft, die niemand einhält."

    Ich teile Ihr Weltbild ausdrücklich nicht.
    Das Handeln wird von den einzelnen handelnden Personen bestimmt und es wäre ja noch schöner, dass der Staat mir mein Handeln vorgeben soll. Vielmehr sind die Regeln Notbehelf. Doch aller Notbehelf hilft eben nicht, wenn nicht mal im Mindestmaß der Wille zur Einhaltung existiert, weil es zum guten Ton gehört, dagegen zu verstoßen und ein halber Berufsstand es sich zur Aufgabe gemacht hat, nicht für die Einhaltung von Regeln da zu sein, sondern zu ihrer extremen Dehnung bis ins Unendliche.

  9. 15.

    "Von Firmen sollte man keine Moral erwarten,deren einziges Ziel ist die Gewinnmaximierung. Das sollte keinen überraschen."

    Warum eigentlich nicht?
    Halten wir uns als Gesellschaft nicht ethische Grundlagen zugute und ist die Geschäftstätigkeit dabei ein exterritorialer Bereich?

    Diesen Widerspruch zu benennen sollten wir nicht aufhören, gleich des Ergebnisses.

  10. 14.

    Das Rechenbeispiel ist mir bekannt. Nur: Nicht jeder ist oder kann sich finanziell privat Unfallversichern. Man ist auch nicht verpflichtet dazu. Und auf die Zahlungsbereitschaft privater Versicherungen zu vertrauen ist wie den Wtterbericht des rbb in Haftung zu nehmen, wenns Wetter doch schlechter wird ;-) Diese beiden Männer sind im ehrenamtlichen Dienst gestorben. Wie steht unser Land Brandnburg für die Absicherung der Familien ein? Es fällt ja nun ein "Miternährer" aus, der zumindst zu 60% am effektiven Familieneinkomm für Haushaltsfestkosten beigetragen hat. Eine rbb Recherche wäre es doch Wert, wie solche Ehrenamtler und deren Familien in solch einem schlimmsten Fall durch das Land oder gar den Bund abgesichert sind. Hat noch keiner beim Land nachgefragt oder?

  11. 13.

    Leider wissen wir nicht genau, wie gut für die Versorgung der Hinterbliebenen gesorgt ist. Das hängt auch von Unfallversicherungen u.Ä. ab. Hier ein Rechenbeispiel der Unfallkasse Baden-Württemberg:
    http://www.ukbw.de/fileadmin/media/dokumente/Sicherheit___Gesundheit/betriebsart/feuerwehr/UV-Schutz-FFw.pdf

    Wenn Sie sich für die Hinterbliebenen selbst engagieren wollen, sind hier die Daten des Spendenkontos:

    Der Landesfeuerwehrverband Brandenburg e. V. hat ein Spendenkonto eingerichtet, um den Familien der beiden getöteten Feuerwehrleute zu helfen.

    VR Bank Lausitz eG
    IBAN: DE17 1806 2678 0001 1211 20
    BIC: GENODEF1FWA
    Verwendungszweck:
    "Einsatz auf der A2"

  12. 12.

    Mein Gott... was für eine Tragödie. Und ja: Ich finde es richtig, dass unser Land Brandenburg im Angedenken Halbmastbeflaggung gemacht hat. Den hinterbliebenen Familien mein tiefstes Mitgefühl.
    Hätte... Könnte... Müsste... hilft jetzt nicht. Gegen eingeschlafene LKW-Fahrer gibts sicher technische Hilfsmittel. Aber die kann die deutsche Gesetzgebung nur für deutsche Spediteure durchsetzen. EU weit allgemeingültig aber so schnell nicht. Da haben viele andere Länder noch Vetorechte.
    Wenn das Thema Staat oder Bundesland beim Hätte... Könnte... Müsste... ein Thema sein sollte, dann bitte nur, ob die hinterbliebenen Familien abgesichert sind. Bei so jung verstorbenen Menschen gibts von der gesetzlichen Rentenversicherung nur paar Euro als Witwen- und Halbwaisenrente für die Kinder, die ihren Vater bei dieser Arbeit für die Allgemeinheit verloren haben. Frage an die rbb Redaktion zur Recherche: Wie sind die Familien in solch einem Fall abgesichert?

  13. 11.

    Leute, findet ihr es nicht langsam selber peinlich, für alles und jeden den Staat zu beschuldigen?Es ist noch nicht mal genau klar was passiert ist. Aber egal, der Dobrindt, die Merkel, der Staat.....alle schuldig. Die haben aber nicht den LKW gesteuert. Sondern der Fahrer. Lasche Regeln hin oder her. Die sind vor allem immer dann blöd, wenn Sie mir selbst nichts nützen, nicht wahr?

    Den betroffenen Familien alle Kraft der Welt und mein herzlichstes Beileid

  14. 9.

    M.E. hätte man in diesen tragischen Fall nicht kommentieren lassen müssen. Die Eltern und die Familien haben unfassbares Leid zu ertragen. Der Tod geliebter Menschen ist furchtbar,wenn dann noch unerwartet und unverschuldet eine nicht zu ertragende Katastrophe.

  15. 8.

    Wenn ein LKW-Fahrer die Absperrungen und die Wanleuchten nicht sieht hat er meines Erachtens total gepennt.
    Mein Beileid und Migefühl gilt den Angehörigen der toten Feuerwehrleute.

  16. 7.

    Ohne überhaupt auch nur im Ansatz zu wissen, wie es zu diesem Unfall gekommen ist, scheint es mir doch arg überzogen, irgendjemandem hier eine Schuld zuzuweisen. Dennoch bin ich sehr erschrocken, wie viele in den vorangegangenen Kommentaren der Meinung sind, der Staat ist hier aber sowas von in die Pflicht zu nehmen.
    Ich dachte immer, dass jeder Mensch, der sich hinter ein Lenkrad begibt, eine Verantwortung sich und seinen Mitmenschen gegenüber übernimmt. Meiner Meinung nach sind Verkehrsregeln nicht dazu da, Autofahrer zu erziehen, sondern das gemeinsame Nutzen von Straßen zu erleichtern, da man ja nicht direkt miteinander kommunizieren kann. Es kommt manchmal einem Tanz nahe, wenn beispielsweise das Reißverschlussprinzip funktioniert und ein Auto von rechts, eins von links sich nacheinander einordnet. Doch all diese Hilfen des gerelten Miteinanders werden ausgehebelt, wenn einer kommt, der denkt, für ihn (oder sie) gelten diese Regeln nicht. Fasst Euch einfach an die eigene Nase.

  17. 6.

    Selbstverständlich trägt der Staat bei so einem tragischen Ereignis eine Mitverantwortung. Wo aufgrund finanzieller "Notwendigkeiten" die Kontrolle bestehender Vorschriften unterbleibt, darf man sich nicht wundern. Man schaue sich nur den täglichen Wahnsinn auf der A2 oder der A10 an. Und wie so oft sind Unschuldige, in diesem Fall noch schlimmer : Helfende, die Leidtragenden . Auch ich habe Angehörige bei einer FFW und mag mir die Situation in den betroffenen Familien gar nicht vorstellen. Meine aufrichtige Anteilnahme dahin.

  18. 5.

    Mein Beileid den Hinterbliebenen!!!

  19. 4.

    Das stimmt so nicht. Natürlich versagt der Staat, wenn er butterweiche Regeln schafft, die niemand einhält. Dass vorhandene Notbremssysteme von vielen Fahrern abgeschaltet werden und dass das völlig konsequenzlos bleibt, liegt selbstverständlich am Staat. Diese ganzen „freiwilligen Selbstverpflichtungen“ und diese tollen „Softwarelösungen“ sind doch die reinste Verarsche. Sorry, aber anders kann man das nicht nennen, was das Ministerium von Dobrint produziert. Der ist ein Minister-Darsteller im Auftrag der Industrie.

    Das alles muss nicht der Grund für den Unfall heute sein. Aber in der Vergangenheit war insbesondere das Abschalten der Notbremseinrichtung schon für viele schwere LKW-Unfälle mitverantwortlich. Warten wir ab, welche Verantwortung hier der Fahrer hat und welchen Spielraum ihm der schlaffe Gesetzgeber einräumte. Der Tot der Kammeraden heute war jedenfalls bitter. Ich war selbst jahrelang Feuerwehrmann. Sowas lässt mich fassungslos zurück.

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